Digitale Prozessanalyse

Digitale Prozessanalyse – Mit Sensorik und Machine Learning Prozesskennzahlen für manuelle Prozesse ermitteln

Die Digitale Prozessanalyse ist eine neue Methode zur Analyse von manuellen Krankenhausprozessen. Auf der Basis von Wearables, Mini-Sensorik und Verfahren des Machine Learnings, werden Prozesse automatisch aufgenommen, rekonstruiert und analysiert. Im Ergebnis werden neue Prozesskennzahlen im Bereich Effizienz, Produktivität und Ergonomie ermittelt und Optimierungspotenziale aufgedeckt. Mit dieser Technik werden reale Prozessdaten wie z. B. Laufwege, Bückverhalten oder Griff- und Schiebebewegungen automatisiert aufzuzeichnen, ohne den Menschen zu beobachten oder zu überwachen. Die Auswertung der gewonnenen Daten erfolgt automatisch. Dazu wurde eine spezielle Machine Learning-Lösung entwickelt. Die Technologie identifiziert zunächst relevante Bewegungen und verarbeitet sie anschließend mittels Deep Learning, einem Rechenverfahren aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Im Anschluss werden die Daten für eine Prozessanalyse verdichtet und aufbereitet. Dabei handelt es sich um einmalige Analyse- und Optimierungsprojekte über einen definierten Zeitraum und nicht um Langzeitbeobachtung. Zur Durchführung ist keine Integration in die betriebliche Informations- oder Kommunikationstechnik im Klinikum notwendig. Ebenfalls wird nicht in die Baustruktur des Gebäudes eingegriffen. Das System arbeitet vollständig autark, temporär, unabhängig und ohne Implementierung teurer technischer Infrastruktur im Klinikgebäude.

In Zusammenarbeit mit der MotionMiners GmbH bietet die Abteilung Health Care Logistics des Fraunhofer IML Digitale Prozessanalysen an. Mit dem einzigartigen Verfahren ist es möglich Prozessanalysen auf ein neues Level zu heben. Klassische Prozessaufnahmen werden durch automatische Analysen erweitert. Damit können neue Optimierungspotenziale aufgedeckt werden, die sich in neuen Kennzahlen zur Effizienz, Produktivität und Ergonomie quantifizieren lassen. Mögliche Einsatzfelder im Krankenhaus sind beispielsweise:

OP-Logistik: Analyse und Optimierung von Arbeitsprozessen im OP-Bereich. Der Fokus liegt in der Analyse von Service- bzw. Logistikprozessen wie z.B. das Richten von Instrumenten, die Saaleinigung oder die Lafettenaufbereitung sowie das Einräumen und Kommissionieren von OP-Material.

Transport- oder Versorgungslogistik: Die Digitale Prozessanalyse bietet eine Lösung, Prozesse der Transport- und Versorgungslogistik transparent darzustellen und Reports zu ermitteln. Dies kann z.B. durch die automatische Darstellung von Laufwegen, die Identifizierung von Wartezeiten vor Aufzügen oder die Erfassung von Lasten beim Schieben von Betten oder Wagen erfolgen. Sowohl Material- als auch Patiententransporte sind abbildbar

Bettenlogistik: Unterstützung von Serviceprozessen in der Bettenlogistik z.B. durch Ermittlung von Reinigungszeiten zur Sicherstellung von Qualitätsansprüchen.

Die Leistungen der Abteilung:

  • Prozessanalyse und Prozessoptimierung
  • Ermittlung von Prozesskennzahlen und Prozesszeiten,
  • Quantifizierung des Einsparpotentials,
  • Darstellung des Optimierungspotentials und Beschreibung von Handlungsempfehlungen,

Gestaltung optimaler SOLL-Prozesse.