Berichte studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte

»Die Abteilung Maschinen und Anlagen beschäftigt studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Die Bereiche Logistik, Maschinenbau und Informatik sind regelmäßig vertreten, andere Studiengänge sind jedoch keinesfalls ausgeschlossen.

Im Folgenden berichten ehemalige studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte von ihren persönlichen Erfahrung in der Abteilung Maschinen und Anlagen.«

  • »optimale Ergänzung zu dem teils theorielastigen Studium«

    Jasper Gruson, Maschinenbau

    Ich habe als Maschinenbaustudent der TU Dortmund am Fraunhofer IML in der Abteilung „Maschinen und Anlagen“ im Anschluss an meine dort bearbeitete Bachelorarbeit als Hiwi begonnen. Für mich war diese Tätigkeit eine optimale Ergänzung zu dem teils theorielastigen Studium an der TU. Die Aufgaben waren häufig eher projektähnlich, sodass eigenständig eine umfassende Lösungsstrategie entwickelt werden musste und der Lernfortschritt entsprechend hoch war.

    Vor allem meine konstruktiven Fähigkeiten wurden enorm gestärkt durch den eigenhändigen Einbau von im Vorfeld selbstgestalteten Bauteilen in der Prototypenentwicklung. Dies bezieht sich nicht nur auf konventionelle, sondern auch auf neuartige bzw. additive Fertigungsverfahren. In diesem Kontext spielt auch die 3D-druckgerechte Gestaltung eine entscheidende Rolle. Die Arbeit mit verschiedenen 3D-Drucksystemen hat mein Interesse für diesen Bereich gestärkt und damit zu meinem Wunsch beigetragen, den Schritt in die Selbstständigkeit im 3D-Druckbereich zu wagen.

    Heute entwickle ich im Rahmen des Gründungsprojekts „FilChange – Flexible 3D-Printing“ einen neuartigen 3D-Drucker mit dem Ziel, beliebig viele unterschiedliche Kunststoffmaterialien sowohl unterbrechungs- als auch abfallfrei zu verarbeiten. Auf die Zeit am Fraunhofer IML blicke ich sehr gerne zurück.

  • »spannend, meine Fähigkeiten ständig ausbauen zu können und regelmäßig mit neuen Programmen und Methoden in Kontakt zu kommen«

    Clemens Bütow, Logistik

    Ich bin seit dem fünften Semester meines Logistikstudiums in der Abteilung Maschinen und Anlagen als SHK beschäftigt. Zu meinen Aufgaben gehört die Unterstützung der Mitarbeiter bei innovativen Industrieprojekten sowie der Grundlagenforschung. Ich kann mein logistisches Wissen gezielt einbringen, und so einen aktiven Beitrag zur Arbeit des Teams leisten. Dabei finde ich es besonders spannend, meine Fähigkeiten ständig ausbauen zu können und regelmäßig mit neuen Programmen und Methoden in Kontakt zu kommen. Weiterhin bekomme ich nebenbei noch viele Einblicke in interessante Kongresse oder Veranstaltungen, die am IML ausgerichtet werden. Zur Zeit ist mein Vertrag aufgrund eines sechsmonatigen Praktikums bei einem großen deutschen Automobilhersteller pausiert. Ich freue mich aber schon ab Oktober 2019 wieder an neuen Aufgaben und Projekten meiner Abteilung mitwirken zu dürfen.

  • »ich konnte wertvolle und interessante Kontakte knüpfen«

    Rene Biskup, Maschinenbau

    Während meiner Hiwi-Zeit in der Abteilung Maschinen und Anlagen habe ich studienbegleitend zu meinem Maschinenbaustudium bei der Entwicklung von innovativen Lösungen für Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) mitgewirkt.

    Im Rahmen eines Forschungs- und Industrieprojektes zur Einführung einer modularen FTF-Plattform führte ich in der Konzeptphase Recherchen sowie Analysen von Rechercheergebnissen mit dem Fokus auf Energiespeicher und Sensorik durch. Weiterhin habe ich bei der Auslegung und Auswahl von Antriebskomponenten unterstützt. Auch war ich an der Konstruktion von Funktionsbaugruppen und der Erstellung der zugehörigen Fertigungsunterlagen beteiligt. Zu meinen Aufgaben gehörte zudem die Montage der Fahrzeuge selbst. Im Zuge einer leichtbaugerechten Gestaltung in Verbindung mit additiven Fertigungstechniken wendete ich eine Funktionsmassenanalyse an, um Gewichtseinsparungspotenziale in FTF-Prototypen identifizieren zu können.

    Eine Hiwi-Tätigkeit am Fraunhofer IML ist also eine ausgezeichnete Möglichkeit, seine im Studium erlernten Theoriekenntnisse bereits studienbegleitend und eigenverantwortlich in der Praxis anzuwenden. Man sammelt wertvolle Erfahrungen bei der Unterstützung von Forschungs- und Industrieprojekten im aktuellen Branchengeschehen und lernt in kurzer Zeit unglaublich viel, sodass man sich fachlich und auch persönlich stark weiterentwickelt.

    Die Planung und Realisierung neuartiger Materialflusssysteme innerhalb der Abteilung Maschinen und Anlagen bot mir ein spannendes und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum, durch welches ich mich in verschiedenen Bereichen (FTF/FTS, Fördertechnische Anlagen, Sortiersysteme, Additive Fertigung/3D-Druck) weiterbilden und meine Fähigkeiten weiter ausbauen konnte. Außerdem hat es mir enorm geholfen, meine berufliche Perspektive weiterzuentwickeln. Durch die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu finden und zu setzen, bietet eine Hiwi-Tätigkeit nicht selten die Chance, auch seine Abschlussarbeit innerhalb der Abteilung zu schreiben.

    Besonders hervorzuheben ist der sehr gute Umgang unter den Kollegen und die angenehme Arbeitsatmosphäre (auch unter den anderen Studenten). Auch als Hiwi wird die eigene Arbeit von den Kollegen wertgeschätzt, sodass eigene gute Ideen verwirklicht werden können.

    Über meine Hiwi-Zeit hinweg konnte ich wertvolle und interessante Kontakte knüpfen und darüber hinaus auch in die Industrie aufbauen, sodass ich aktuell meine Masterarbeit mit Projektbezug bei einem weltweit führenden Hersteller von automatisierten Materialflusssystemen schreibe.

  • »viel über meine Stärken und Schwächen gelernt und mir neue Fertigkeiten angeeignet«

    Robert S., Logistik

    Ich habe zwei Jahre lang in der Abteilung für Maschinen und Anlagen als Hiwi gearbeitet. In dieser Zeit konnte ich an den verschiedensten Projekten im Bereich Intralogistik mitwirken. Dementsprechend vielseitig waren auch meine Tätigkeiten. Wurde ich zum Start noch stark angeleitet, habe ich mit der Zeit mehr Verantwortung und damit auch größeren Freiraum bekommen. Ein Beispiel für ein Projekt: Ein Unternehmen aus der Intralogistikbranche ist auf das IML zugekommen, da es neue Anwendungsmöglichkeiten für eines ihrer Produkte gesucht hat. Wir haben das Produkt analysiert, kreativ wie systematisch nach neuen Märkten gesucht und diese beim Kunden vorgestellt. Ich war bei jedem Schritt dabei. Weitere Highlights waren für mich das Zusammenbauen eines Roboter-Prototyps oder ein Aufenthalt bei einem Kunden in Italien. Außerdem konnte ich meine Bachelor- und Projektarbeit beim IML schreiben.

    Eine Stelle als Hiwi beim IML hatte für mich große Vorteile gegenüber anderen Jobs – und damit meine ich nicht nur das vielbeschworene „Anwenden der Kenntnisse aus dem Studium in der Praxis“. Ich habe in der Zeit automatisch einen großen Überblick über Unternehmen und Produkte aus der Logistik bekommen, von dem ich bis heute zehre. Außerdem war kein Projekt wie das andere, weshalb ich oft etwas Neues ausprobieren konnte. So habe ich viel über meine Stärken und Schwächen gelernt und mir neue Fertigkeiten angeeignet. Angenehm war auch, dass ich meistens zusammen mit anderen Studenten in einem Büro gearbeitet habe und das IML immer große Rücksicht auf mein Studium genommen hat, z.B. bei den Arbeitszeiten.

    Mittlerweile habe ich das Studium abgeschlossen und arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität weiter in der Forschung. Meine Zeit beim IML hatte großen Einfluss darauf, dass ich mich für diese Richtung entschieden habe und meine am IML gesammelten Erfahrungen hatten bei meiner Bewerbung maßgeblichen Anteil daran, die Stelle zu bekommen.

  • »die Arbeit am IML war der richtige Baustein, um meine Fähigkeiten für den späteren Beruf weiterzuentwickeln«

    Sven Glüer, Maschinenbau

    Zum Ende meines Maschinenbaustudiums (Bachelor) bekam ich die Möglichkeit, meine Abschlussarbeit am IML in der Abteilung Maschinen und Anlagen zu verfassen. Dadurch konnte ich direkt in einem Innovationsprojekt mitwirken und Erfahrungen im wissenschaftlichen und auch praktischen Bereich sammeln. Nach Abschluss meiner Arbeit begann ich mein Masterstudium an der TU Dortmund und konnte als Hiwi am IML direkt im gleichen Projekt weiterarbeiten. Besonders positiv war, dass ich aktiv an der reellen Umsetzung mitarbeiten konnte. Ich konnte somit einerseits konzeptionell bzw. konstruktiv mitwirken und andererseits das visuell geplante Konstrukt mit der Fertigung abstimmen und letztendlich selbst montieren. 

    Insgesamt war ich knapp drei Jahre am IML und konnte in weiteren Industrieprojekten wertvolle Erfahrungen sammeln. Neben der fachlichen Weiterentwicklung hat mir auch besonders das Arbeitsklima gefallen. Gerade das Arbeiten mit gleichgesinnten Hiwis im Team und den kompetenten wissenschaftlichen Mitarbeitern hat mir Spaß gemacht und mich motiviert. Das IML hat uns Hiwis auch immer den notwendigen Freiraum gegeben, wenn die Klausurphase oder sonstige wichtige Projekte des Studiums bevorstanden.

    Nach meiner Masterarbeit, die ich ebenfalls in Verbindung mit dem IML verfasst habe, habe ich eine Stelle in einem Ingenieurbüro (Produktentwicklung) angenommen. Die Erfahrungen am IML helfen mir enorm weiter, da der Hauptteil meiner Arbeit darin besteht, Konzepte und Prototypen (3D-Prototyping) zu entwickeln. Ich profitiere von einem hohen Niveau im wissenschaftlichen Arbeiten (Konzeptentwicklung, Methodenwissen etc.), das ich am IML erlangt habe sowie der Erfahrung in der praktischen Umsetzung von Prototypen. Für mich als ehemaliger Maschinenbaustudent war die Arbeit am IML der richtige Baustein, um meine Fähigkeiten für den späteren Beruf weiterzuentwickeln. 

  • »regelmäßiges Feedback, wodurch ich mich fachlich und persönlich weiterentwickelt habe«

    Theo Hochholzer, Logistik

    Für den Zeitraum von zwei Jahren war ich als Logistik-Student der TU Dortmund am Fraunhofer IML in der Abteilung Maschinen und Anlagen tätig. Während dieser Zeit habe ich als wissenschaftliche Hilfskraft meinen dort zugeteilten Betreuer bei der Bearbeitung von Forschungs- und Industrieprojekten unterstützt. Bei den sowohl internen als auch externen Projekten wurden innovative Themen wie etwa der Einsatz von autonom fahrenden Transportfahrzeugen oder Shuttle-Systemen in der innerbetrieblichen Logistik behandelt. Dabei durfte ich mich mit Aufgaben wie z. B. der Durchführung von Datenanalysen, Recherchen, der Erstellung von Präsentationsunterlagen sowie der Mitwirkung an Fachtagungen und Workshops befassen. Bezüglich der Projektbearbeitung wurde insbesondere der Fokus auf das selbstständige Arbeiten gerichtet, wo das Einfließen von eigenen Ideen erwünscht war. Für den Fall, dass die Bearbeitung einer Aufgabenstellung nicht zum gewünschten Ziel geführt hat bzw. Klärungsbedarf bestand, wurde ich durch meinen Betreuer in die richtige Richtung gelenkt, um das Problem erfolgreich zu lösen. In Anlehnung an die Betreuung erhielt ich ebenso ein regelmäßiges Feedback, wodurch ich mich fachlich und persönlich weiterentwickelt habe.  

    Besonders herausstellen möchte ich das tolle Arbeitsklima, u. a. bedingt durch die flachen Hierarchien und den Mix aus erfahrenen wissenschaftlichen Mitarbeitern und motivierten Studenten. Auch die flexiblen Arbeitszeiten und der Standpunkt des Fraunhofer IML, dass das Studium einer wissenschaftlichen Hilfskraft immer im Vordergrund steht, sind hervorzuheben. Denn hierdurch konnte ich die Arbeitszeit nach meinem Bestreben einteilen und mich folglich während der Prüfungsphasen voll und ganz auf meine Prüfungen konzentrieren. Darüber hinaus wurde mir ermöglicht, meine Bachelorarbeit und eine fachwissenschaftliche Projektarbeit zu forschungs- und praxisrelevanten Themen zu schreiben. Diese Arbeiten wurden ausgezeichnet betreut.