Innovative Technologien wie das automatisierte Fahren und Augmented Reality beeinflussen in zunehmendem Maß die Logistik und ermöglichen neue Formen intelligenter Transportketten. Einer individuellen Nutzung in der Praxis, geht eine Ermittlung von Potentialen samt passender Umsetzungsstrategien voraus.

Innovative Transport-Technologien

Automatisiertes Fahren in logistischen Anwendungsfällen

Die Logistikwirtschaft hat die rasche und effiziente Anwendung innovativer Technologien schon oft unter Beweis gestellt. Fahrerlose Fahrzeuge im Straßenverkehr sind der nächste Schritt, der den Güterverkehr revolutionieren wird. Das Fraunhofer IML entlastet Logistikunternehmen während des notwendigen Technologietransfers durch Hilfestellung bei der Evaluierung verkehrslogistischer Prozesse, der Prüfung der technischen Machbarkeit und bei der Moderation der Implementierung im jeweiligen Betrieb. Der Transfer von konventionellen zu automatisierten Fahrzeugen verschiedener Automatisierungsstufen (Level 1 bis 5) erfolgt bestmöglich unter Beachtung von Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Migrationsstrategien für die eigene Fahrzeugflotte. Durch die Schaffung neuer Organisationsstrukturen können außerbetriebliche und innerbetriebliche Prozesse näher zusammenrücken und durch gemeinsame Schnittstellen eng zusammenarbeiten. Durch den hohen Nutzungsgrad von Fahrzeugen amortisieren sich Investitionskosten rasch.

Augmented Reality-Anwendung

Augmented Reality-Anwendungen sind für die Transport- und Umschlaglogistik von wachsendem Interesse. Derzeit sind viele AR-Lösungen für die Intralogistik und somit Umgebungen mit gleichbleibenden Bedingungen auf dem Markt zu finden. Jedoch ist der Einsatz von AR auf Außengeländen und mit unbeständigen Umweltbedingungen zunehmend interessant. Bei der Identifikation einer passenden AR-Lösung, beispielsweise in Form von Datenbrillen und Tablets, und deren Einführung berät das Fraunhofer IML Logistikdienstleister. Es bedarf im ersten Schritt einer Beschreibung des Verbesserungsprozesses, gefolgt von der Auswahl der am besten geeigneten Technik, Anlernen der Mitarbeiter sowie letztendlich der Integration in den Produktivbetrieb. Unternehmen können durch die Etablierung von Augmented Reality in verschiedenen Bereichen profitieren. Beispiele sind die Schnittstellenkontrolle in KV-Terminals, Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben an Anlagen, die Unterstützung bei der Ladeeinheitenpositionierung und die Unterstützung bei Verladungen. Dem Mitarbeiter werden durch AR relevante Informationen und Bedienungsschritte angezeigt. Das Konzept ist insbesondere für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter interessant, weil dadurch Arbeitsprozesse visuell und leicht verständlich dargestellt werden können.

Digitale Transformation

Die zunehmende Digitalisierung der Logistik hält mehr und mehr im außerbetrieblichen Transport Einzug. Handhelds und unternehmensspezifische Applikationen auf Smartphones sind bereits fester Bestandteil des Alltags. In der Forschungsumgebung des Fraunhofer IML werden weitere Technologien erprobt und für den industriellen Anwendungsfall weiterentwickelt, die zukünftig Prozesse zunehmend digital unterstützen oder diese vollständig digitalisiert umsetzen sollen. So lassen sich Logistikprozesse durch Smart Contracts, Internet of Things (IoT) und die Social Networked Industry verschlanken und effizient gestalten. Die fortschreitende Digitalisierung schafft weitere erhebliche Optimierungspotenziale.

Automatisierungskonzepte für Urbane Räume und Werksgelände

Automatisierte Fahrzeuge werden zukünftig eine wichtige Rolle im Güterverkehr einnehmen. Sowohl für den Fernverkehr als auch für Innenstädte liegen innovative Konzepte vor. Bezüglich Letzteren stellt die Belieferung und Versorgung ein stark wachsendes Geschäftsfeld für Logistikdienstleister dar. Vernetzte Fahrzeuge besitzen das Potential, die Warenzustellung dynamischer zu gestalten und den Servicegrad für die Kunden zu erhöhen, wie bspw. autonome Lieferroboter.

Die Automatisierung von Werksgeländen schlägt hier eine wichtige Brücke, da sie häufig Start- und Zielpunkt für Güterverkehre sind. Um ihre Rolle erfüllen zu können, werden gezielt Automatisierungskonzepte erforscht. Die Konzepte erarbeiten die Voraussetzungen für eine kurz- und mittelfristige Umgestaltung der Werksgelände von Logistikdienstleistern, Handel oder produzierenden Unternehmen, so dass hochautomatisierte Fahrzeuge dort eingesetzt werden können. Die damit verbundenen Potentiale und Herausforderungen sind genauso Teil der Automatisierungskonzepte wie die Überlegung nach Möglichkeiten der erfolgreichen Einbindung in ein gesamtlogistisches System. Die logistischen Prozesse der Werksgelände und die potentielle Reduktion von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz von autonomen Fahrzeugen vereinen das Ziel der Erstellung von Konzepten mit multimodalem und umweltorientiertem Fokus. 

Mensch-Technik-Interaktion

Durch die Mensch-Maschine-Interaktion werden Menschen und Netzwerke miteinander verbunden und Prozesse gestaltet. Der persönliche Kundenkontakt wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen. Die Mitarbeiter sollen daher früh in die Neugestaltung eingebunden werden, damit sie bei der Planung digitaler Prozesse mitreden können. Das Fraunhofer IML arbeitet an der Entwicklung und Validierung von geeigneten Technikkomponenten für eine zuverlässige Mensch-Technik-Kollaboration. Hierzu gehören Wearables und individuell angepasste Informationen, die den Mitarbeiter in seiner Arbeit unterstützen. Dabei ist abzuwägen, wie sich die Eigenschaften des Arbeitsplatzes des Mitarbeiters, beispielsweise eines Kraftfahrers, durch den Einsatz von Smart Devices verändern. 

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