Carbon Footprint Analyse für Logistikimmobilien zur Ermittlung von energetischen Optimierungspotenzialen

Logistikimmobilien sind wesentliche Bestandteile logistischer Dienstleistungen. Dennoch werden Carbon Footprint Analysen zur Ermittlung von energetischen Optimierungspotenzialen bislang vorrangig für Transporte durchgeführt. Grund ist, dass ein Bewertungsstandard für Logistikimmobilien bislang nicht verfügbar war. Diese methodische Lücke wurde durch die Abteilung Umwelt und Ressourcenlogistik im Forschungsprojekt Green Logistics geschlossen. Im Ergebnis liegt eine praxisnahe Methode vor, die bereits in verschiedenen Unternehmen erfolgreich eingesetzt wurde.

Beispielsweise setzte das Fraunhofer IML die Methode beim Logistikdienstleister Koch International am Standort Osnabrück ein. Das Unternehmen profitiert von einer umfassenden Bewertungs- und Kennzahlenbasis, die es ermöglicht, weitere Potenziale der Effizienzsteigerung und Emissionsminderung zu ermitteln. Gemäß internationalen Standards werden alle relevanten Betriebsmittel (z. B. Strom-, Gas- und Dieselverbrauch sowie Verpackungsmaterialien) der logistischen Leistungserstellung erfasst und in Treibhausgaskennzahlen überführt. Außerdem konnte eine Aufteilung auf die Funktionsbereiche Umschlag, Lagerung, Kommissionierung und Verwaltung/ IT vorgenommen werden, um mittels aussagekräftiger Kennzahlen (z. B. Emissionen je Palette) einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess am Standort zu initiieren. Ebenso ermöglichen diese Kennzahlen eine Zuordnung der am Standort erzeugten CO2e-Emissionen zu den Kunden.

Darüber hinaus wurde die Methodik u. a. bei Dr. Oetker und DB Schenker angewendet.