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Studie zur Potentialermittlung von elektrischen Fahrerlosen Transportsystemen für den Transport auf dem Vorfeld

Das rasante Wachstum des Passagier- und Güterverkehrs sowie der zunehmende Fachkräftemangel verlangen nach neuen Lösungen zur Unterstützung der bereits überlasteten Infrastrukturen auf dem Flughafenvorfeld. 

Die vorliegende Studie hat das Ziel, einen Blick in die Zukunft von fahrerlosen Transportsystemen und deren Potenzial für Service- und Transportaufgaben auf dem Flughafenvorfeld zu geben, sie richtet sich gleichermaßen an die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. 

Um die Besonderheiten des Flughafenvorfelds darzustellen, werden zunächst die Abfertigungsprozesse, in Transport- und Serviceprozesse unterteilt und beschrieben. 

Im Hauptteil der Studie wird der Verkehr auf dem Vorfeld nach seinem Potenzial hin analysiert. Die Analyse wird sowohl auf der Basis von quantitativen Daten bezüglich Passagier- und Frachtaufkommen, als auch mithilfe der qualitativen Aussagen der Experten aus dem Forschungskonsortium und weiteren Stakeholdern durchgeführt. Die Anforderungen werden in Form eines Lastenheftes formuliert, die für den initialen Einsatz von FTS auf dem Vorfeld erfüllt werden sollten.

Mittels Fit-Gap-Analyse werden aus dem Lastenheft die Anforderungen abgeleitet, die ausgehend vom derzeitigen Stand der Technik noch nicht ausreichend erfüllt sind. Sie dienen als Indikatoren für einen weiteren Forschungs- und Handlungsbedarf als Empfehlungen an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Zukunftsbild Logistik und Mobilität in Hessen 2035

© Fraunhofer IML und HOLM GmbH

Die Mehrheit der in der Studie befragten Experten prognostiziert, dass die zukünftig angestiegene Mobilitätsnachfrage im Jahr 2035 weder vom Straßen- noch vom Bahnverkehr angemessen bedient werden kann. Fortschreitende Urbanisierung und wachsende Bevölkerung in Regionen rund um die großen Kernstädte führen jedoch zu einer Zunahme des Stadt-Umland-Verkehrs. Die Nachfrage der Bürger nach einer komfortablen, flexiblen und sicheren Mobilität steigt, nicht nur in den Städten, auch in den ländlichen Regionen. Nachhaltige und innovative Konzepte für Personen- und Gütermobilität sind zentrale Hebel, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren. Dadurch können Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit in Ballungsräumen gesteigert werden. Nicht nur der ÖPNV kommt an seine Grenzen. In Zukunft werden auch die hessischen Straßen ihre Kapazitätsgrenze überschritten haben. Der Einsatz intelligenter Verkehrssteuerung soll die negativen Effekte des Verkehrs reduzieren. Verkehrseffizienz und Verkehrssicherheit müssen gesteigert, bestehende Verkehrskonzepte optimiert werden. Technologische Innovationen, beispielsweise autonomes Fahren, können das System revolutionieren. Bereits 44 Prozent der befragten Bürger können sich derzeit vorstellen, im Jahr 2035 fahrerlose Autos zu nutzen.

Diese und viele andere Ergebnisse ergaben sich aus der Studie Zukunftsbild „Logistik und Mobilität in Hessen 2035“. Diese skizziert eine Vielzahl von Themen in sieben Handlungsfeldern der Logistik und Mobilität. Das Fraunhofer IML und das House of Logistics and Mobility (HOLM) haben Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Hessen in Form von Online-Befragungen, Workshops und Interviews befragt. Neben der Vorstellung von vielversprechenden, weltweiten Lösungsansätzen, werden 102 Handlungsempfehlungen für die Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik gegeben.

Die Studie wurde im September 2016 veröffentlicht.  

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