Europäisches Blockchain-Institut

Blockchain Masterclass soll Blockchain-Start-ups fördern

26. November 2020

Die neu ins Leben gerufene Blockchain Masterclass fördert Start-ups, deren Geschäftsmodelle auf der Blockchain-Technologie basieren. Die Unternehmen können sich untereinander und mit Projektpartnern wie dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML vernetzen. Vier Start-ups sind in der ersten Runde dabei – am 26. November 2020 fiel mit einem virtuellen Auftakt-Event mit allen vier Start-ups der Startschuss.

Blockchain Europe
© Fraunhofer IML

Nach dem Vorbild des etablierten Formats AI Masterclass haben sich das Fraunhofer IML, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, das Blockchain-Reallabor im Rheinischen Revier, das Institut für Internet-Sicherheit (IFIS), die digitale Wirtschaft NRW (DWNRW) und der ruhrHUB zusammengeschlossen und die Blockchain Masterclass ins Leben gerufen. Das Format soll Start-ups unterstützen, deren Geschäftsmodelle auf der Blockchain-Technologie basieren. Durch den Aufbau eines Blockchain-Clusters arbeiten die Teilnehmer zusammen und können gegenseitig Erfahrungen, Probleme und Lösungen austauschen. Die Vernetzung zu den Projektpartnern, weiteren DWNRW-Hubs in Nordrhein-Westfalen und interessierten Unternehmen in der Region soll darüber hinaus Pilotprojekte und Kooperationen ermöglichen.

Auch das Europäische Blockchain-Institut am Fraunhofer IML in Dortmund soll die Start-ups mit seiner Expertise unterstützen: Dort erforschen Wissenschaftler, wie sich die Technologie zukünftig in der Logistik einsetzen lässt. Ende Oktober präsentierten sie mit dem »Blockchain Device« bereits die erste Innovation, die direkt auf die Arbeit des Instituts zurückgeht. Mit dem Device lassen sich temperaturempfindliche Waren wie Lebensmittel, Medikamente oder Impfstoffe entlang weltweiter Lieferketten überwachen.

»Die Blockchain-Technologie bietet ein riesiges Potenzial. Um zu erkennen, wo ihr Einsatz in Zukunft sinnvoll ist, möchten wir konkrete Anwendungsfälle fördern. Wir freuen uns deshalb, Start-ups bei ihrer Entwicklung und Vernetzung zu unterstützen, um die Technologie in NRW, Deutschland und Europa entscheidend voranzubringen«, erklärt Prof. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML.

In der ersten Runde der Blockchain Masterclass sind vier Start-ups dabei: Das Unternehmen Trustcerts aus Gelsenkirchen bietet die Möglichkeit, Prozesse und digitale Originale gegen Fälschung und schädliche Veränderung abzusichern, um das Vertrauen der Stakeholder zu stärken. Das Start-up Tickethash aus Lünen kümmert sich mit seiner Plattform um die Digitalisierung von Events jeglicher Art und Größe und bietet dort unter anderem Lösungen für Smart Ticketing, Smart Voting und Fan Engagement an. Das Kölner Start-up Senseering gestaltet die maschinelle Datenwirtschaft, in der industrielle Daten, digitale Zwillinge und datenbasierte Services wie Rohstoffe und Güter verwertet und wertschöpfend verwendet werden können. Das vierte Start-up, das es in die Blockchain Masterclass geschafft hat, ist Spherity. Das junge Dortmunder Unternehmen bietet digitale Identitäts-Cloud-Lösungen für Unternehmen, Maschinen, Algorithmen und Daten, um die Interaktion in der digitalen Wirtschaft zu sichern. Digitale Geschäftsprozesse werden durch die Zuweisung eindeutiger Identitäten abgesichert.

Die Blockchain Masterclass wird in einer zweiten Runde weitere Teilnehmer aufnehmen. Interessierte Start-ups, die sich mit dem Thema Blockchain befassen, können sich über ein Online-Formular unter https://blockchain-masterclass.de/anmeldung/ bewerben.

Weitere Informationen unter: www.blockchain-masterclass.de