LogiMAT 2018: Fraunhofer IML und Deutsche Telekom leiten mit IoT Service Button Zeitenwende ein

Das Internet der Dinge ist nur einen Knopfdruck entfernt

Pressemitteilung / 13.3.2018

Ob im Labor, auf der Baustelle, in der Kfz-Werkstatt oder im Krankenhaus: Mit dem neuen »IoT Service Button«, den das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die Deutsche Telekom im Rahmen des gemeinsamen »Telekom Open IoT Labs« am Fraunhofer IML entwickelt haben, lassen sich Vorgänge spielend einfach automatisch auslösen. Damit wird jeder beliebige Gegenstand in Windeseile zum Teil des Internet der Dinge – vom Labor-Kühlschrank bis zum Baustellen-Container. Ein Knopfdruck genügt.

Um im Labor die Abholung von chemischen Abfällen zu veranlassen, muss künftig niemand mehr die sterile Laborumgebung verlassen. Um auf der Baustelle die Abholung von gefüllten Containern zu beauftragen, genügt schon bald ein einziger Knopfdruck – und das Entsorgungsunternehmen kann sofort einen Lkw losschicken. Nur zwei von unzähligen Szenarien. Mit dem »IoT Service Button« wird das Internet der Dinge dank der neuen Funktechnologie »NarrowBand IoT« Wirklichkeit.

»Dank NarrowBand IoT wird es möglich, kostengünstig und zuverlässig Millionen von Gegenständen und Vorgängen in das Internet der Dinge einzubinden, von der einfachen Nachbestellung eines Verbrauchsartikels bis zu digitalisierten Prozessketten«, betont Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

»Unternehmen möchten schnell, einfach und sicher ihre Maschinen, Anlagen und Dinge mit dem Internet der Dinge vernetzen – gewissermaßen auf Knopfdruck. Der IoT Service Button ist ein gutes Beispiel, wie praxisfähige IoT-Lösungen den digitalen Wandel in fast allen Branchen vereinfachen und zugleich beschleunigen können. Mit dem ›digitalen Knopfdruck‹ lassen sich Bestell- und Logistikabläufe von Produktionshallen, Werkstätten oder anderen Betrieben optimieren. Würth Industrie Service beispielsweise setzt den Button erfolgreich ein zur schnellen Nachbestellung von Schrauben, Muttern und Scheiben«, sagt Anette Bronder, Chefin des Digital- und Sicherheitsgeschäfts der Deutschen Telekom.

Mit der drahtlosen, batteriebetriebenen Lösung ist die Datenübertragung der kleinen Allzweckwaffe komplett unabhängig von vorhandenen Netzinfrastrukturen. Die neue Funktechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) bietet darüber hinaus zahlreiche Vorteile: Der geringe Stromverbrauch ermöglicht extrem lange Batterielaufzeiten für viele tausend Klicks. Außerdem sorgt die tiefe Gebäudedurchdringung für eine zuverlässige Datenübertragung auch aus Fabrikhallen oder Kellern. Ein energiesparendes Display gibt zudem direkt Feedback über den Erfolg des Knopfdrucks. Auch in bestehende IT-Systeme von Kunden lässt sich der »IoT Service Button« problemlos einbinden. Das ermöglicht eine automatisierte Übernahme und Weiterverarbeitung von Daten – mit dem Ergebnis komplett digitalisierter Prozessketten.

So wurde beispielsweise gemeinsam mit Würth Industrie Service der Prototyp eines IoT Service Buttons für den Bereich C-Teile-Management entwickelt. So optimiert der Service Button beispielsweise den Nachbestellprozess von sogenannten »C-Teilen« wie Schrauben, Muttern und Scheiben.

Das Fraunhofer IML präsentiert den »IoT Service Button« auf der LogiMAT 2018 in Halle 1, Stand K61.

 

Weitere Informationen zum »Telekom Open IoT Lab«: https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/telekom-open-iot-labs-509098