Mobilitätsstudie »Geräuscharme Logistik«

Messgerät misst die Lautstärke eines LKWs und zeigt diese visuell anhand von Farben an.
© Fraunhofer IML

In dem Projekt »Mobilitätsstudie ›Geräuscharme Logistik‹ – Systematisierung empfohlener Berechnungsverfahren für die schalltechnische Prognose von geräuscharmen Nutzfahrzeugen und Umschlagsequipment« werden durch die Projektpartner Peutz Consult, BBG und Partner und das Fraunhofer IML Lärmemissionen von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben schalltechnisch aufgenommen und analysiert. Ziel hierbei ist es, Unternehmen und Behörden belastbares Wissen über die tatsächlichen Geräuschemissionen von bspw. batterieelektrisch- oder gasangetriebenen Nutzfahrzeugen zur Verfügung zu stellen.

Die Möglichkeiten einer Verlagerung von Verteilverkehren in die Tagesrand- und Nachtzeiten ist ein Ansatz, den das Fraunhofer IML seit vielen Jahren erforscht. So sollen Güterverkehre vom Tag in weniger verkehrsbelastete Zeiten verlagert werden. Jedoch fehlten den zuständigen Behörden in den Kommunen bisher verlässliche Werte zu Schallemissionen von Nutzfahrzeugen, um die Konzepte der geräuscharmen Logistik zu bewerten und letztendlich auch zu genehmigen.

Um die Genehmigungsbehörden auf kommunaler Seite in die Lage zu versetzen die verminderten Geräuschemissionen der Fahrzeuge und des Equipments richtig zu beurteilen, erstellt das Fraunhofer IML aktuell das Handbuch »Geräuscharme Logistik«. Das Handbuch stellt eine Hilfestellung für die Ermittlung und Bewertung von Lärmemissionen geräuscharmer Logistik dar. Es enthält Empfehlungen zur Berechnung der Schallemissionen von alternativ angetriebenen Nutzfahrzeugen sowie Messergebnisse logistischer Musterfälle. Es bildet somit die benötigte Bewertungsgrundlage für die Genehmigungsbehörden im Rahmen der TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm). Geräuscharme Logistik kann somit besser beurteilt, die Reduktion der Schallemissionen durch alternativ angetriebene Nutzfahrzeuge und geräuscharmem Logistikequipment bei Genehmigungsverfahren besser berücksichtigt werden.

Hierdurch sollen Genehmigungsverfahren innerhalb der Kommunen bspw. bei der Ansiedlung von Supermärkten vereinfacht und Unternehmen eine Verlagerung von Güterverkehren in Tagesrandzeiten und die Nacht ermöglicht werden.

Hierzu wurden Nutzfahrzeuge verschiedener Gewichtsklassen mit alternativen Antrieben (batterieelektrisch, Gas, Wasserstoff) bewertet, die weniger Luftschadstoffe ausstoßen und leiser sind als konventionelle Dieselfahrzeuge. Die Projektpartner haben hierzu schalltechnische Untersuchungen durchgeführt, die detaillierte Rückschlüsse auf eine Lärmreduzierung zulassen und diese Ergebnisse im Handbuch »Geräuscharme Logistik« zusammengefasst, welches im September 2024 veröffentlicht wird. Zudem wurde ein Vorgehen beschrieben, wie Geräuschemissionen bei Liefervorgängen gemessen werden sollen.

Das Vorhaben wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und hat eine Laufzeit von September 2021 bis Dezember 2024.

Anmeldung

 

Düsseldorf

»Geht's nicht ein bisschen leiser?«

25. September 2024 | 9:30 - 15:00

Emilie-Preyer-Platz 1 | 40479 Düsseldorf

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