SORISMA – Soziotechnisches Risikomanagement bei der Einführung von Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist die Vision, der Weg dahin ist jedoch häufig kompliziert und schwer zu überblicken. Das Forschungsprojekt SORISMA – „Soziotechnisches Risikomanagement bei der Einführung von Industrie 4.0“ systematisiert die Zusammenhänge der Faktoren Technik, Organisation und Mensch im Rahmen von Industrie 4.0.

Die Einführung von Industrie 4.0-Lösungen verschafft Unternehmen viele Vorteile und ist wichtiger Erfolgsfaktor für ihre Wirtschaftlichkeit. Die Umsetzung ist allerdings ein umfangreicher, kontinuierlicher Prozess, der nicht nur Auswirkungen auf technische Aspekte hat, sondern auch die Organisation und den Menschen unmittelbar betrifft. Daher lassen sich die Risiken, die mit der Einführung von Industrie 4.0-Lösungen verbunden sind, nur schwer abschätzen. Aus diesem Grund untersucht das Projekt SORISMA, wie ein ganzheitliches, soziotechnisches Risikomanagement im Rahmen Industrie 4.0 gelingen kann. Dabei sollen Unternehmen befähigt werden, Risiken bei der zukünftigen Einführung von Industrie 4.0 zu minimieren.

Dieses Vorhaben wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 2,7 Mio. Euro gefördert.

Zielsetzung und Projektaufbau

Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Maßnahmen und Methoden zu entwickeln, die Unternehmen befähigen, frühzeitig soziotechnische Risiken zu identifizieren und Industrie 4.0-Lösungen entsprechend risikooptimiert einzuführen. Dazu ist das Verbundprojekt in fünf Querschnittsprojekte gegliedert: Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoüberwachung und Werkzeugunterstützung.

Zur Erarbeitung und Erprobung der Projektergebnisse sind vier Anwenderunternehmen involviert, die in einem unternehmensübergreifenden Industriekreis Use Cases und mögliche Risiken erarbeiten und damit die Praxisrelevanz der Forschungsinhalte sicherstellen. Im Rahmen von Pilotprojekten werden anschließend ausgewählte Use Cases in den Unternehmen umgesetzt, um die Forschungsergebnisse zu validieren. Dabei werden die Unternehmen bei einer risikooptimierten Einführung von Industrie 4.0 unterstützt. Durch die Integration von Gewerkschaften sowie Transfernetzwerken mit direktem Zugang zu einer Vielzahl von KMU in NRW findet eine kontinuierliche Verbreitung der Ergebnisse statt.

 

Geförderte Partner

Insgesamt beteiligen sich am Projekt drei Forschungseinrichtungen, die gemeinsam mit zwei Befähigerunternehmen Methoden erarbeiten, mithilfe derer Unternehmen soziotechnische Risiken im Kontext von Industrie 4.0 frühzeitig erkennen und bewerten können. Diese Methoden werden bei vier unterschiedlichen Anwenderunternehmen in der Praxis erprobt und bewertet.

 

Forschungspartner:

  • Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML
  • Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik
  • Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn

Befähigerunternehmen:

  • Unity AG
  • myview systems GmbH

Anwenderunternehmen:

  • BEULCO GmbH & Co. KG
  • MIT Moderne IndustrieTechnik GmbH & Co.KG
  • westaflex GmbH
  • thyssenkrupp Industrial Solutions AG

Dieses Projekt wird gefördert durch: