Aktuelles

Vortrag zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Logistik

Am 14. März präsentierte unsere Abteilung das Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Rahmen des vom Fraunhofer Center Textillogistik (CTL) initiierten Textillogistik-Forums. Der Impulsvortrag bot eine allgemeine Einführung in den Forschungsbereich KI und ging besonders auf Anwendungsfälle in der Logistik ein. Der Fokus lag hierbei vor allem drauf, wie Logistikprojekte mithilfe von KI-Technologien ihr volles Potenzial entfalten können.

Im Besonderen beleuchteten unsere Mitarbeiter die Rolle der Daten, die zum Trainieren einer Künstlichen Intelligenz notwendig sind. Die spezifische Beschaffenheit der benötigten Daten stellt häufig eine Herausforderung für Unternehmen dar, da die Art und Qualität der Daten oftmals entscheidend für die Ergebnisse der eingesetzten KI-Verfahren ist.

Angesprochen wurde vor allem die Nutzung von Bild- und Videodaten, um Beladungen und Beschädigungen zu erkennen. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildet die Mensch-Maschine-Kommunikation mithilfe von maschinellen Lernverfahren und Sprachtechnologien. Ferner wurden Anwendungsbereiche im Rahmen autonomer Systeme und spezielle Anforderungen im Betrieb thematisiert. Im Anschluss an den Vortrag fand eine Besichtigung des Anwendungszentrums statt.

Das Publikum bekam von dem Vortrag sowohl eine prägnante Einführung in den Themenbereich als auch eine anwendungsbezogene Sichtweise geboten. In diesem Zusammenhang wurde konkret zusammengefasst, welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Textillogistik notwendig sind, sowie welche kundenseitigen Erwartungen realistisch sind.

 

 

Vortrag: Die Arbeit von morgen in der Logistik

Am 13. März fand bei der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve der Workshop zum Thema „IT-Sicherheit und Industrie 4.0. Kompetenzen für Mitarbeiter in einer neuen Arbeitswelt“ statt. Unser Mitarbeiter Timo Erler referierte an diesem Tag über das Thema „Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft in der Logistik aus?.
 
Der Vortrag bot einen Einblick in die Vielfältigen Prozesse und Anforderungen, die mit dem Wandel von Arbeit einhergehen. Welche Arbeitsbereiche sind überhaupt betroffen? Gibt es Prognosen für die Zukunft? Viele Unternehmen müssen sich mit widersprüchlichen Prognosen über die Zukunft der Arbeit auseinandersetzen. Dabei spielt der mögliche Stellenabbau aufgrund von Digitalisierung eine große Rolle, aber auch die gleichzeitige Schaffung neuer Arbeitsplätze. Daneben müssen neue und immer wichtiger werdende Arbeitsmodelle mitgedacht werden, wie flexiblere Arbeitszeiten oder bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Hierbei entstehen nicht nur für die Unternehmen neue Herausforderungen, sondern auch für die Politik. Themen wie Standortförderung oder Strukturausgleich seien hier genannt und die notwendige Förderung geringqualifizierter Arbeit.

Die Bedeutung sozialer Netzwerke, Smart Devices und Assistenzsysteme wurde ebenfalls im Vortrag genauer betrachtet. Wie lassen sich beispielweise Mensch und Technik im digitalen Netz vereinen und wie ist eine gute Organisation möglich? Hier setzt das Innovationslabor des Fraunhofer Instituts und der Technischen Universität Dortmund an. Das für 36 Monate angesetzte Projekt, dass vom BMBF geförderte wird, beschäftigt sich mit der Entwicklung Hybrider Dienstleistungen unter anderem in den Anwendungsfeldern Handel, Produktionslogistik oder Verkehr. All diese Bereiche werden in einem Anwendungszentrum gebündelt. Hierbei werden Mitarbeiter*innen in digitale Prozesse integriert und die Vernetzung der Akteure gesteigert. Schwerpunkt bei all diesen Abläufen ist die Fokussierung auf das jeweilige Unternehmen und dort anzusetzen, wo diese technologisch stehen.

Nähere Informationen bekommen Sie unter www.innovationslabor-logistik.de .

PUZZLE auf der LogiMAT 2019

Unsere Mitarbeiter Christian Olms und Max Magorsch stellten auf der diesjährigen LogiMAT in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Verpackungs- und Handelslogistik ein neues Exponat vor. Kernpunkt war hierbei ein Demonstrator, welcher einen kompletten Workflow darstellte - von der Dateneingabe über die Planung der Ladung durch PUZZLE® bis hin zum Packen der Versandkartons mithilfe des digitalen Verpackungsassistenten „PAsst“ des Fraunhofer IML. Dabei wurde den Nutzern interaktiv – mittels Datenbrille oder LED Anzeige - dargestellt, wie Packstücke optimal in dem durch PUZZLE® ermittelten Versandkarton platziert werden sollen.

Neuartig war hierbei eine Erweiterung der etablierten Palettenoptimierungs-Software PUZZLE®.PUZZLE® erlaubt die Berechnung der optimalen Anordnung von Packstücken und die Auswahl eines passenden Ladehilfsmittels, wodurch die benötigten Transportkapazitäten exakt bestimmt und somit Transportkosten gesenkt werden können. Durch die Erweiterung kann nun auch die optimale Kombination der Verpackungseinheiten aus den gegebenen Möglichkeiten ermittelt werden. Zudem wurde PUZZLE® um eine neue Web-Service-Schnittstelle für die einfache Integration in beliebige andere IT-Systeme erweitert.

Besonders erfreulich war das starke Interesse eines gut informierten Fachpublikums. Besuchern unseres Messe-Exponats war PUZZLE® oftmals bereits bekannt, wodurch viel detailliertere Gespräche geführt werden konnten. Wir bedanken uns herzlich für das entgegengebrachte Interesse und freuen uns auf weitere anregende Gespräche!

Ansprechpartner bin gerne ich GW
Abteilung Software und Information Engineering

PUZZLE® ist eine Marke der Fraunhofer Gesellschaft 

Beginn des Projekts PlatonaM

In diesem Jahr startete das Forschungsprojekt PlatonaM - Plattform-Ökosystem für innovatives Instandhaltungsmanagement durch Predictive Maintenance. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Förderlinie "Smarte Datenwirtschaft" gefördert und soll bis Ende 2021 laufen. Arkadius Schier, Mitarbeiter der Abteilung Software & Information Engineering, dient als einer der Ansprechpartner für das IML.

"Predictive Maintenance" bezeichnet die Optimierung von Instandhaltungsprozessen in der Industrie 4.0 und stellt heutzutage den Gold-Standard des Instandhaltungsmanagements dar. Durch die Erfassung von Maschinendaten kann frühzeitig  eingegriffen werden, um die Maschinen bedarfsgerecht zu warten und Ausfallzeiten zu minimieren. Hierfür sind intelligente Analyseverfahren notwendig, die eine dezidierte Risikoeinschätzung erlauben. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang eine sichere und rechtskonforme Datennutzung. Auch die steigende Komplexität von Hersteller-Kunden-Beziehungen spielt eine wichtige Rolle, sodass einheitliche Schnittstellen und ein angemessenes Ökosystem notwendig sind.

PlatonaM hat die sichere und rechtskonforme Nutzbarmachung von Maschinendaten zum Ziel, welche auf Basis eines innovativen Plattform-Ökosystems erfolgen soll. Auf diese Art und Weise werden die Datenschnittstellen reduziert, bisher verborgene Zusammenhänge aufgedeckt und die Prognose und Priorisierung von Instandhaltungsmaßnahmen verbessert.

Projektpartner aus der Wirtschaft sind zwei Softwareunternehmen sowie ein mittelständisches Unternehmen des Sondermaschinenbaus. Mit Forschungskompetenz stehen das Fraunhofer IML sowie die Universität Hohenheim zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://platona-m.technology/.