Minerva adressiert strukturelle Engpässe in vielen Handwerken. Hohe Auslastung, sinkende Ausbildungszahlen, Fachkräftemangel sowie lange Anfahrtswege führen zu Wartezeiten und unversorgten Kleinaufträgen. Das Projektziel besteht darin, ausgewählte Dienstleistungen zu virtualisieren und räumlich sowie zeitlich zu flexibilisieren. Beratung, Problemanalyse, Auftragsplanung sowie Anleitung bei überschaubaren Tätigkeiten können ohne physische Präsenz der Fachkräfte erfolgen. Eine zentrale Serviceplattform verbindet Kunden, Handwerksbetriebe, KI-Chatbots sowie AR-Werkzeuge. Dadurch reduzieren Betriebe Fahrzeiten, nutzen knappe Fachkompetenz effizienter und steigern die Serviceverfügbarkeit.
Gleichzeitig eröffnet die Virtualisierung neue Dienstleistungen, Servicelevel sowie Geschäftsmodelle, die lokale Betriebe selbst betreiben. Das Konsortium setzt gezielt kostengünstige, niederschwellige Technologien wie Low-Cost-AR-Brillen und anpassbare Chatbots ein. Die Anwendungspartner decken Kundengruppen wie Wohnungsbaugesellschaften, Bauträger, Architekten sowie private Haushalte ab. Ein weiteres Ziel liegt in beschäftigungsförderlichen Arbeitskonzepten, etwa beim Einsatz älterer oder gesundheitlich eingeschränkter Fachkräfte in remote Beratungsrollen.