Digitalisierung im Handwerk

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen und stellt auch das Handwerk vor neue Herausforderungen und Chancen. In einer Zeit, in der Effizienz, Flexibilität und Kundenorientierung entscheidend für den Erfolg des Betriebes sind, bietet die digitale Transformation Handwerksbetrieben die Möglichkeit, ihre Prozesse zu optimieren, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und die gewerke- und akteursübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern.

Das Symbolbild zeigt einen Handwerker der sich über einen flach liegenden Monitor beugt.
© Jibber - adobe.stock.com

Digitalisierung im Handwerk: Ein Schritt in die Zukunft

Die Digitalisierung im Handwerk ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, um den Herausforderungen der modernen Wirtschaft und den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Viele Handwerksbetriebe stehen vor der Herausforderung, ihre Prozesse zu optimieren und gleichzeitig den steigenden Erwartungen der Kundschaft gerecht zu werden. Digitale Lösungen bieten die Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, die Kommunikation zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Durch den Einsatz von Software zur Auftragsabwicklung, digitale Kommunikationsmittel und modernen Planungstools können Handwerksbetriebe nicht nur ihre internen Abläufe optimieren, sondern auch die Kundenzufriedenheit erhöhen. Die Integration innovativer Technologien und Lösungen ist somit ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit im Handwerk.

Gemeinsam mit diversen Handwerksbetrieben haben wir in den vergangenen Jahren Forschungsprojekte zur Digitalisierung des Handwerks durchgeführt. Dabei wurde unter anderem eine digitale Serviceplattform entwickelt, der Einsatz von Chatbots und Augmented Reality auf das Handwerk angepasst und digitale Lösungen im laufenden Handwerksbetrieb erprobt.

Wir unterstützen bei der Digitalisierung der Prozesse in Ihrem Handwerksbetrieb. Unser Ansatz umfasst die ganzheitliche Betrachtung und Analyse von Prozessen, die Technologieberatung und -auswahl und die Entwicklung innovativer Lösungen, um Ihren Betrieb nachhaltig digital aufzustellen.

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Wir sind Spezialisten im Bereich Digitialisierung und helfen Ihnen dabei, Ihr individuelles Projekt zu realisieren.

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Ganzheitliche Unterstützung in der Digitalisierung des Handwerks

Die aufgeführten Leistungen basieren auf den umfangreichen Erfahrungen unserer Forschenden in Zusammenarbeit mit klein- und mittelständischen Unternehmen und wurden bereits in verschiedenen Gewerken eingesetzt, etwa bei Malerbetrieben und Raumgestaltern, im SHK-Bereich und im Elektrogewerk:

  • Unabhängiger und neutraler Digitalisierungs-Check für die Handwerksbetriebe
  • Individueller Innovations-Guide: Tech-Bewertung je Gewerk, Priorisierung, Business-Case, Roadmap inkl. Qualifizierungen und technischen Voraussetzungen
  • Einbeziehung von Handwerksorganisationen und -betrieben in Forschungsprojekte
  • Planung und Dimensionierung von digitalen Handwerkercampussen
  • Konzeptionierung von Einsatzmöglichkeiten von KI (speziell Chatbots)
  • Konzeptionierung des Einsatzes von Augmented Reality im Handwerk
  • Optimierung der Materialwirtschaft, z. B. durch den Einsatz effizienter Lagertechnik und Betriebsmittelverwaltung
  • Coaching & Enablement: Train-the-Trainer, Begleitung bei Auswahl, Pilotierung und Rollout

Digitalisierung im Handwerk: Chancen und Vorteile

Vereinfachung von Vorgängen

Die einzelnen Arbeitsschritte bei der Abwicklung eines Auftrags im Handwerk greifen oft nur unzureichend ineinander. Die Bürotätigkeiten und Dokumentationsprozesse basieren auf denselben Daten: von der Erfassung der Kunden- und Auftragsdaten am Telefon über die Erstellung eines Angebots bis hin zur Rechnungsstellung und Abrechnung für den Steuerberater. Analoge Vorgänge und verschiedene Softwarelösungen führen zu Doppelarbeit und Zeitverzögerungen. Eine digitale Auftragsabwicklung kann diese Prozesse sowie sämtliche Nachweis- und Dokumentationspflichten erheblich vereinfachen.

Bessere Abstimmung untereinander und mit anderen

Die Erwartungen der Kundschaft an Handwerksbetriebe verändern sich. Viele Kunden, insbesondere jüngere, bevorzugen die Kommunikation über Messenger und möchten jederzeit Informationen über den Stand ihrer Aufträge erhalten. Auch die Abstimmungsprozesse zwischen verschiedenen Gewerken auf Baustellen sind oft unzureichend, was zu Zeitverlusten führt. Durch digitalen Austausch von Informationen können unnötige Wege und Verzögerungen vermieden werden.

Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel

Die Digitalisierung kann einen Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel darstellen. Jüngere, technisch affine Fachkräfte zeigen oft große Begeisterung für digitalisierte Betriebe. Eine gute Marktposition kann nicht nur den betrieblichen Erfolg fördern, sondern auch die Attraktivität als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber steigern.

Verständnis fremder Arbeitsabläufe und Veränderung von Arbeitsprozessen

Digitalisierung fördert Transparenz und gegenseitiges Verständnis zwischen den Abteilungen. Im Projekt »Athene 4.0« wurde durch die digitale Abbildung von Prozessen die Arbeit der verschiedenen Gruppen sichtbar gemacht, was zu einer Optimierung der Arbeitsabläufe führte.


»Die Digitalisierung im Handwerk bietet nicht nur Chancen zur Effizienzsteigerung, sondern erfordert auch ein Umdenken in den Arbeitsabläufen, um die Potenziale voll auszuschöpfen. Wir unterstützen Betriebe beim Umdenken und der digitalen Transformation!«
Dipl.-Logistiker Michael Lücke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld Digitalisierung & Handwerk am Fraunhofer IML

Vier Herausforderungen für die Digitalisierung im Handwerk

Neue Abläufe und Anforderungen

Die Digitalisierung bietet Vorteile, kann jedoch die Abläufe im Betrieb stören, wenn nicht genügend Zeit für die Umstellung eingeplant wird. Veränderungen in den Arbeitsabläufen erfordern oft neue Kompetenzen, was zusätzliche Belastungen für die Mitarbeitenden mit sich bringen kann.

Vorbehalte

Neuerungen stoßen häufig auf Widerstände, da viele Mitarbeitende und Geschäftsführungen skeptisch sind und Bedenken hinsichtlich fehlender Ressourcen und passender Softwarelösungen äußern. Insbesondere weniger technikaffine Mitarbeitende sind oft zurückhaltend gegenüber neuen Technologien.

Abgleich der Sichtweisen in der Softwareentwicklung

In der Softwareentwicklung können unterschiedliche Sichtweisen und Vokabularien dazu führen, dass die Software nicht zu den betrieblichen Anforderungen passt. Regelmäßige Tests und Anpassungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende die benötigten Daten erhalten.

Schnittstellen der Software

Die Schnittstellenkompatibilität ist ein zentrales Problem, da Betriebe oft an bestehender Software festhalten möchten. Neue Lösungen müssen mit vorhandenen Programmen kompatibel sein, was organisatorische Herausforderungen mit sich bringt und bereits bei der Anschaffung berücksichtigt werden sollte.

Digitale Lösungen für die Digitalisierung im Handwerk

Innovative Technologien spielen bei der Digitalisierung des Handwerks eine entscheidende Rolle, indem sie traditionelle Arbeitsabläufe modernisieren und die Zusammenarbeit zwischen Handwerksbetrieben, Kundschaft und Lieferanten verbessern.

  • Cloud-Computing: Ermöglicht den Zugriff auf Daten und Anwendungen von überall und fördert die Zusammenarbeit.
  • Mobile Apps: Unterstützen Betriebe bei der Auftragsverwaltung, Kommunikation und Dokumentation vor Ort.
  • IoT (Internet of Things): Vernetzt Geräte und Maschinen, um Daten in Echtzeit zu sammeln und zu analysieren.
  • BIM (Building Information Modeling): Digitale Planung und Verwaltung von Bauprojekten, die eine bessere Zusammenarbeit ermöglicht.
  • Augmented Reality (AR): Unterstützt bei der Visualisierung von Projekten und der Schulung von Mitarbeitenden.
  • 3D-Druck: Ermöglicht die schnelle Herstellung von Prototypen und Bauteilen direkt vor Ort.
  • Künstliche Intelligenz (KI): Optimiert Prozesse durch Datenanalyse und Automatisierung von Routineaufgaben.
  • Chatbots: Kunden erwarten 24/7 schnelle Antworten, Anfragen müssen qualifiziert und Termine sofort vergeben werden – das kostet Zeit und Ressourcen. Individuelle Chatbots schaffen Abhilfe.
  • Digitale Plattformen: Verbinden Handwerksbetriebe mit Kundschaft und Lieferanten für eine effizientere Auftragsabwicklung.
  • E-Learning: Bietet Schulungen und Weiterbildungen für Mitarbeitende, um digitale Kompetenzen zu fördern.

Wir digitalisieren das Handwerk: Unsere Referenzen

Digitale Serviceplattform fürs Handwerk

Im Rahmen des Forschungsprojekts »Athene 4.0« wurde eine digitale Serviceplattform entwickelt, die die Auftragsabwicklung von der Auftragsannahme bis zur Rechnungsstellung unterstützt.

Mehr zu Athene 4.0

Laptop auf einem Schreibtisch. Die Person arbeitet an virtuiellen Elmenten. Das Bild symbolisiert die digitalisierung im Handwerk.
© Ticha - stock.adobe.com

Digitale Technologien fürs Handwerk

Ziel des Projekts »MINERVA« (Handwerk 4.0: digital und innovativ) ist es, die Entwicklung und den Einsatz maßgeschneiderter, innovativer, digitaler Technologien im Handwerk voranzutreiben, damit Handwerksunternehmen neuartige Handwerksleistungen anbieten können.

Mehr zu MINERVA

Handwerkerin in AR-Brille, Sicherheitshelm und Warnweste auf einer Baustelle – veranschaulicht das Minerva-Forschungsprojekt in dem es um Handwerk 4.0. geht.
© JT Studio - stock.adobe.com

Umweltwirtschaftliche Transformation durch das Handwerk

Im Projekt »GreenCraft« wird eine digitale, KI-gestützte Plattform entwickelt, die Handwerksbetriebe mit privaten und gewerblichen Nachfragern sowie Architekturbüros und Fördergebern vernetzt, um umweltwirtschaftliche Projekte effizient umzusetzen.

Mehr zu GreenCraft

Person in Sicherheitsweste vor Solarmodulen in einem Solarpark bei Sonnenuntergang; Handwerk, KI und Umweltwirtschaft stehen für die Energiewende im Bereich erneuerbarer Energien.
© Dollar - adobe.stock.de

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Digitalisierung im Handwerk verstehen: 3 Fragen und Antworten

  • Die Digitalisierung im Handwerk ist entscheidend, um die Effizienz und Qualität der Arbeitsprozesse zu steigern. Digitale Lösungen ermöglichen eine vereinfachte Auftragsabwicklung, verbessern die Kommunikation und steigern die Kundenzufriedenheit. 

    Insbesondere jüngere Kunden erwarten moderne, digitale Kommunikationswege. Zudem kann die Digitalisierung helfen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, da technisch affine Fachkräfte oft einen digitalen Arbeitsplatz bevorzugen.

  • Ein zögerlicher Umgang mit digitalen Technologien ist häufig in kleinen Handwerksbetrieben zu beobachten. Herausforderungen sind unter anderem die digitalen Kompetenzen, die Angst vor Überwachung und die Skepsis gegenüber neuen Technologien. 

    Zudem können unzureichende Ressourcen und der fehlende klare Nutzen digitaler Lösungen als Barrieren wirken. Es ist wichtig, dass digitale Lösungen praktikabel und vorteilhaft für den Betriebsalltag sind.

  • Um die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen, sollten Handwerksbetriebe gezielte Schulungsmaßnahmen für ihre Mitarbeitenden anbieten, um digitale Kompetenzen zu fördern. 

    Eine enge Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Wissenschaft und Softwareentwicklung ist ebenfalls entscheidend, um passgenaue Lösungen zu entwickeln. Zudem sollten die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und Kundschaft in den Mittelpunkt gestellt werden, um Akzeptanz und Engagement zu fördern.