Hafenlogistik

Augmented Reality für Binnen- und Seehäfen

Pressemitteilung / 29.10.2018

Die Digitalisierung der Arbeitswelt soll auch vor Binnen- und Seehäfen nicht Halt machen. Darum hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gemeinsam mit weiteren Partnern im Oktober 2018 das Projekt »InnoPortAR« gestartet. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Projekt soll in einem Praxistest ermitteln, welche Arbeitsabläufe sich in Binnen- und Seehäfen durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) unterstützen lassen.

InnoPortAR
© Fraunhofer IML

Projekt-Kickoff am 29. Oktober 2018: Mit Augmented Reality die Arbeitswelt von Binnen- und Seehäfen digitalisieren.

Die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt führt zu einer steigenden Belastung der Mitarbeiter – immer mehr Informationen stehen zur Verfügung und müssen verarbeitet werden. Gleichzeitig sind in anderen Arbeitsschritten mehr Informationen zur Unterstützung der Mitarbeiter und eine Optimierung der Prozesse wünschenswert.

Das Projekt »InnoPortAR – Innovative Einsatzfelder für Augmented Reality in Binnen- und Seehäfen« zielt darauf ab, Arbeitsabläufe in Häfen durch den Einsatz von AR zu unterstützen. Hierfür setzen die Forscher in vier Testumgebungen unterschiedliche Use Cases für den AR-Einsatz um und testen sie in der Praxis. Durch die Verwendung von AR erhalten Mitarbeiter im Sichtfeld zusätzliche Informationen über ihre Umwelt – das unterstützt sie bei der Durchführung ihrer Tätigkeiten. Hierdurch wird die Arbeit der Mitarbeiter im Gegensatz zur Automatisierung nicht obsolet, sondern durch eine Mensch-Technik-Interaktion unterstützt. Das Projekt läuft unter Koordination der Duisburger Hafen AG über drei Jahre. Das Projektvolumen beträgt annähernd 2,5 Millionen Euro; der Förderanteil des BMVI liegt bei rund 1,75 Millionen Euro. Neben dem Fraunhofer IML sind das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, die Materna AG Information & Communications sowie die Materna TMT GmbH weitere Projektpartner. Als assoziierte Partner beteiligen sich darüber hinaus Haeger & Schmidt, das CTD Dortmund sowie Eurogate am Projekt.

Konkret wollen die Forscher im Projekt überprüfen, wie der Einsatz von AR innerhalb der Binnen- und Seehäfen Mitarbeiter in ihren Prozessen, u. a. beim Containerumschlag in trimodalen Terminals, Wartung und Instandhaltung sowie in der Ladungssicherung unterstützen kann. Dabei wollen sie auch eine praxisorientierte Tracking- und Steuerungslösung für AR entwickeln, die über die aktuellen Marktangebote hinausgeht. Die Umsetzung der verschiedenen Use Cases soll zum einen die Breite der Anwendungsfelder aufzeigen und zum anderen durch die Unterstützung von AR Prozesse optimieren. Zudem lassen sich im Bereich der Wartung und Instandhaltung Ausfallzeiten reduzieren. Durch diese Lösungsansätze soll »InnoPortAR« dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit trimodaler Terminals in Binnen- und Seehäfen zu verbessern.