Transparenz in der Lieferkette

Digitale Technologien dienen als Enabler für Transparenz in Lieferketten. Sie ermöglichen nicht nur die Erfassung und Generierung relevanter Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sondern auch deren strukturierte Analyse.

Durch die Vernetzung verschiedener Akteure – von Rohstofflieferanten über Produzenten bis hin zu Logistikdienstleistern – schaffen sie die Grundlage für eine nahtlose Zusammenarbeit und die Automatisierung und Autonomisierung von Prozessen.

Smartphone liegt auf einer Holzoberfläche, umgeben von frischen Kräutern (Basilikum, Petersilie, Rosmarin) und roten Kirschtomaten; Display zeigt eine grüne App-Oberfläche; helle, natürliche Beleuchtung; Hintergrund leicht unscharf.
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Transparenz in der Lieferkette:
Verantwortung und Vertrauen stärken

Transparenz in Lieferketten bedeutet, dass Unternehmen umfassende Informationen über die Herkunft, Verarbeitung und den Transport von Rohstoffen und Produkten entlang der gesamten Lieferkette haben. Dies umfasst die Nachverfolgbarkeit von Materialien, die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards sowie die Offenlegung relevanter Daten.

Transparenz ist besonders wichtig, um Risiken wie Menschenrechtsverletzungen, Umweltverstöße oder intransparente Produktionsbedingungen zu identifizieren und zu minimieren. Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre Sorgfaltspflichten zu erfüllen und trägt zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) bei.

Digitale Technologien spielen eine zentrale Rolle bei der Förderung von Transparenz in Lieferketten. Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz (KI) ermöglichen die Vernetzung von Akteuren, die Rückverfolgbarkeit von Materialien und die Analyse von Bedrohungsmustern entlang der Lieferkette. Blockchain sorgt durch ihre manipulationssichere und dezentrale Struktur für Vertrauen und Datentransparenz, während KI die Datenlage verbessert und komplexe Analysen unterstützt.

Unsere Dienstleistungen

Wir sehen Technologien als Schlüssel für die Schaffung von Transparenz in der Lieferkette und unterstützen dabei, Lieferketten durch Herkunftsnachweise und lückenlose Nachweisführung transparent zu machen.

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Ganzheitliche Unterstützung bei der Gestaltung von transparenten Lieferketten

Unsere Leistungen umfassen sowohl fachliches als auch technisches Know-how zur Schaffung von mehr Transparenz in der Lieferkette mithilfe von digitalen Lösungen:

  • Analyse der bestehenden Lieferkette auf Transparenzlücken und Optimierungspotenziale
  • Entwicklung von Strategien zur Implementierung transparenter Lieferketten
  • Unterstützung bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
    • Unter anderem: Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) III, Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR)
  • Entwicklung von digitalen Lösungen, die eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in Wertschöpfungsnetzwerken ermöglichen
  • Entwicklung von kreislauforientierten Beschaffungs- und Lieferantenmanagementstrategien
  • Entwicklung von Konzepten zur Erfassung, Integration und Analyse von Lieferkettendaten
  • Aufbau von Datenplattformen für die Nachverfolgbarkeit von Rohstoffen und Produkten
  • Schulungen für Unternehmen zu Technologien und Methoden der Lieferkettentransparenz
  • Entwicklung und Implementierung von Blockchain-Technologien zur sicheren und transparenten Nachverfolgung von Produkten und Materialien
  • KI-gestützte Analyse von Lieferkettendaten zur Identifikation von Risiken, Optimierungspotenzialen und Prognosen

Wir nutzen unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten, um Technologien für mehr Lieferkettentransparenz nutzbar zu machen.

Digitale Technologien für mehr Transparenz in der Lieferkette

Die Digitalisierung ist ein zentraler Hebel zur Förderung von Transparenz in Lieferketten. Transparenz bis zum Ursprung (deep-tier) wird erst durch technologische Lösungen möglich. Dabei stehen vor allem die Erfassung und Sammlung von Daten, die Vernetzung von Akteuren sowie die Automatisierung und Autonomisierung von Prozessen im Fokus.

Distributed Ledger Technologie (DLT)

DLT, einschließlich Blockchain, bietet einen unveränderbaren und dezentralen Datenspeicher, der Transaktionen sicher dokumentiert. Dies ermöglicht eine transparente und nachvollziehbare Verfolgung von beispielsweise Lieferkettenprozessen, Nachweisen, Zertifikaten und Stammdaten.

Künstliche Intelligenz

KI kann große Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten analysieren, Muster und Trends erkennen sowie Handlungsempfehlungen ableiten. Sie unterstützt bei der Überwachung von Bedrohungsmustern, der Einhaltung von Sorgfaltspflichten und der Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Produkten.

Digitale Zwillinge

Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle Nachbildung eines physischen Objekts, Prozesses oder Systems in der Lieferkette. Er ermöglicht die Simulation, Überwachung und Optimierung von Abläufen in Echtzeit, wodurch Unternehmen potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und beheben können.

5G und andere Netzwerktechnologien

Diese Technologien bieten hohe Geschwindigkeit, Bandbreite und geringe Latenz, was eine schnelle und zuverlässige Datenübertragung zwischen verschiedenen Akteuren in der Lieferkette ermöglicht. Sie sind essenziell für die Verbindung von Sensorik, Edge-Geräten und Cloud-Rechenzentren.

Sensorik und Edge-Computing

Sensoren erfassen Daten entlang der Lieferkette, während Edge-Computing diese Daten lokal verarbeitet, um Echtzeit-Transparenz und schnelle Entscheidungen zu ermöglichen. Diese Kombination reduziert die Abhängigkeit von zentralen Rechenzentren und verbessert die Effizienz.

Robotik

Robotik trägt zur Transparenz in Lieferketten bei, indem sie durch automatisierte Datenerfassung und -verarbeitung präzise Informationen über Materialflüsse und Produktionsprozesse bereitstellt. Zudem ermöglicht die Integration von Robotik mit kognitiven Systemen eine effiziente Überwachung und Optimierung logistischer Abläufe.


»Die Kombination von KI und Blockchain birgt enormes Potenzial, um Prozesse zu optimieren, Transparenz zu erhöhen und die Effizienz in Lieferketten deutlich zu steigern. Unser Ziel ist es, konkrete Antworten zu liefern – auf reale Probleme in realen Prozessen.«
Dr.-Ing. Maximilian Austerjost, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Transparenz in Lieferketten

ESG-Kriterien und Lieferkettentransparenz

ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sind zentrale Maßstäbe zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen. Sie umfassen ökologische Aspekte wie Ressourcenschonung und Klimaschutz, soziale Verantwortung wie Arbeitsbedingungen und Menschenrechte sowie Governance-Faktoren wie Unternehmensführung und Compliance.

Die Transparenz einer Lieferkette ist eng mit ESG-Kriterien verknüpft, da die Einhaltung dieser Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette entscheidend ist. Unternehmen sind zunehmend verpflichtet, ihre Lieferketten hinsichtlich ökologischer und sozialer Auswirkungen zu analysieren und offenzulegen, um regulatorische Anforderungen wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zu erfüllen und nachhaltige Praktiken zu fördern. Innovative Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz ermöglichen eine präzise Überwachung und Optimierung der Lieferkette. Eine systematische Datenerfassung und -analyse schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen und stärkt die Nachhaltigkeitsperformance entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Transparenz in Lieferketten: Unsere Referenzen

Digitaler Produktpass für Wasserstoff

Das Projekt »DUH-IT« fördert den Einsatz von Blockchain-Technologie zur Schaffung transparenter und manipulationssicherer Lieferketten. Ein zentraler Bestandteil ist die Entwicklung eines digitalen Produktpasses, der die Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit von Produkten, wie grünem Wasserstoff, gewährleistet. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen bei der Implementierung innovativer Technologien zu unterstützen und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu stärken.

Zum Forschungsprojekt DUH-IT

Das Bild zum Thema DUH-IT Digitale Nachweise für die Wasserstoffwirtschaf zeigt mehrere weiße kugelförmige H2-Druckbehälter am Ufer mit Meer im Hintergrund; auf den Tanks steht H2
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Transparenz in Lebensmittellieferketten

Im Projekt »TRUSTyFOOD« wird die Anwendung von Blockchain-Technologien im Agrar- und Lebensmittelsektor erforscht, um nachhaltige, transparente und inklusive Wertschöpfungsketten zu schaffen. Im Rahmen eines internationalen Konsortiums werden Visionen, Chancen und Herausforderungen gemeinsam mit Stakeholdern entlang der gesamten Lieferkette identifiziert.

Zum Forschungsprojekt TRUSTyFOOD

Das Bild zeigt Gemüse, wie es in der Landwirtschaft geerntet wird.

Nachweis entwaldungsfreier Lieferketten

Das Projekt »ForestGuard« entwickelte eine Open-Source-Lösung zur Sicherstellung entwaldungsfreier Lieferketten, basierend auf Blockchain-Technologie. Ziel war es, Transparenz und Nachverfolgbarkeit entlang globaler Lieferketten zu gewährleisten und Unternehmen bei der Einhaltung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) zu unterstützen.

Zum Forschungsprojekt ForestGuard

Kaffeeplantage in Peru, die mit ForestGuard eine Open Source-Lösung für den Nachweis entwaldungsfreier Lieferketten umsetzt.
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Digitale Technologien für mehr Transparenz in der Lieferkette

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FAQ: Lieferkettentransparenz verstehen

  • Lieferkettentransparenz bezeichnet die Fähigkeit, Informationen über alle Stufen der Wertschöpfungskette zu erfassen und offenzulegen, einschließlich der Herkunft von Produkten und der Beziehungen zwischen Lieferanten. Sie ist entscheidend für die Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Compliance-Vorgaben.

  • Ein Beispiel ist die Nutzung von Blockchain-Technologie, um die Herkunft von Rohstoffen wie Kakao oder Holz nachzuverfolgen und sicherzustellen, dass sie frei von Entwaldung sind. Dies ermöglicht eine manipulationssichere Dokumentation und Nachverfolgbarkeit.

  • Transparenz bei der Beschaffung umfasst die Offenlegung von Informationen über Lieferanten, Produktionsbedingungen und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards. Sie hilft, Risiken zu minimieren und die Nachhaltigkeit zu fördern.

  • Das Lieferkettensorgfaltsgesetz (LkSG) gilt für Unternehmen in Deutschland mit mindestens 1.000 Mitarbeitenden. Es verpflichtet sie, soziale und ökologische Risiken entlang ihrer Lieferketten zu identifizieren und zu minimieren.

  • Die wichtigsten Grundsätze der Transparenz sind die Nachvollziehbarkeit, Offenlegung relevanter Informationen und die Sicherstellung der Datenqualität. Diese Prinzipien fördern Vertrauen und ermöglichen eine effektive Risikobewertung.

  • Unter Sorgfaltspflicht fallen die Identifikation und Bewertung von Risiken, die Umsetzung präventiver Maßnahmen, die Berichterstattung über ergriffene Maßnahmen sowie die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards entlang der Lieferkette.