Mittelstand Meets Startup - Speed Dating für Youngster und Professionals

Mit dem »Roundtable Start-up Mittelstand« bringt das Kompetenzzentrum für den Mittelstand »Digital in NRW« Start-ups und Vertreter etablierter Unternehmen aus der Region an einem Tisch zusammen. Premiere feierte das neue Veranstaltungsformat Anfang Juli 2018 in den Räumlichkeiten des Fraunhofer IML, wo die Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, Projektideen vorzustellen und zu diskutieren. Das Motto zum Auftakt in Dortmund: »Heute repariert man Dinge, bevor sie kaputt gehen!«.

Die Gründerszene hat sich gemausert. Anfänglich größtenteils in der App-Ecke vermutet, gelten Start-ups heute vielfach als Pioniere einer breit angelegten Innovationskultur. Sie entwickeln neue Technologien, die kleineren und mittelständischen Unternehmen helfen können, mit der Digitalisierung und den immer schneller voranschreitenden Innovationszyklen Schritt zu halten. Firmen mit längerer Historie hingegen bieten in der Regel feinjustierte Vertriebskanäle und Ressourcen, die den Start-ups (noch) fehlen. Zudem locken sie die jungen Kreativen gerne mit Beteiligungen beziehungsweise Kapital. Infolgedessen ist das gegenseitige Interesse groß, doch der Zugang nicht immer ganz einfach.

© Fraunhofer IML
»Roundtable Start-up Mittelstand« - Teilnehmer bekommen in den Räumlichkeiten des Fraunhofer IML die Gelegenheit, Projektideen vorzustellen und zu diskutieren.

Kurze Pitches und kleine Diskussionsrunden   

Vor diesem Hintergrund hat »Digital in NRW – Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand« nun auch den »Roundtable Start-up Mittelstand« initiiert, eine Veranstaltungsreihe, die in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Themenblöcken stattfinden soll. »Den Austausch zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen zu fördern, ist uns wichtig«, sagt Britta Scherer von der Dortmunder Geschäftsstelle »Digital in NRW«. »So bringen wir Kreativität und Innovationsgeist in den Mittelstand und ermöglichen es jungen Unternehmen gleichzeitig, sich schneller am Markt zu positionieren.«

Auch im Rahmen zukünftiger Veranstaltungen können Gründer die Chance ergreifen, ihre Leistungen und Produkte sowohl in einer Ausstellung als auch in kurzen Pitches zu präsentieren. Im Anschluss werden die Projektideen in Kleingruppen diskutiert. In dieser Phase ist es dann möglich, erste direkte Kontakte zu potenziellen Mentoren und Geldgebern zu knüpfen. Sofern reelles Interesse besteht, könnten diese zukünftig die Weiterentwicklung, Erprobung und Implementierung der präferierten Lösung(en) unterstützen und vorantreiben. »Gleichzeitig profitieren auch die etablierten Unternehmen von diesem Austausch. Sie erhalten innovative Lösungs- und Produktvorschläge, die ihre Wettbewerbsfähigkeit durchaus positiv beeinflussen können«, betont Scherer.

Auch Keynotes fördern den Know-how-Transfer

Denkanstöße zum jeweiligen Themenschwerpunkt – mal bewusst salopp unter der Devise »Heute repariert man Dinge, bevor sie kaputt gehen!« oder eher betont sachlich wie »Neue Technologien – Digitalisierung in der Logistik« – vermitteln auch die begleitenden Vorträge. So war bei der Auftaktveranstaltung unter anderem Axel Dittmann, Technology Sales Professional Global Black Belt IOT bei der Microsoft Deutschland GmbH, zu Gast und referierte in seiner Keynote zur Artificial Intelligence und deren Einsatz in der Praxis. »Diesen Fortschritt können wir nicht mehr aufhalten. Wir müssen nur sehen, wie wir damit umgehen«, betonte der KI-Experte und stellte Anwendungsbeispiele vor, bei denen künstliche Intelligenz eine Rolle spielt respektive noch spielen wird. »Die Bedeutung von Predictive Maintenance und warum wir noch so weit davon entfernt sind« war hingegen Thema der Keynote von Thomas Heller vom Fraunhofer IML. Darin identifizierte er Smart Maintenance, also die »intelligente« Instandhaltung, als »Treiber und Enabler« der mit Industrie 4.0 einhergehenden Veränderungen.


 

Offener Ideen-, Erfahrungs- und Meinungsaustausch

Weil jedoch in erster Linie der persönliche Austausch zu Lösungsvorschlägen, Entwicklungen und Use Cases beim Roundtable im Mittelpunkt stehen soll, werden Tandemvorträge favorisiert. Dabei referieren Vertreter aus dem Mittelstand sowie jeweils ein Beauftragter eines Start-ups gemeinsam zu einem Thema. Im Fokus stehen Erfahrungsberichte aus der Praxis, in denen nicht nur die erzielten Vorteile zur Sprache kommen, sondern auch mit dem Projekt verbundene Problemstellungen offen dargelegt werden sollen. Nach Angaben der Veranstalter sei dies der Grund, weshalb die neue Veranstaltungsreihe von allen Beteiligten gut angenommen werde. »Ein wirklich schönes Format mit vielen kreativen Impulsen«, so eine der positiven Rückmeldungen, die »Digital in NRW« laut Scherer erhalten hat.

Britta Scherer

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