Einkauf & Finanzen im Supply Chain Management

„Innovative, anwendungs-orientierte Konzepte und Lösungen zur optimierten kommerziellen Steuerung von Einkauf und Supply Chain sowie zur Verknüpfung von Waren- und Finanzströmen"

Einkauf & Finanzen im Supply Chain Management

Positionspapier "Blockchain und Smart Contracts" veröffentlicht

Die Abteilung „Einkauf und Finanzen im Supply Chain Management“ erforscht und entwickelt Lösungen an der Schnittstelle von Logistik- und Finanzprozessen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie und der Finanzbranche, wird die Aktualität der Forschung sichergestellt. So können vielversprechende Innovationen frühzeitig untersucht werden.

Die Blockchain-Technologie und ihr enormes disruptives Potential für die Geschäftsprozesse von Unternehmen haben 2017 eine große Dynamik entwickelt. Hier galt es insbesondere die Auswirkungen und Einsatzmöglichkeiten von Blockchain und Smart Contracts im Bereich der Supply Chain zu untersuchen.Zu diesem Zweck wurde der Blockchain Demonstrator entwickelt. Mithilfe dieses Tools konnten die Funktionsweise und Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain, unter anderem auf der Inclusive SCF Conference in Frankfurt und dem 52. Symposium Einkauf und Logistik in Berlin, dem Publikum spielerisch verdeutlicht werden.

Weiterhin wurde mit der Commerzbank ein starker Partner für ein tiefergehendes Projekt gewonnen. Im Projekt Financial Supply Chain Management 4.0 werden gemeinsam neue Geschäftsmodelle im Trade Finance erarbeitet und der Einfluss der physischen Supply Chain auf die finanzielle Supply Chain im Jahr 2025 untersucht. Die in Design Thinking Workshops mit Kunden der Commerzbank identifizierten Anforderungen sollen schließlich in die Entwicklung Blockchain-basierter Lösungen einfließen.

Zum Jahresende hat die Forschung in diesem Bereich Eingang in das Positionspapier Blockchain und Smart Contracts der Fraunhofer Gesellschaft gefunden. Darin werden, gemeinsam mit anderen Fraunhofer-Instituten, wissenschaftliche und anwendungsorientierte Aspekte der Blockchain-Technologie untersucht. Insbesondere werden Anwendungsmöglichkeiten und technische Forschungsfragen behandelt.

 

© Foto Fraunhofer IML

Einkauf 4.0 Check in Asien gefragt

Mit einer Reise nach China hat unser Thema Einkauf 4.0 weiter Fahrt aufgenommen: Axel T. Schulte und Natalia Broza-Abut waren Ende September 2017 in Peking, Nanjing und Shanghai mit dem neuen Kunden Zber unterwegs. Das chinesische Unternehmen ist Anbieter von Lösungen für globale Beschaffung und Supply Chain Management. Chefberater Yi Zhu war zunächst auf unsere Vorstudie „Einkauf 4.0 – Digitalisierung im Einkauf“ aufmerksam geworden. Im Frühjahr dieses Jahres stattete Yi Zhu dann dem IML mit seinem Team einen Besuch ab. Anschließend erteilte Zber dem IML gleich mehrere Aufträge.

Auf der 16. International Sourcing Fair Shanghai stellten Axel und Natalia das Thema Industrie 4.0 und Digitalisierung des Einkaufs sowie unseren Fraunhofer Einkauf 4.0 Check vor. Die Messe-Organisatoren beriefen Axel darüber hinaus in das International Sourcing Expert Panel. Außerdem stand ein Besuch der Firma eventown.com auf der Agenda, die erstmals in Asien den Fraunhofer Einkauf 4.0 Check durchführte. Eventown ist Chinas erste und größte Buchungsplattform für die Tagungswirtschaft. Das Unternehmen wurde vom Wirtschaftsmagazin Forbes 2015 zu den erfolgreichsten chinesischen Start-ups gewählt. Die chinesischen Geschäftspartner zeigten sich zudem sehr interessiert an den Potenzialen der Blockchain-Technologie im Kontext von SCM und Einkauf.

In den Einkauf 4.0 werden heute hohe Erwartungen gesetzt – und das Fraunhofer IML ermöglicht es Unternehmen, hier Maßstäbe zu setzen. Mit dem »Einkauf 4.0 Check« – einer Entwicklung aus der Abteilung Einkauf und Finanzen im Supply Chain Management – haben Unternehmen die Möglichkeit, individuelle Handlungsbedarfe und Potenziale für die Industrie 4.0 im Einkauf zu ermitteln.

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Commerzbank und Fraunhofer IML forschen gemeinsam zu Handelsfinanzierung

Pressemitteilung vom 4.7.2017

Die Commerzbank und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund haben eine Kooperation vereinbart. Im Kern dieser Kooperation sollen Szenarien für die Lieferketten der Zukunft entwickelt werden. Das Institut unterstützt die Bank dabei, diese Prozesse zu orchestrieren und liefert zugleich neueste Erkenntnisse zum Supply Chain Management und dem möglichen Einsatz von Blockchain-Technologien in diesem Bereich. Die Blockchain- oder auch Distributed-Ledger-Technologie ist eine dezentrale Datenstruktur und zum Beispiel Grundlage für intelligente elektronische Verträge, sogenannte »Smart Contracts«, bei denen die automatisierte Abwicklung von Geschäftsvorfällen im Vordergrund steht.

Internationale Handelsgeschäfte und damit verbundene Waren- und Finanzströme stehen derzeit im Fokus vieler Digitalisierungsansätze von Banken, Unternehmen sowie wissenschaftlichen Institutionen. Zunehmender globaler Wettbewerb, veränderte Kundenerwartungen und kürzere Produktlebenszyklen lassen die damit verbundenen internationalen Lieferketten immer wichtiger für betriebliche Entscheider werden. Denn mit der weiteren Digitalisierung werden sich entlang von Lieferketten künftig viele Prozessverbesserungen und Chancen aus einem optimierten Management und einer schnelleren Verfügbarkeit von Daten ergeben. »Sprechende« Container etwa werden dann im weltweiten Außenhandel üblich sein.

Die stärkere Vernetzung von Funktionen kann auch unternehmensübergreifend völlig neue Anwendungsgebiete schaffen. Dieses gilt insbesondere in Verbindung mit modernen Applikationen im Bereich des Internets der Dinge, also für vernetzte Gegenstände, die sich selbstständig über das Internet verbinden und Aufgaben erledigen, sowie für Smart Contracts. Hieraus können neue Handelssysteme und Handelsfinanzierungskonzepte sowie schnellere Transaktionsverfahren und letztlich neue Lösungen im Working-Capital-Management entstehen. Diese stehen im Fokus der neuen Kooperation.

»Unsere Kernkompetenzen ,Geld sicher bewegen‘, ,Handel finanzieren‘ sowie ,Risiken übernehmen‘ werden auch im Digitalisierungszeitalter eine hohe Relevanz für unsere Kunden haben. Die Einbindung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML gewährleistet den bestmöglichen Einblick in die momentan sehr vielfältigen Digitalisierungsansätze entlang der Logistik- und Materialflussprozesse unserer Kunden«, sagte Dr. Bernd Laber, Bereichsvorstand Trade Finance & Cash-Management Firmenkunden der Commerzbank. »Wir arbeiten in zahlreichen Projekten und Konsortien auch mit anderen internationalen Banken an der Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen, ebenso an Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain-Technologien. Für uns als Firmenkundenbank hat der klare Fokus auf die zukünftigen Supply Chains unserer Kunden, den wir gemeinsam mit dem Fraunhofer IML erarbeiten werden, eine sehr große Bedeutung«, so Dr. Laber weiter.

»Die Digitalisierungsansätze im Supply-Chain-Management wie zum Beispiel die Entwicklung smarter Container, die in der Lage sind, sich selbst zu routen, Logistikdienstleister zu beauftragen und diese selbstständig zu bezahlen, ermöglichen zukünftig völlig neue Geschäftsmodelle für Banken in den Geschäftsbereichen Finanzierung, Risikomanagement und Transaktion«, erklärte Prof. Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML. »Ich bin davon überzeugt, dass Technologien wie Blockchains und Smart Contracts zentrale Enabler für die Verknüpfung physischer und finanzieller Supply Chains sind. Mit der Commerzbank als innovativem Kooperationspartner werden wir neue, sichere und schnelle Lösungen für die Supply Chain der Zukunft erarbeiten.«

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Blog on Blockchain

Blockchain Infografik
© Foto Fraunhofer IML

Blockchain Infografik

Das Fraunhofer Institut für Materiafluss und Logistik (IML) setzt im Rahmen von verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf die Implementierung von Blockchains.

Dabei handelt es sich um eine gemeinsam genutzte, vertrauenswürdige und validierte Transaktionsaufzeichnung, die von jedem Netzwerkmitglied eingesehen, aber von niemandem beeinflusst werden kann. Es ist eine verschlüsselte, geschützte, manipulationssichere und dezentralisierte Datenbank. Die Blockchain ist der perfekte Speicherort für Werte, Identitäten, Übereinkünfte, Eigentumsrechte oder auch Berechtigungsnachweise. Ist ein Wert, wie zum Beispiel ein Bitcoin, einmal eingetragen, bleibt er für immer dort. 

Über unseren Blog möchten wir Sie mit den neuesten Informationen zum Thema Blockchain im Supply Chain Management informieren. Besonderer Clou ist, dass dieser Blog auf einer Blockchain-Applikation aufsetzt. Sie können also dem Blog inhaltlich folgen und gleichzeitig nachvollziehen, wie die Blockchain am konkreten Beispiel funktioniert. Die Abbildung verdeutlicht das hier umgesetzte Prinzip.

Wir hoffen Sie für dieses spannende Thema begeistern zu können und werden Sie an dieser Stelle über Fortschritte in der Blockchain-Technologie auf dem Laufenden halten. 

Fraunhofer Einkauf 4.0 Check

Ihre Roadmap zum Einkauf 4.0

 

 

 

 

√ Stärken und Schwächen identifizieren

√ Erfolgreich Potenziale ermitteln

√ Ihre derzeitige Digitalisierungsstrategie abgleichen

√ Neue Innovations-Impulse erhalten

√ Basis für Ihre Digitalisierungs-Roadmap legen

Fraunhofer Einkauf 4.0 Check

Aktuelles

Einkauf & Finanzen im Supply Chain Management

Blockchain und Smart Contracts
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Blockchain und Smart Contracts

Technologien, Forschungsfragen und Anwendungen

Blog on Blockchain
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Blog on Blockchain

Blog zu den Fortschritten der Blockchain-Technologie

Forschungsprojekt SOFiA
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Smart Object & Smart Finance Ansätze

Forschungsprojekt SOFiA

Einkaufs-Check 4.0

Einkaufs-Check 4.0

Startpunkt für die Umsetzung von Industrie 4.0 im Einkauf

Industrie 4.0 im Einkauf
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Einkauf 4.0 - Studie zur Digitalisierung des Einkaufs

Industrie 4.0 im Einkauf

Business Case Kalkulator
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Business Case Kalkulator

Für innovative Geschäftsmodelle

Dienstleistungen

 

"Konkrete Umsetzung"

Management der Industrie 4.0

Ausgehend von der Schlüsselfrage »Was ist der Nutzen von Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen und wie kann eine Umsetzung realisiert werden?« werden gemeinsam mit ausgewählten Industriepartnern Antworten auf diverse Fragestellungen in Bezug auf das Management der Industrie 4.0 erarbeitet. Mittels eines entwickelten Business Case Kalkulators können dabei innovative Geschäftsmodelle bewertet werden.

 

Synchronisierung von Finanz- und Materialflüssen

Financial Supply Chain Management

Im Financial Supply Chain werden die Finanzflüsse der gesamten Supply Chain betrachtet, um hieraus diverse Nutzen für Hersteller, Lieferanten und Finanzdienstleister zu identifizieren. Dabei gliedert sich dieser Bereich in Supply Chain Finance und Smart Finance. 

 

Bridging the Gap

Smart Finance

Die Harmonisierung von Finanz- und Materialflüssen steht beim Smart Finance im Vordergrund. Der Einsatz von neuen Technologien wie bspw. Smart Contracts und Blockchains zur Digitalisierung von Finanzflüssen oder Smart Payment (B2B) zur Digitalisierung von Transaktionsprozessen bringt wesentliche Vorteile für Unternehmen, die im Bereich Smart Finance identifiziert werden.

 

Industrie 4.0 im Einkauf

Einkauf 4.0

Dem Einkauf kommt bei der Umsetzung von Industrie 4.0 eine besondere Rolle zu. Er ist die Schnittstelle nach innen ins Unternehmen und nach außen zu den Partnern der gesamten Supply Chain. Der Einkauf hat daher zweifelsohne eine große Verantwortung für das gesamte Unternehmen.

Die aktuelle Studie „Digitalisierung des Einkaufs – Einkauf 4.0“ gibt Ihnen erste Orientierungshilfen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 im Einkauf.

 

Proaktives Management von Supply Chain Risiken

Supply Chain Risk Management

Im Supply Chain Risk Management werden softwaregestützte Tools entwickelt, die es ermöglichen Risikoursachen zu identifizieren, zu visualisieren und letztendlich zu bewerten. Darüber hinaus erfolgt eine Gegenüberstellung und Bewertung von Risikofolgen und Gegenmaßnahmen, um eine effiziente Risikosteuerung zu gewährleisten. 

 

Kundengerechte Prozesse und Systeme

Supply Chain Operations

Anforderungsgerechte Prozesse und Systeme für Ihre individuelle Situation und Zukunft stehen im Fokus der Supply Chain Operations. Sie haben die Aufgabe, wir den Weg.

Akuter Optimierungsbedarf,  planmäßige Weiterentwicklung oder das Vorantreiben von Innovationen – Egal was Sie antreibt, wir unterstützen Sie gern!

 

Dezentral & Verlässlich

Blockchain & Smart Contracts

Eine Blockchain ermöglicht sowohl die Dezentralisierung des Transaktionsmanagements, als auch die Automatisierung von Prozessen und Organisationsprinzipien.

Wir unterstützen Sie bei der Identifizierung von Use Cases für Smart Contracts in der physischen und finanziellen Wertschöpfungskette und darüber hinaus.

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