Luftverkehrslogistik

Luftverkehrslogistik umfasst alle logistischen Prozesse und Ressourcen, die für den Transport und die Abfertigung von Passagieren, Gepäck und Fracht im Luftverkehr erforderlich sind. Flughäfen sind die Synapsen der internationalen Luftverkehrslogistik und bilden die Schnittstelle zwischen den Luft- und Landverkehrsnetzen.

 

Luftverkehrslogistik 4.0

Luftverkehrslogistik 4.0 wendet die Prinzipien und Technologien der Industrie 4.0 auf die Luftverkehrslogistik an und verknüpft diese auf intelligente Weise mit der verfügbaren Infrastruktur.

Entsprechend gilt für die Luftverkehrslogistik 4.0, dass autonome, sich situativ selbst organisierende Logistikressourcen (z.B. Fördertechnik) inkl. deren Planungs- und Steuerungssysteme (z.B. Buchungssysteme) eingesetzt werden. Technologische Grundlage der Luftverkehrslogistik 4.0 sind cyber-physische Systeme (CPS) und das Internet der Dinge (IoT) wie Auto-ID Technologien und Wearables.

Grundvoraussetzung für Luftverkehrslogistik 4.0 sind gemeinschaftlich nutzbare Geschäftsobjekte, deren wesentliche Stamm-/Metadaten in digitaler Form zur Verfügung stehen und von Rechnern leicht weiterverarbeitbar sind.

Cloud Lösungen können, müssen aber nicht integraler Bestandteil einer IT-Lösung sein, die Daten sammelt und im Sinne einer autonomen Bewältigung von komplexen Aufgaben nutzen.

Ziel von Luftverkehrslogistik 4.0 ist es, dass

  • Anbieter etablierte Luftverkehrslogistikprozesse kosteneffizienter betreiben und/oder neue margenträchtigere Dienstleistungen und Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette anbieten können.

  • Kunden etablierte Luftverkehrslogistikprozesse kostengünstiger und/oder innovativere Dienstleistungen und Produkte im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit und Komfort nutzen können.

     

Luftverkehrslogistik 4.0 ist für Ihr Unternehmen wichtig

Das neuesten Initiativen eines global agierenden Onlinehändlers (z.B. Aufbau einer eigenen Luftfrachtflotte) und das Engagement von aufstrebenden Online-Vermittlungsdiensten (Shared Economy) für Fahrdienstleistungen zeigen, dass diese durch ihre Entwicklung von digitalisierten Geschäftsobjekten entscheidend näher an Luftverkehrslogistik 4.0 sind, als die meisten Beteiligten in der Luftverkehrslogistikkette, insbesondere Airlines, Flughafenbetreiber und Spediteure.

Auch wenn die Folgen dieser eingeleiteten Entwicklung zurzeit noch nicht absehbar sind, indizieren sie doch, dass sich alle Beteiligten in der Luftverkehrslogistikkette auf neue Konkurrenten einstellen müssen.

Andernfalls wächst die Möglichkeit, dass ein neues Angebot von Transportlogistiknetzen - speziell in Verbindung mit der sogenannten Shared Economy - mittelfristig das Potential entwickelt, bisherige Strukturen zu revolutionieren und etablierte Akteure aus dem Markt zu drängen.

Alle Akteure sind daher gut beraten, den Trend der Digitalisierung von Geschäftsobjekten aktiv mit zu gestalten und Logistik nicht allein als Kostenblock, sondern als Gestaltungselement für neue Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle, für mehr Kundennutzen und für die Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu begreifen.

Das Fraunhofer IML treibt die Digitalisierung von Geschäftsobjekten und deren Nutzung im Sinne einer autonomen Bewältigung komplexer Aufgaben proaktiv voran und das zusammen mit Global Playern, KMU und Forschungsförderern.

„Die Luftverkehrslogistik bündelt unsere Kompetenzen in der Logistik und im Luftverkehr“