Die Space Value Chain beschreibt alle Wertschöpfungsstufen rund um die Nutzung des Weltraums. Im Ansatz der Space Value Chain stehen die Anwendungen und Nutzer der Güter und Dienstleistungen konsequent im Mittelpunkt. Sie gliedert sich in zwei zentrale Ebenen: Space und Non-Space.
Non-Space: Erdgebundene Aktivitäten
Non-Space umfasst sämtliche Aktivitäten und logistischen Prozesse auf der Erde, die notwendig sind, um Betriebsfähigkeit im Weltraum zu erreichen. Dazu gehören:
- Entwicklung und Herstellung von Trägersystemen
- Transport und Lagerung dieser Systeme
- Bodenaktivitäten zur Sicherstellung von Funktionalität und Sicherheit
Space: Aktivitäten im Weltraum
Space bezieht sich auf alle In-Space-Aktivitäten, die weltraumlogistische Dienstleistungen erfordern. Diese Aktivitäten:
- sind Teil zukünftiger In-Space Operations and Services (ISOS)
- schaffen Mehrwert für erdgebundene Prozesse oder fördern die Weiterentwicklung im Orbit
Verbindung zwischen Non-Space und Space
Es gibt zwei zentrale Richtungen in der Wertschöpfungskette:
- To-Space: Verbindung von erdgebundenen und In-Space-Aktivitäten (z. B. Startoperationen, Nutzlastlogistik)
- From-Space: Wertschöpfung, die im Weltraum entsteht und zur Erde geliefert wird (z. B. Daten, Materialien)
Durch die enge Verzahnung von erd- und weltraumbasierten Aktivitäten entstehen neue, durchgängige Wertschöpfungsketten und Netzwerke.
Der umfassende Ansatz der Space Value Chain bietet einen Orientierungsrahmen für die Analyse aller Elemente und Ebenen der weltraumbezogenen Wertschöpfung. Er ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung und Analyse der Beziehungen zwischen Space- und Non-Space-Aktivitäten.