Forschung: e-med.ppp »Logistik.NRW«

Elektronische Optimierung der Versorgungsprozesse im Krankenhaus

Seit September 2009 wird das Projekt »Elektronische Optimierung der Wertschöpfungsketten, Patientensicherheit und Procurement-Prozesse e-med.ppp« vom Land NRW gefördert.

Das Projektkonsortium, bestehend aus Krankenhäusern, Herstellern, Händlern, Softwareunternehmen und Einrichtungen der Wissenschaft, bildet den Versorgungsprozess von der Belieferung durch die Industrie, über die Verordnung und die Verteilung bis zum Patienten ab. Diese 360°-Perspektive bietet optimale Möglichkeiten bedarfsgerechte, marktkonforme und umsetzbare Lösung zu entwickeln.

Ziel des Projektes ist es, den Einsatz einer integrierten Hard- und Softwarelösung für unterschiedliche Anwendungsbereiche im Krankenhaus zur Steigerung der Patientensicherheit sowie der Optimierung der Logistikkette und somit der Wirtschaftlichkeit im Krankenhaus zu erforschen und prototypisch zu entwickeln. Mit dem Einsatz von standardisierten Barcode- und automatisierten Identifikations-Technologien (RFID) sollen die logistischen Prozesse auf den Stationen und in den Funktionsbereichen weiterentwickelt werden. Zusammen mit der elektronischen Verordnungsunterstützung zur Qualitätssicherung der Arzneimittelverordnung wird damit die gesamte Kette der Arzneitherapie und der Warenlogistik für Krankenhäuser vom Hersteller bis zum Patienten analysiert sowie bestehende Systeme integriert, ergänzt und weiterentwickelt. Die Verbundpartner erarbeiten Hard- und Softwaresysteme an den Schnittstellen vorhandener Systeme, um die Integration vorhandener Techniken und damit die Übertragbarkeit der entwickelten Lösungen zu gewährleisten.

Zu den konkreten Projektergebnissen zählen die Reduktion von Medikationsfehlern, eine kostenträgerbezogene Verbrauchszuordnung und -verrechnung für Medikamente und Medikalprodukte, eine elektronische Anbindung an die Lieferanten und damit erhebliche qualitative wie wirtschaftliche Verbesserungen für die logistischen Prozesse in der Gesundheitswirtschaft. Schlussendlich entstehen neue Softwareprodukte, die eine Kompatibilität der Schnittstellen ermöglichen und in den Markt eingeführt werden.