SMART FACE – Smart Micro Factory für Elektrofahrzeuge

Smart Micro Factory für Elektrofahrzeuge

Ausgelöst durch immer kürzere Produktzyklen sowie eine kundeninduzierte und stetig wachsende Variantenvielfalt ist die klassische Fließfertigung mit ihrem Fokus auf maximale Produktivität nicht darauf ausgelegt, den ständig wachsenden Anforderungen der heutigen Klein- und Kleinstserienfertigung gerecht zu werden.

Die heutige, auf klassische Fließfertigung zugeschnittene Produktionsplanung basiert vor allem auf dem Prinzip der Zentralität. Die Möglichkeiten eines Wandels von einer zentralen hin zu einer sich selbst regulierenden, dezentralen Produktion sind daher begrenzt. Dies ruft eine Stagnation im Hinblick auf Flexibilität und Wandlungsfähigkeit von Ressourcen hervor.

Aus diesem Grund ruft Smart Face zu neuem Denken bezüglich einer zeitgemäßen Produktionsplanung und -steuerung auf. In Abgrenzung zu bisher bestehenden Projekten wird im Rahmen von Smart Face versucht, neuartige Ansätze zur Nutzung einer dezentralen und autonomen Steuerungsmethodik zu entwickeln und so die Voraussetzungen für die Konzeptionierung einer grundlegend neuartigen Produktionsplanung zu schaffen. 

Ziel

Ziel des interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojektes Smart Face ist es, nachhaltige Konzepte und Methoden zu entwickeln, um speziellen Anforderungen der Kleinstserienfertigung bezüglich Betrieb, Skalierbarkeit, Robustheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit zu genügen. Der spezielle Fokus liegt in diesem Zusammenhang auf der Produktionsplanung von Elektrofahrzeugen, ohne dabei eine Übertragbarkeit auf andere Bereiche auszuschließen.

Kern des Forschungsprojektes ist das Prinzip „Internet-der-Dinge“, in welchem Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette eindeutig identifizierbar und lokalisierbar sind. In diesem Zusammenhang ermöglichen die so genannten Cyber-Physical Systems (CPS) den eigenständigen Informationsaustausch zwischen den Objekten.

Die Herausforderung des Vorhabens Smart Face besteht darin, die Ansätze der CPS mit den bestehenden Technologien und Produktstrukturen zu verknüpfen, sodass neuartige und innovative Lösungsansätze für die schlanke Produktionsplanung in der Klein- und Kleinstserienfertigung geschaffen werden. 

Innovation

Das Konsortium verspricht sich vom Forschungsprojekt einen wichtigen Schritt in Richtung schlanker Produktion mit wandlungsfähigen Fertigungsstrukturen. Durch dezentrale, hochflexible Materialflusseinheiten werden bspw. Maschinen in die Lage versetzt, Montageteile individuell anzufordern und ihre Systemlast eigenständig zu verteilen. Eine zentrale Sequenzplanung wird damit überflüssig, sodass gerade im Hinblick auf Themen wie Flexibilisierung, Individualisierung und „Losgröße 1“ vielfältige Vorteile entstehen. 

Partner

  • LinogistiX GmbH
  • Volkswagen AG
  • Continental AG
  • Sick AG
  • Lanfer Automation GmbH & Co KG
  • F/L/S Fuzzy Logik Systeme GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
  • TU Dortmund

© Foto Fraunhofer IML

Das auf drei Jahre angelegte  Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.