Warehouse Design Software für KI-gestützte Lagerlayouts

Die Warehouse Design Software »WarehouseDesigner« transformiert skizzierte Lagerlayouts in strukturierte Digitallayouts. Der Ansatz adressiert die Konzeptphase der Lagerplanung, in der zentrale Entscheidungen häufig nur als Blocklayout vorliegen. KI-basierte Computer Vision erkennt Funktionsbereiche, interpretiert Bezeichnungen sowie Kapazitäten und erzeugt daraus digitale Varianten.

Damit sinken manuelle Übertragungen, Projektlaufzeiten verkürzen sich, Variantenvergleiche werden belastbarer. Das Fraunhofer IML entwickelt den WarehouseDesigner weiter, um Lagerplanung datenbasiert, transparent, skalierbar zu gestalten.

Auf dem Bild ist eine Tablett zu sehen auf dem eine händisch erstellte Skizze mit dem Warehouse-Designer umgewandelt wird.
© Fraunhofer IML

Grenzen klassischer Lagerplanung

Moderne Lagerplanung folgt einem klar strukturierten Prozess. Auf die Analyse planungsrelevanter Daten und Prozesse folgt die Konzeptplanung. Danach schließen sich Feinplanung, Ausschreibung, Realisierung und Betrieb an. Dieser Gesamtprozess bindet personelle Ressourcen über Monate bis Jahre.
Dem effizientem Planungsprozess stehen Hemmnisse im Weg:

  • In der Konzeptphase liegt ein schlecht strukturiertes Entscheidungsproblem vor.
  • Der Lösungsweg hängt stark vom Expertenwissen einzelner Fachleute ab.
  • Viele Projekte betrachten nur wenige Varianten aus dem möglichen Lösungsraum.
  • Fragmentierte Informationen auf Tabellen, Präsentationen, Layoutplänen, Dokumenten erhöhen den Aufwand.
  • Konventionelle Methoden liefern nur begrenzte Vergleichbarkeit logistischer Lösungen.

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML adressiert diese Hürden mit dem WarehouseDesigner als digitalem Baustein für die Lagerlayoutplanung.

Den WarehouseDesigner kennenlernen

Kurzüberblick zu Ansatz und Anwendung.

  • KI-gestützte Erfassung von Blocklayout-Skizzen im System oder per Foto
  • Automatische Generierung digitaler, regelkonformer Lagerlayouts aus Skizzen
  • Nutzung der Layoutvarianten als Basis für weitere Lagerplanung Software

Jetzt mehr über den WarehouseDesigner erfahren

Warehouse Design Software in der Konzeptphase der Lagerplanung

Der WarehouseDesigner setzt in der Konzeptphase an, in der Lagerlayouts oft nur als Blocklayout auf Papier oder als einfache Skizze existieren. Skizzen entstehen im Canvas der Anwendung oder gelangen als Foto in das System. Die Warehouse Design Software identifiziert Funktionsbereiche, interpretiert Bezeichnungen sowie Größenangaben und erzeugt daraus digitale Layoutvarianten.

Lagerlayout Software für die Konzeptphase: So funktioniert es

  1. Skizze erstellen oder Foto hochladen
  2. KI-Analyse: Erkennung von Bereichen, Beschriftungen und Größen
  3. Strukturierung & Regelwerk: Konsistente, regelkonforme Darstellung
  4. Variantenbildung & Optimierung: Layoutvarianten entlang definierter Ziele (z. B. Flächeneffizienz)
  5. Ergebnis nutzen: 2D-Layout + Export für Folgeprozesse

Ein genetischer Algorithmus platziert die Bereiche regelkonform in der Gebäudehülle, skaliert sie nach Kapazität oder Zielfläche und berücksichtigt Qualitätskriterien wie Flächeneffizienz. Das System stellt die Layouts zweidimensional dar, exportiert sie als CAD-Dateien und bildet eine strukturierte Datenbasis für künftige Recommender-Systeme.

Auf dem Bild ist eine Tablett zu sehen auf dem eine händisch erstellte Skizze mit dem Warehouse-Designer umgewandelt wird.
© Fraunhofer IML
Lagerlayout auf dem Canvas zeichnen oder als Foto hochladen.
Auf dem Bild ist eine Tablett zu sehen auf dem eine händisch erstellte Skizze mit dem Warehouse-Designer umgewandelt wird.
© Fraunhofer IML
Erkennung der funktionalen Bereiche durch KI
Auf dem Bild ist eine Tablett zu sehen auf dem eine händisch erstellte Skizze mit dem Warehouse-Designer umgewandelt wird.
© Fraunhofer IML
Generierung von digitalen, optimierten Lagerlayouts

»Unsere Warehouse Design Software erzeugt aus Lagerlayout-Skizzen in Sekunden optimierte, regelkonforme Layouts, beschleunigt die Konzeptphase deutlich und ermöglicht frühere, fundierte Investitionsentscheidungen.«
Alexander Krooß, M. Sc. forscht am Fraunhofer IML zur Intralogistik.

Kompetenzfelder der Warehouse Design Software WarehouseDesigner

Die Warehouse Design Software konzentriert sich auf KI-gestützte Computer Vision und Optimierung für Lagerlayout. Die Vision-Pipeline erkennt rechteckige Funktionsbereiche, Textregionen mit handschriftlichem oder digitalem Text sowie die Außenkanten des Lagers. Ein Vision-Language-Model transkribiert Handschrift. Sprachmodelle extrahieren Titel, Kapazitäten, Zielflächen per Named Entity Recognition.

Der genetische Algorithmus dimensioniert Bereiche, achtet auf Flächen ohne Überlappung, Außenwandkontakt bestimmter Zonen, kompakte Anordnung, kurze Wegebeziehungen, geringe Restflächen. Planer nutzen die Ergebnisse als Lagerplaner für systematische Variantenvergleiche in der Konzeptphase.

WarehouseDesigner in der Praxis: Vom Blocklayout zum digitalen Lagerlayout

Das Video zeigt einen vollständigen Durchlauf des WarehouseDesigners: Ausgehend von einer handgefertigten Layoutskizze oder einem Foto digitalisiert die Warehouse Design Software das Lagerlayout, erkennt funktionsbezogene Bereiche sowie Beschriftungen und erzeugt daraus eine regelkonforme, strukturierte Layoutdarstellung.

Die resultierenden digitalen Lagerlayouts dienen als belastbare Grundlage für weitere Planungsschritte bis hin zu CAD-Export und Variantenvergleich.

Datenschutz und Datenverarbeitung

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WarehouseDesigner im eigenen Lager erproben

Nutzen Sie den WarehouseDesigner, um Ihre Konzeptphase messbar zu beschleunigen und mehr Varianten zu bewerten statt nur Einzelideen zu verfolgen. Der Einsatz der Warehouse Design Software ermöglicht:

  • Automatische Erfassung von Layoutskizzen statt manueller Übertragung
  • Digitale, regelkonforme Lagerlayouts als belastbare Basis für Feinplanung und CAD
  • Systematische Variantenvergleiche mit Blick auf Kosten, Fläche und Szenarien

Gemeinsam die nächste Generation der Konzeptplanung für Lagersysteme gestalten.

Forschungsperspektiven für Warehouse Design Software

Die Weiterentwicklung des WarehouseDesigner zielt auf interaktive 3D-Visualisierung der generierten Lagerlayouts. Planer erhalten so frühzeitig anschauliche Varianten für Kundenfeedback. Künftige Ausbaustufen binden Materialfluss, Fördertechniken, Leistungsgrenzen in die Bewertung ein.

Ein kuratiertes Variantenportfolio soll Alternativen entlang unterschiedlicher Zielfunktionen liefern, etwa minimale Fläche oder geringe Investitionskosten. Perspektivisch erweitert robuste Geometrie-Erkennung die Vision-Pipeline auf unregelmäßige Strukturen wie L-Formen oder Brownfield-Szenarien. Zusätzlich bieten Reinforcement-Learning-Ansätze Potenziale, Nutzerfeedback in die Lagerlayout Planung zurückzukoppeln.

FAQ - Warehouse Design Software

  • Der WarehouseDesigner fungiert als KI-gestützte Anwendung für die Konzeptphase. Er digitalisiert Lagerlayout-Skizzen, erkennt Funktionsbereiche mit Kapazitäten und Maßeinträgen und erzeugt daraus digitale Lagerlayouts. Die Vision-Pipeline bildet die Skizzen strukturiert ab. Das System erstellt Varianten, die als Basis für detaillierte Lagerlayout Planung und weitere Lagerplanung Software dienen.

  • Die Anwendung liest Blocklayout-Skizzen ein, interpretiert Bereiche wie Wareneingang oder Palettenlager und erkennt Kapazitäten oder Zielflächen. Ein genetischer Algorithmus dimensioniert diese Bereiche, platziert sie regelkonform in der Gebäudehülle und beachtet Kriterien wie Flächeneffizienz. So entsteht ein digitales Lagerlayout, das als Grundlage für Lagerlayout Varianten, CAD-Exporte sowie systematische Vergleiche dient.

  • Der WarehouseDesigner generiert aus einer Blocklayout-Skizze innerhalb von Sekunden ein digitales Lagerlayout. Die KI verarbeitet Skizze oder Foto, erkennt Funktionsbereiche, Beschriftungen und Größen und erzeugt daraus direkt nutzbare Layoutvarianten. Planende Personen sparen so viele manuelle Iterationen im Lagerlayout oder in der Lagerlayout Planung und können schneller in nachgelagerte Schritte wie CAD-Ausarbeitung und Variantenvergleich einsteigen.

  • Die Vision-Pipeline erkennt Funktionsbereiche mit einem Object-Detection-Modell. Ein weiteres Modell findet Textregionen mit handschriftlichem oder digitalem Text. Ein Vision-Language-Model transkribiert die Schrift. Eine Named-Entity-Recognition extrahiert Titel, Kapazität, Fläche. Die Software ordnet die Informationen den Bereichen zu. So entsteht eine strukturierte Basis, die ein Warehouse Planner für die weitere Auslegung nutzen kann.

  • Die Lösung adressiert Fachplanerinnen und Fachplaner in der Intralogistik, die Lagerlayout Varianten in der Konzeptphase erstellen. Sie richtet sich an Unternehmen, die Skizzen als Ausgangspunkt nutzen und digitale, regelkonforme Lagerlayouts mit geringeren manuellen Aufwänden benötigen. Forschungspartner erhalten zudem eine Plattform, um KI-Methoden in Lagerplanungs Software praktisch zu erproben.

  • Der WarehouseDesigner befindet sich in aktiver Entwicklung am Fraunhofer IML. Die Software erfasst Blocklayout-Skizzen, generiert digitale Lagerlayouts und exportiert diese als CAD-Dateien. Zukünftig sind 3D-Visualisierung sowie die Integration von Materialflussanalysen geplant, um Lagerlayout Planung stärker datengetrieben auszurichten.

  • Die erzeugten Layouts werden zweidimensional visualisiert und stehen als CAD-Export zur Verfügung.