E²-Cycle legt den Grundstein für zukünftige branchenweite Werterhaltungsnetzwerke. Am Beispiel von Heizungspumpen entwickelt und erprobt das Projekt Prozesse, Rollenmodelle und Kooperationsstrukturen für eine zirkuläre Wertschöpfung. Die entwickelten Ansätze sollen als Blaupause für die Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche und darüber hinaus nutzbar gemacht werden.
Arbeitsteilige Netzwerke werden von Beginn an nach dem Prinzip der größtmöglichen Werterhaltung geplant. Jeder Akteur übernimmt die Aufgabe, für die er am besten qualifiziert ist. Die optimale Wertschöpfungsstufe eines Bauteils bestimmen unter anderem drei Kriterien:
- Marktfähigkeit: Besteht ein interner oder externer Absatzmarkt?
- Reparatur- und Upgrade-Fähigkeit: Lässt sich das Bauteil aufwerten?
- Aufwand-Nutzen-Verhältnis: Rechtfertigt der Nutzen den Aufwand
Der Hersteller stellt das notwendige Produktwissen und alle relevanten Informationen für die nachgelagerten Prozesse bereit. Gleichzeitig schafft er die Voraussetzungen für eine reibungslose Umsetzung. Werden Altgeräte möglichst nah am Entstehungsort getrennt erfasst, steigt der Anteil der Geräte, die einer hochwertigen Behandlung zugeführt werden können. Sammlung und gegebenenfalls Vorsortierung sollten für Handwerksbetriebe und Großhandel einfach umsetzbar sein und nur einen geringen Mehraufwand verursachen. Um die logistische Effizienz zu steigern, sollten dezentral anfallende Altgeräte frühzeitig gebündelt werden.
Verwertungsbetriebe identifizieren und sortieren zurückgenommene Produkte gezielt nach wertvollen oder wiederverwendbaren Komponenten. Bei Bedarf werden die Produkte vorzerlegt. Produkte mit Wiederverwendungspotenzial übergeben sie zur weiteren Vorbereitung an den Hersteller. Produkte, die nicht wiederverwendet werden, erfassen Entsorgungsbetriebe möglichst sortenrein und führen sie einer hochwertigen stofflichen Verwertung zu.