StöSi: Kontinuitätsmanagement in Häfen

Sicherer Hafenbetrieb verlangt ein belastbares Kontinuitätsmanagement in Häfen. StöSi prüft in einer zweijährigen Durchführbarkeitsstudie, wie ein modularer Tool-Baukasten Störfall- sowie Kontinuitätsprozesse strukturiert unterstützt, mit dem Schwerpunkt auf Binnenhäfen. Das Projekt erfasst beispielhaft kritische Prozesse, Störszenarien sowie Datenbedarfe, entwickelt einen generischen Basisdatensatz für Notfallpläne und verknüpft diesen mit Visualisierungen, Schulungen sowie Leitlinien. Am Westhafen Berlin testet das Konsortium die Praxistauglichkeit und bereitet die Übertragbarkeit auf weitere Standorte vor.

 

Luftaufnahme des Berliner Binnenhafens mit seiner markanten Hafenanlage, den umliegenden Stadtteilen und der Spree, die sich durch das beleuchtete Stadtbild zieht.
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Projektziel Kontinuitätsmanagement in Häfen stärken

StöSi verfolgt das Ziel, die Resilienz in Binnen- und Seehäfen zu erhöhen. Die Studie richtet den Blick auf Störungen, die Hafenbetrieb sowie vor- und nachgelagerte Transportketten beeinträchtigen. Im Fokus stehen Binnenhäfen, für die bislang keine strukturierten Vorgaben zum Umgang mit Sicherheits- sowie Kontinuitätsrisiken existieren.

Das Vorhaben erfasst Anforderungen der Hafenbetreiber an Daten für kritische Prozesse. Es betrachtet Schnittstellen zu internen Stellen, Behörden, Einsatzkräften sowie Dienstleistern. Die Partner überführen diese Anforderungen in eine allgemeingültige Struktur und schaffen damit einen generischen Lösungsansatz. Dieser Ansatz liefert eine strategische Grundlage für Notfallpläne, Krisenmanagement in Häfen und Kontinuitätsstrategien im Sinne europäischer Pandemie- und Krisenpläne.

Der geplante Tool-Baukasten bündelt Betriebsdaten, störfallrelevante Informationen sowie Visualisierungen. Er unterstützt Havariekonzepte, Kontinuitätsmanagement in Häfen und Wiederanlaufprozesse. Der Ansatz deckt physische, klimabedingte sowie digitale Bedrohungen ab und bezieht KRITIS, NIS2 sowie weitere Vorgaben ein. StöSi stärkt die Resilienz in Binnenhäfen und hilft, Staus, Engpässe sowie Umschlagausfälle an Hafenstandorten zu vermeiden.

Konkrete Leistungen für das Kontinuitätsmanagement in Häfen

Öffentlich geförderte Machbarkeitstudie: Störungsmanagement-Lösungen für Hafenstandorte

  • Analyse von Hafenprozessen, kritischen Strukturen sowie Störszenarien am Beispiel Westhafen Berlin.
  • Ableitung eines Anforderungskatalogs für Störungs-Sicherheit und Kontinuitätsmanagement in Häfen.
  • Definition eines modularen Basisdatensatzes mit Standards zu Formaten, Qualität, Aktualisierung sowie Verantwortlichkeiten.
  • Entwicklung eines Tool-Baukastens mit digitalen Visualisierungen und analogen Backup-Lösungen.
  • Tests des Tool-Baukastens im Praxisbetrieb sowie Bewertung der Übertragbarkeit auf weitere Binnenhäfen.
  • Konzeption von Schulungen, Kommunikationsleitlinien sowie Materialien für beteiligte Akteure. 

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Projektsteckbrief

Projekttitel StöSi – Störungs-Sicherheit in Häfen und Transportketten durch strategische Planungsunterstützung und Kontinuitätsmanagement
Laufzeit

Dezember 2025 – November 2027

Fördervolumen rund 725.000 € (davon 79% Förderanteil durch BMV)
Förderer Bundesministerium für Verkehr – Förderrichtlinie Innovative Hafentechnologien II (IHATEC II)
KooperationSpartner

Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e.V. (SGKV)

BEHALA – Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH

Fraunhofer IML

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umwelt Berlin

Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V.

Dortmunder Hafen

ProjektleitUNG Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr e.V. (SGKV)

»Mit StöSi erfassen wir Basisdaten zu Störungen im Hafenbetrieb strukturiert und führen sie in einem modularen Tool-Baukasten zusammen. So untersuchen wir, wie Visualisierungen und klare Zuständigkeiten das Kontinuitätsmanagement in Häfen stärken und sich Lösungen auf unterschiedliche Binnenhäfen übertragen lassen.«
Maximiliane Lorenz M. Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fraunhofer IML