Im Anwendungsfeld »Smart Waste Management« digitalisieren Rhenus und Commerzbank gemeinsam die Supply Chain vom Ping des Sensors bis zur Abrechnung. Aufbauend auf den Füllstandsdaten des ITCPRO und der ereignisbasierten Füllstandsmessung entsteht eine transparente Prozesskette. Die Projektpartner speichern die Daten dezentral, auch beim Kunden, und nutzen das Distributed-Ledger Corda als Alternative zu zentral gehosteten Plattformlösungen. So behalten alle Beteiligten Datensouveränität, während Anforderungen an Nachweisführung in der Kreislaufwirtschaft erfüllt werden.
Prozessdaten fließen in Echtzeit in das Distributed-Ledger ein. Ein Smart Contract validiert die ankommenden Datensätze, prüft Schreibrechte, Richtigkeit, Zugehörigkeit und Abhängigkeiten. Wenn die hinterlegten Bedingungen erfüllt sind, löst das System automatisch die Bezahlung der Entsorgungsleistung aus; Bestätigung der Transaktion und Rechnung liegen digital vor.
Die Commerzbank integriert Zahlungs- und Finanzierungsfunktionen direkt in die Supply Chain und unterstützt Unternehmen dabei, Zahlungszeitpunkte steuerbar zu halten. Rhenus und Fraunhofer IML nutzen diesen Use-Case, um rechtssichere, papierlose Abrechnungsprozesse zu erproben und auf zukünftige Gesetzesanforderungen im Bereich Aktenvernichtung, Datenträgerentsorgung und Smart Waste Management vorzubereiten.