Zwei eng verzahnte Projektbausteine bilden den logistischen Kern von RE.build. Das Fraunhofer IML entwickelt die Konzeption des physischen Bauteillagers. Anhand einer Bedarfs- und Standortanalyse werden Mengengerüste und Stoffströme auf Basis von Abfallstatistiken, Daten zum Gebäudebestand sowie Interviews mit Entsorgungs- und Abbruchunternehmen ermittelt. Darauf aufbauend entsteht ein Anforderungskatalog für geeignete Flächen im Kreisgebiet.
Das Team systematisiert die Güter, definiert Kreislaufführungsoptionen und entwirft eine modulare Lagerstruktur mit Bereichen für Anlieferung, Sortierung, Ein- und Auslagerung. Schnittstellen zur digitalen Plattform legen Mindestanforderungen für Datenqualität und Buchungen fest. Ein temporärer Pilotstandort als »Minimum Viable Lager« dient zur Erprobung von Annahme, Erfassung, Einlagerung, Kommissionierung sowie Auslagerung.
Baukreisel e.V.(Link) verantwortet den Betrieb des Re-Use-Lagers. Standardisierte Prozesse steuern Lagerlogistik, Materialhandling, Qualitätssicherung und Nachweisführung. Regionale Handwerksbetriebe übernehmen Materialprüfung, Aufbereitung und Handling. Just-in-time bereitgestellte Bauteile versorgen das Reallabor sowie weitere Bauvorhaben.
Monitoringprozesse erfassen Lagerumschlag, Aufbereitungsaufwand, Transportwege, CO₂-Einsparungen sowie Wiederverwendungsquoten. Das Konsortium entwickelt Geschäfts- und Betreibermodelle, die kommunale, interkommunale und öffentlich-private Trägerschaften prüfen.