KAMAG – 3D-Scanning als Digitaler Zwilling | Fraunhofer IML

Robotik-Projekte scheitern selten an der Idee – sondern an der Umgebung.

Gerade in Hof- und Außenbereichen entscheiden Details: Engstellen, Übergänge, Höhen, Kanten, Radien. Wenn die Umgebung nur grob beschrieben ist, wird Simulation schnell unzuverlässig – oder die Planung zieht sich, weil ständig nachmodelliert und nachgemessen werden muss.

Für die KAMAG Transporttechnik GmbH & Co. KG hat das Fraunhofer IML einen Logistikhof per mobilem 3D-Scanning erfasst und virtuell verfügbar gemacht. Der daraus entstandene Digitale Zwilling dient dazu, den Einsatz eines autonomen Rangier-Lkw vorab in der Simulation zu validieren und virtuell in Betrieb zu nehmen.

Kurzprofil

  • Branche/Umfeld: Hoflogistik / Außenflächen
  • Leistung: Mobiles 3D-Scanning und Aufbereitung der Scandaten

Ergebnis: Digitaler Zwilling als Basis für Simulation und virtuelle Inbetriebnahme

Vorgehensweise 3D-Scanning

Ausgangslage

Außenareale sind dynamisch: Markierungen ändern sich, Provisorien bleiben, Umbauten laufen neben dem Betrieb. Gleichzeitig sind genau diese realen Randbedingungen entscheidend, wenn autonome Systeme sicher und stabil funktionieren sollen.

Ziel

  • Reale Umgebung präzise erfassen und virtuell verfügbar machen – über 3D-Scanning
  • Eine belastbare Datenbasis für Digital Twin, Simulation und virtuelle Inbetriebnahme schaffen
  • Risiken reduzieren und die Umsetzung im Betrieb besser absichern

Vorgehen

  • Mobiles 3D-Scanning des Logistikhofs
  • Aufbereitung der 3D-Scanning-Daten zur Nutzung als Digitaler Zwilling
  • Einsatz des Zwillings zur Simulation, Validierung und virtuellen Inbetriebnahme eines autonomen Rangier-Lkw

Ergebnis

  • Digitaler Zwilling des Logistikhofs als realitätsnahe Test- und Planungsumgebung
  • Szenarien und Randbedingungen können vorab simuliert und bewertet werden
  • Virtuelle Inbetriebnahme unterstützt den Übergang in den Realbetrieb und reduziert Überraschungen

 

Mehrwert

Risiken früh sichtbar machen
Engpässe, Konfliktpunkte und kritische Zonen werden in der virtuellen Umgebung erkennbar, bevor vor Ort investiert oder umgebaut wird.

Weniger Schleifen in Planung und Umsetzung
Die Umgebung liegt durch 3D-Scanning früh in einer Form vor, die für Simulation und Abstimmung taugt – statt über Wochen nachzubauen und zu korrigieren.

3D-Scanning-Daten als digitales Asset
Über den konkreten Use Case hinaus lassen sich die Daten z. B. für Produktionsplanung, Instandhaltung oder standortübergreifende Zusammenarbeit nutzen.

 

Übertragbarkeit

Das Vorgehen ist besonders relevant für komplexe Außenflächen wie Logistikhöfe, Produktionsareale und Frachtzentren – überall dort, wo 3D-Scanning die Grundlage schafft, um Automatisierung, autonome Fahrzeuge oder Digital-Twin-Ansätze zunächst in der Simulation zu bewerten und abzusichern.

Ansprechpartner

Sie möchten prüfen, ob 3D-Scanning bei Ihnen der passende erste Schritt Richtung Digitaler Zwilling, Simulation oder Automatisierung ist? Wir klären gerne Zielbild, benötigte Detailtiefe und ein pragmatisches Vorgehen.