Beim Entwickeln und Trainieren autonomer, skalierbarer und echtzeitfähiger Systeme wird zunehmend auf Verfahren und Logiken aus dem Machine Learning und Künstlicher Intelligenz zurückgegriffen. Ein Roboter als hochkomplexes System muss dabei nicht nur lernen, wie das Zusammenspiel aus Mechanik, Sensorik und Reglungstechnik funktioniert, sondern auch, wie auf externe Einflüsse reagiert werden muss. Aus diesem Grund wird am Fraunhofer IML erforscht, wie Reinforcement Learning von Regelungen für hochdynamische Robotersysteme funktioniert. Reinforcement Learning (RL) ist ein Bereich des maschinellen Lernens, bei dem ein Agent lernt, wie er sich in einer Umgebung verhalten soll, um eine bestimmte Belohnung zu maximieren.
In Bezug auf die Robotik bedeutet dies, dass Roboter durch Versuch und Irrtum lernen, Aufgaben zu erfüllen, indem sie aus ihren Interaktionen mit der Umgebung lernen. Ein Roboter, der mit Reinforcement Learning trainiert wird, erhält Feedback in Form von Belohnungen oder Strafen. Dieses Feedback hängt davon ab, wie gut die Aktionen des Roboters zur Erreichung eines Ziels beitragen. Der Roboter versucht dann, seine Strategie anzupassen, um die kumulierte Belohnung über die Zeit zu maximieren. Das Ziel ist es, dass der Roboter selbstständig lernt und sich an neue Situationen anpassen kann, ohne dass er für jede spezifische Aufgabe explizit programmiert werden muss.