Der »Maskenrechner« für Krankenhäuser

Wer trägt wann welche Maske? - Der »Maskenrechner« für Krankenhäuser

Autor: Dr. A. Conrad | BZH GmbH | Stand: 15.06.2020

Mit Hilfe des hier zur Verfügung gestellten „Maskenrechners“ soll mit der Erfahrung der letzten Wochen eine orientierende Entscheidungshilfe für Kliniken zur Verfügung gestellt werden. Je nach gewünschtem Detailierungsgrad und Datenverfügbarkeit können dabei 3 Perspektiven betrachtet werden. Der Rechner entstand in einer Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik, Abteilung Health Care Logistics, und des Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH, Freiburg). Die voreigetragenen Werte in dieser Kalkulation sind lediglich Beispielwerte in Anlehnung an die RKI-Empfehlungen aus dem Mai 2020. Die jeweiligen realen Werte sind durch die jeweilige Einrichtung auf Basis der aktuellen RKI Empfehlungen in Abstimmung mit dem Hygienefachpersonal und dem Bereich Arbeitsschutz festzulegen.

 

Das Tragen von Masken gehört zu den wichtigen Präventionsmaßnahmen, um Ansteckungen mit SARS-CoV-2 zu verhindern. Im Rahmen der Pandemieplanung stellt sich immer wieder die Frage, wer wann welche Maske im Krankenhaus tragen soll. Zu berücksichtigen sind dabei die drei Zielgruppen Personal, Patienten und Besucher sowie die drei hinsichtlich ihrer Schutzwirkung unterschiedlichen Maskenarten FFP-2 bzw. FFP-3 Atemschutzmasken, chirurgische Mund-Nasenschutzmasken und Stoffmasken (auch bekannt als Behelfsmasken).

Zu Beginn der Pandemie in Deutschland stand besonders der Ressourcenengpass im Zusammenhang mit medizinischer Schutzausrüstung im Vordergrund. Mit zunehmendem Bedarf an FFP-2/3-Masken zum Schutz des medizinischen Personals bei der Tätigkeit an Patienten mit COVID-19-Erkrankung oder Verdacht stellte sich die Frage, wie lange die vorhandenen FFP-Atemschutzmasken mit entsprechender Nutzungsintensität reichen würden. Oder, wie lange die FFP-Masken personenbezogen mehrfachbenutzt werden müssen und ab wann sogar eine Wiederaufbereitung von Masken erforderlich ist.

Im Verlauf der Pandemie empfahl das Robert Koch-Institut medizinischen Mund-Nasenschutz oder Stoffmasken für das Personal zunächst in Risikobereichen wie Intensivstationen oder onkologischen Abteilungen. Später dann auch für das Personal in allen patientennahen Bereichen. Im Rahmen des Arbeitsschutzes wurde auch in den Krankenhäusern das allgemeine Maskentragen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt, wenn ein Abstand von mindestens 1,5 – 2 Meter während der Tätigkeit nicht gewährleistet werden kann. Schlussendlich kam im Zusammenhang mit der allgemeinen Maskenpflicht das Tragen von medizinischen Mundnasenschutz- oder Stoffmasken für Patienten und Besucher im Krankenhaus dazu.

In den Krankenhäusern war jede dieser Veränderungen mit konzeptionellen Entscheidungen in den Taskforces oder Krisenstäben mit Unterstützung des Fachpersonals für Hygiene und Arbeitsschutz sowie der Leitungen der Einkaufs- bzw. Materialabteilungen verbunden:

  • Was bedeutet es für den Bedarf an medizinischen Mund-Nasenschutzmasken, wenn die Maskenpflicht auf Personal in Risikobereichen, auf alles Personal bei der Patientenversorgung oder auf alles Personal bei Betreten der Einrichtung ausgeweitet wird?
  • Wie viel medizinische Mund-Nasenschutzmasken kann man sparen, wenn man Patienten und Besuchern erlaubt, die eigene Stoffmaske zu tragen?
  • Kann man es wagen, aus hygienischen Gründen auch Patienten und Besucher mit einem medizinischen Mund-Nasenschutz anstelle einer Stoffmaske auszustatten, wenn die neue Maskenlieferung kommt?

Inzwischen hat sich die Versorgungslage bezüglich der Atemschutz- und Mund-Nasenschutzmasken bundesweit glücklicherweise deutlich entspannt. Konzeptionelle Fragen bleiben:

  • Welcher zusätzliche Bedarf entsteht, wenn man das Personal, welches vielleicht seit dem Ressourcenmangel Stoffmasken trägt, mit den höherwertigen medizinischen Mund-Nasenschutzmasken ausstattet?
  • Was kommt als Maskenbedarf hinzu, wenn die Krankenhäuser wieder elektive Eingriffe durchführen dürfen und wieder mehr Besucher zugelassen werden?

 

Der Maskenkalkulator kann von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung kostenlos mit dem untenstehenden Formular angefordert und genutzt werden.

Anforderung des kostenfreien »Maskenrechners«

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