iPAL-Plattform

Von der Urlaubsunterkunft über die Mitfahrgelegenheit bis hin zum Superschnäppchen – jeder kennt sie: Plattformen wie airbnb, Uber oder eBay. Im Zuge der vierten industriellen Revolution halten Web-Plattformen nun auch Einzug in die industrielle Welt. Wie sinnvoll und nützlich diese im industriellen Kontext sein können, zeigt die im Rahmen des gemeinsamen Enterprise Labs des Fraunhofer IML und der European Pallet Association (EPAL) entstandene »iPAL-Plattform«. Sie hat zum Ziel, Ladungsträger-Bewegungen und die Daten darin verbauter Sensoren sichtbar zu machen.

Was bedeutet das konkret? Die Plattform verarbeitet im Wesentlichen Daten aus drei Quellen: Zum einen verwertet sie mengenmäßige Tauschdaten von Paletten, wodurch der heutige aufwendig zu verwaltende Tauschprozess entfallen kann. Darüber hinaus können serialisierte, also eindeutig gekennzeichnete Ladungsträger über eine App identifiziert und mit ihrer GPS-Position übermittelt werden. Dadurch wird sogar ein Live-Tracking möglich. Außerdem können Internet-of-Things (IoT)-Daten wie Temperatur- oder Shockevents verarbeitet werden. Die gesammelten Daten werden in der Plattform aufbereitet und anschaulich visualisiert. Zudem besteht über Schnittstellen die Möglichkeit, Informationen wie das Erreichen eines Ortes oder die Unterschreitung von Mindestbeständen in andere Systeme zu übermitteln.

Damit kann der Ladungsträger der Zukunft nicht mehr nur Waren transportieren, sondern auch Informationen bereitstellen und ermöglicht durch eindeutige Identifikation und Tracking eine detaillierte Warenfluss- und Warenrückverfolgung. Somit trägt die Weiterentwicklung zum intelligenten Ladungsträger maßgeblich dazu bei, die komplette Lieferkette transparenter und effizienter zu machen.