Databirds - Transparenz durch intelligente Ladungsträger

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. beziffert die Kosten, die einer mittelgroßen Spedition jeden Monat durch Palettenschwund entstehen, auf 5.000 bis 25.000 Euro, wobei der Schwund entweder durch Diebstahl oder durch Abrechnungsfehler entsteht. Auf ein ganzes Jahr hochgerechnet ergeben sich dadurch bereits Kosten von 60.000 bis 300.000 Euro je Spedition. Bei rund 16.000 Speditionen in Deutschland, ergibt sich hochgerechnet dadurch ein jährlicher volkswirtschaftlicher Schaden zwischen 960 Millionen und 4,8 Milliarden Euro.

Um das Management von Mehrwegladungsträgern zu vereinfachen und eine auf Standards basierende Lösung anbieten zu können, hat das Fraunhofer IML Databirds entwickelt. Ein wichtiges Ziel dieser Softwarelösung ist die exakte Bestimmung von Umlaufzeiten und Häufigkeiten von Paletten in einem Kreislauf zwischen verschiedenen Standorten. Ein weiteres Ziel ist die Erhebung der Beschädigungsrate eines neu im Markt eingeführten Ladehilfsmittels zwischen Hersteller und Händler. Darüber hinaus wird Databirds zur Bestandsverfolgung und zur Schwundermittlung von Tiefkühlbehältern eingesetzt. Databirds bietet sich als Hilfsmittel zum breiten Einsatz in allen Stufen der Supply Chain an: Ob dauerhaft im Betrieb zur Steuerung der Kreisläufe oder temporär zur Bestimmung von exakten Kennzahlen. Das System basiert konsequent auf den aktuellsten GS1-Standards. Die cloudbasierte Architektur ermöglicht eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an individuelle Prozesse.

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