Palettenstudien
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
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Palettenstudie Deutschland
Über die Höhe der Kosten eines Palettenumlaufs und die Verteilung innerhalb der logistischen Kette gibt es bis heute keine verlässlichen Zahlen. Um diese Kosten transparenter zu gestalten hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik im Jahr 2009 zwei Studien durchgeführt: Die erste Studie fokussiert die Kosten, die bei Logistikdienstleistern / Speditionen durch das Tauschverfahren mit EUR-Paletten entstehen. Daran anknüpfend wurde in Eigenverantwortung eine Erweiterung mit den Schwerpunkten Verlader und Empfänger durchgeführt. Ziel dieser empirischen Kostenanalyse war es, die gesamten Kosten eines Palettenumlaufs verursachungsgerecht abbilden zu können.
Palettenstudie Österreich
Die Ergebnisse der Palettenstudie Österreich 2011 im Auftrag der ARGE Palettenpool der Wirtschaftskammer Österreich und der GS1 Austria GmbH – Logistik Verbund Mehrweg - liegen vor. Diese Studie wurde bereits vom Fraunhofer Institut in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Somit liegen Vergleichswerte für die Ergebnisse aus Österreich vor. Mehr als 90 Unternehmen aus Industrie, Handel und der Transportbranche nahmen hieran teil und gaben ihre mit dem Tauschverfahren verbundenen Kosten an. Die Kosten eines Palettenumlaufs für Verlader, Spediteure und Frächter sowie Empfänger sind transparent ausgewertet. Darüber hinaus nannten die Teilnehmer ihre Erfahrungen mit der derzeitigen Tauschpraxis sowie Verbesserungsvorschläge für das Tauschverfahren. Gleichzeitig nahmen sie Stellung zu alternativen Systemen.
Palettenstudie Schweiz (Universität St. Gallen)
Der EUR/EPAL-Palettenpool ist schon seit langer Zeit erfolgreich etabliert ist. Dennoch werden zwischen den beteiligten Akteuren häufig kontroverse Diskussion geführt und vielfältige Kritikpunkte genannt. Die Kritikpunkte reichen von beobachteten Qualitätsunterschieden bei getauschten Paletten über hohe administrative Aufwände beim Palettentausch bis hin zu ansteigenden Kosten für Ersatzbeschaffungen und Reparaturen von EUR/EPAL-Paletten. Verlässliche Informationen zu den jeweiligen Ursachen, tatsächlichen Kosten und anfallenden Aufwendungen waren bisher jedoch nur unzureichend vorhanden.
Die "EUR/EPAL-Paletten-Marktstudie Schweiz" des Lehrstuhls für Logistikmanagement (LOG-HSG) der Universität St.Gallen stellt erstmalig für die Schweiz die Kosten eines Umlaufs einer EUR/EPAL-Palette dar und zeigt auf, wie sich die Kosten auf die beim Palettentausch beteiligten Akteure Versender, Transporteure und Empfänger verteilen. Eine Aufbereitung in Abstimmung mit dem Fraunhofer IML gewährleistet die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen der anderen Studien.
Basierend auf den Angaben von 123 Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistung, die über eine Online-Umfrage im Winter 2009/2010 schweizweit erhoben wurden, leistet die Studie damit einen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz im EUR/EPAL-Paletten-Tauschverfahren.


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