Elmo - Leuchtturmprojekt
der Elektromobilität

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Elektrische Antriebe im Lieferverkehr – Warum eigentlich?

 

Unsichere Preise für Kraftstoffe, wachsendes Umweltbewusstsein und schärfere Emissionsgrenzwerte lassen im gewerblichen Bereich bereits seit einiger Zeit das Interesse an alternativen Antrieben steigen. Bislang wurde jedoch meist nur ein Verbrennungsmotor (Diesel) durch einen anderen Verbrennungsmotor (meist Erdgas o.ä.) ersetzt, während batterieelektrische Antriebe allenfalls im PKW-Bereich beachtet wurden.

Wir sind jedoch der Meinung, dass gerade bei der städtischen Warendistribution ein großes Nutzungspotenzial für batterieelektrische Fahrzeuge besteht. Die hier gefahrenen Touren bewegen sich längenmäßig deutlich unter 100km, so dass die teils emotional geführte Reichweitendebatte aus dem PKW-Bereich außen vor bleiben und darüber hinaus E-Motoren ihre Stärken voll ausspielen können. Dazu zählen vorrangig Effizienz, niedrige Stromverbräuche und –kosten, aber auch geringe Geräuschemissionen und nicht zuletzt ergonomische Vorteile. Elektrisch betriebene Lieferverkehre eröffnen damit Möglichkeiten zur Senkung der Distributionskosten sowie für neue Formen der Belieferung, bspw. in der Nacht.

Mit dem Projekt „ELMO – Elektromobile urbane Wirtschaftsverkehre“ erforschte das Fraunhofer IML zusammen mit fünf Partnern den Praxiseinsatz elektrischer Nutzfahrzeuge im Bereich innerstädtischer Verkehre. Dabei wurden 10 E-LKW eingesetzt, die jeweils konventionelle Fahrzeuge ersetzen. Von diesen sind 7 bundesweit einzigartig, so zum Beispiel zwei 12 t-Fahrzeug mit einer Reichweite von rd. 200km.

Unsere Messungen ergaben einen Gesamtbestand von über 2.000 Fahrtdatensätzen, mehr als 150.000 km Fahrleistung, über 100.000 kWh verbrauchten Fahrstrom, eine Gesamtfahrzeit von über 13.000 Stunden und mehr als 200.000 bediente Kunden.

 

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