Disponententisch

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Dispotisch Screen
© Fraunhofer IML

ein Projekt der Systemforschung Elektromobilität

Das Projekt Disponententisch ist im Rahmen der Fraunhofer „Systemforschung Elektromobilität“ entwickelt worden. Das Ziel des Verbundprojekts ist der deutschen Forschung und Entwicklung langfristig einen weltweiten Spitzenplatz auf diesem Feld zu sichern. Der Disponententisch realisiert hierbei eine dynamische Tourenplanung für Elektrofahrzeuge.

Der Schwerpunkt befasst sich mit der technischen Systemintegration und gesellschaftspolitischen Fragestellungen zum Thema Elektromobilität. Ein Ziel ist es elektrisch betriebene Fahrzeuge in heutige Verkehrs- und Produktionssysteme zu integrieren. Mit Hilfe eines Demonstrators wird hierbei u.a. ein neues Konzept für den innerstädtischen Lieferverkehr mit Einsatz von Microrcarriern entwickelt.

Ein Microcarrier besteht aus einem elektrisch angetriebenen Zugfahrzeug und mehreren sich selbstausbalancierenden Anhängern, die auch in Fußgängerzonen und auf Bürgersteigen verwendet werden können. Hierdurch wird eine flexible und umweltfreundliche Paketzustellung in Innenstädten realisiert.

Die Disposition erfolgt von einem Mitarbeiter am sogenannten Disponententisch. Auf drei Bildschirmen hat der Disponent die Möglichkeit Pakete zu disponieren, Routen zu planen und sich gleichzeitig per GPS über die Position des Microcarriers zu informieren. Das Kernstück dieses Disponententisches stellt die dynamische Tourenplanung der Fahrzeuge dar. Abhängig vom übermittelten Ladezustand der Batterie können die Touren ständig um- und neugeplant werden und somit weitere Haltepunkte hinzugefügt oder ausgelassen werden. Per GPS wird der Disponent ständig über den Zustand und die Position des Fahrzeuges informiert.

 

Hintergrund "Systemforschung Elektromobilität"

Für das Fraunhofer Verbundprojekt „Systemforschung Elektromobilität“ haben sich 33 Fraunhofer-Institute aus 22 deutschen Standorten zusammen geschlossen um innerhalb dieses Verbundprojektes gemeinsam den Wandel zu einer nachhaltigen „All-electric Economy“ wirkungsvoll zu unterstützen.

Die Besonderheit des Fraunhofer-Ansatzes ist es, alle Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität zu betrachten und aufeinander abgestimmt zu erforschen - ausgehend von der Energieerzeugung, über den Transport und die Verteilung der Energie durch die Stromnetze, die Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, die Energiespeicherung bis hin zu neuen Fahrzeugkonzepten mit einer neuen Infrastruktur sowie Nutzungs- und Abrechnungskonzepten.

Das Gesamtprojekt wird von Prof. Dr. Ulrich Buller, Mitglied des Fraunhofer-Vorstandes und zuständig für den Bereich Forschungsplanung, geleitet und durch Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, koordiniert. Die Themenschwerpunkte werden jeweils durch Fachspezialisten aus den teilnehmenden Fraunhofer-Instituten betreut.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Konjunkturprogramms II mit 30 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert.