Bestandsmanagement

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Bestandsmanagement
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Bestandsoptimierung lokal und unternehmensübergreifend

Bestände können heute nicht nur lokal betrachtet werden, sondern werden entlang der gesamten Kette gesehen – vom Rohmaterial bis zum Endprodukt. Diese Betrachtung ist sowohl innerhalb des eigenen Unternehmens wie auch in Unternehmensverbünden notwendig. Moderne Methoden beim Bestandsmanagement ermöglichen, die Bestandssituation bei vernetzten Unternehmen zu analysieren (Wertschöpfungsnetze).

Das optimale Bestandsniveau

Bei dieser Frage kollidieren naturgemäß verschiedene Interessen und Unternehmensziele, die es in Einklang zu bringen gilt:

  • geringe Kapitalbindung,
  • hohe Lieferbereitschaft,
  • niedrige Lagerbestände und
  • geringe Lieferzeit.

Das Fraunhofer IML balanciert diese konkurrierenden Ziele beim Bestandsmanagement aus und eröffnet auf diese Weise erhebliche Kostensenkungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Erhöhung der Lieferbereitschaft.

Bestandsoptimierung unternehmensübergreifend in Supply Chains

Wird eine ganze Supply Chain betrachtet, geht die Optimierung über lokale Verbesserungen hinaus und wird auf die Bestände aller Teilnehmer einer Lieferkette ausgedehnt. Die Werkzeuge und Methoden des Fraunhofer IML erlauben hier nicht nur ein Gesamtoptimum zu schaffen, darüber hinaus lassen sich gegensätzliche Interessen kooperierender Unternehmen feststellen, quantifizieren und ausgleichen.

Vorgehensweise bei der Bestandsoptimierung

Die vom Fraunhofer IML entwickelte Vorgehensweise beim Bestandsmanagement hat sich in zahlreichen Projekten bewährt und teilt sich in vier Projektphasen:

  • Analysephase
  • Potenzialabschätzung
  • Maßnahmen ermitteln und umsetzen
  • Reporting und Monitoring

Nutzen des ganzheitlichen Bestandsmanagements

  • Transparenz über Lagerbestand und Lagerkosten
  • Aufdecken von Versorgungsengpässen
  • Verbesserung der Lieferzeiten
  • Kostenreduzierung durch Bestandsabbau oder durch Anpassung der Dispositionsparameter
  • Nachhaltige Planung, Steuerung und Kontrolle der Bestände (z. B. in Verbindung mit ERP-Systemen)