Logistik für Einkauf und Beschaffung

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Distributionslogistik
© Rainer Bressel - Fraunhofer IML

Einkauf und Beschaffung wandlungsfähig gestalten

Die Beschaffungslogistik muss die bedarfsgerechte, wirtschaftliche Versorgung des Unternehmens mit betriebsfremden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Handelswaren sowie nicht selbst erzeugten Kaufteilen sicherstellen. Besonders in mittelständischen und großen Unternehmen erreicht die Logistik für Einkauf und Beschaffung schnell eine hohe Komplexität, die sich nur noch schwer beherrschen lässt. Die Komplexität hat in der Hauptsache folgende Gründe:

  • Vielfältige und uneinheitliche Aufgaben und Zielgrößen in den Bereichen Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik
  • Zahlreiche zu optimierende unternehmensinterne Schnittstellen (z. B. zwischen Materialwirtschaft und Produktion)
  • Vielfalt der kontinuierlich zu optimierenden unternehmensübergreifenden Beziehungen zu Lieferanten und Zulieferern

Zunehmender Kostendruck, volatile Kundenbedarfe, sinkende Wertschöpfungstiefen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Qualität und Termintreue üben einen immensen Anpassungsdruck auf Beschaffungsverantwortliche aus. Entscheidungsträger im Einkauf sind daher gefordert, Beschaffungsabläufe, -strategien und -konzepte fortlaufend zu überprüfen und zu verbessern, um eine effiziente Beschaffung zu realisieren. Zudem ist die Beschaffungslogistik so zu gestalten, dass sie jederzeit schnell und flexibel an sich verändernde Bedingungen im Unternehmensumfeld angepasst werden kann; sie muss wandlungsfähig sein.

Beratung für Einkauf und Beschaffung

Das Fraunhofer IML führt als neutraler und unabhängiger Berater eine ganzheitliche Analyse der Geschäftsprozessen, Strategien, Konzepte und IT-Systeme für Einkauf und Beschaffung durch. Aufbauend auf diesen Analyseergebnissen entwickeln wir maßgeschneiderte, wandlungsfähige Lösungen, die aktuelle und prognostizierte Anforderungen berücksichtigen.

Je nach Bedarf unterstützen wir Sie bei folgenden Aufgaben:

  • Analyse und Bewertung des Beschaffungsportfolios
  • Make-or-Buy-Entscheidung
  • Auswahl von passenden Beschaffungsformen (Einzelbeschaffung, Vorratsbeschaffung, JIT/JIS, Abrufe und Rahmenverträge etc.)
  • Bewertung der Bedarfsermittlung sowie der Materialplanung und -disposition
  • Analyse, Bewertung und Optimierung von Bestellverfahren und Beschaffungsprozessen
  • Bestandsdimensionierung und -optimierung (Bestandsmanagement)
  • Analyse und Auswahl der richtigen Sourcing-Strategien (z. B. Local vs. Global Sourcing, Single vs. Multiple Sourcing)
  • Auswahl von Versorgungskonzepten und -strategien (z. B. VMI, Konsignationslager)
  • Erhebung, Analyse und Entwicklung von Logistikkennzahlen in der Beschaffung
  • Lieferantenauswahl, -qualifizierung und -bewertung

Vorgehensweise

Das Fraunhofer IML hat eine Vorgehensweise entwickelt, mit der Sie Ihre Prozesse für Einkauf und Beschaffung nachhaltig effizienter gestalten können. Ein klassisches Beschaffungslogistikprojekt ist in der Regel in drei Phasen gegliedert:

  1. Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
    Im ersten Schritt legt das gemeinsam mit dem Kunden gebildete Projektteam den Untersuchungsbereich fest und bestimmt die zu untersuchenden Beschaffungsprozesse.

  2. Ist-Aufnahme und Schwachstellenanalyse
    Im zweiten Schritt folgt die Erfassung der bestehenden, im Unternehmen gelebten Prozesse (Ist-Aufnahme). Dies geschieht mit Hilfe der am Fraunhofer IML entwickelten Prozesskettenmethodik, die allen Beteiligten ein leicht verständliches Abbild aller Prozesse im Untersuchungsbereich liefert.

  3. Soll-Konzept
    Die Ist-Aufnahme (Schritt 1) schafft die erforderliche Transparenz für die Schwachstellenanalyse (Schritt 2), aus der das Projektteam schließlich konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableitet: das Soll-Konzept.

Nutzen

Der Nutzen von verbesserten Prozessen für Einfkauf und Beschaffung im Überblick:

  • Verschlankung der Beschaffungsprozesse und Optimierung der Organisationsstrukturen
  • Reduzierung von Material- und Logistik- und Gemeinkosten,
  • Erhöhung des Lieferbereitschaftsgrads und Verkürzung der Beschaffungszeiten
  • Reduzierung der Kapitalbindungs- und Lagerhaltungskosten im Beschaffungslager