Internationalität
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
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Internationalität und Globalisierung
Will man die beiden Begriffe „Internationalisierung“ und „Globalisierung“ beschreiben, so ist darauf zu achten, dass beide Begrifflichkeiten nicht synonym gesetzt werden dürfen. Die Internationalisierung muss als eine Art Vorstufe oder auch Interimszustand der Globalisierung verstanden werden. Internationalisierung bezeichnet die Abfolge wirtschaftlicher Ausdehnung und Aktivitäten über Staatsgrenzen hinweg. Durch die Errichtung von Zweigstellen, strategischen Kooperationen und Fusionen wurde eine neue Stufe der Internationalisierung erreicht. Diese neue Stufe der Internationalisierung versteht man als Globalisierung. Die Globalisierung beschreibt eine zunehmende und komplexere Form der Internationalisierung, durch eine gesteigerte funktionale Integration, zwischen international fein verteilten ökonomischen Aktivitäten. Die hieraus resultierende Zunahme von Interaktion, Austausch von Gedanken, Gütern, Kapital und Ideen, muss ein Teil neuer Unternehmensstrategie sein. Die Ursachen der Globalisierung liegen in der Liberalisierung des Handels, einem Wegfall von Zoll- und Handelshemmnissen sowie in dem technischen Fortschritt der Informationstechnologie.
- Herausforderungen
- Chancen
Herausforderung
- kulturelle und sprachliche Diskrepanzen
- Umwelt- und Klimaziele
- mögliche Verteilungskonflikte (Rohstoffe, Energie, Nahrung etc.)
- dadurch induzierte Preissteigerungen, Asymmetrien auf den Weltmärkten
- Erschließung neuer Märkte
- mögliche Konflikte zweier Wirtschaftssysteme
- mögliche Handelskonflikte
- soziale Standards nicht mit denen westlicher Industrienationen vergleichbar
Chancen
- kulturelle und sprachliche Differenzen als Chance beidseitigen Kennenlernens
- Umwelt- und Klimazielfragen als Sprungbrett zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich „Grüner Technologien“
- Kooperationen in Forschung und Entwicklung
- Erschließung neuer Absatzmärkte (1.3 Milliarden potentieller Kunden)
- Errichtung von Produktionsanlagen (Kostenminimierung in der gesamten Wertschöpfungskette, Umgehen von Wechselkursschwankungen)
- China als Brückenkopf für den gesamten asiatischen Markt
- Import von günstigen Vorleistungsprodukten aus China als wichtiger Bestandteil einheimischer Güterproduktionen
- exportorientierte Volkswirtschaften profitieren von der Wachstumsstärke Chinas
- Wirtschaftswachstum in Zeiten der globalen Krise robuster als das Westliche
- Auslands- Direktinvestitionen Chinas haben für andere Volkswirtschaften an Bedeutung zugenommen


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