Stoffstrommanagement

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

PIUS Check
© Fotolia.com – Christian Larue

Systematische, effiziente Ressourcennutzung

Die weltweit zu beobachtende Rohstoffverknappung hat in den letzten Jahren zu allgemein steigenden Kosten vor allem in produzierenden Unternehmen geführt. Ebenso ist umweltschonendes Verhalten für viele Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor geworden. Eine Senkung der Materialkosten und ein intelligentes Stoffstrommanagement wird daher immer wichtiger, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Heute findet ein Paradigmenwechsel in der Sichtweise statt, von der klassischen güterbezogenen hin zu einer stofforientierten. Das Ziel des Stoffstrommanagements ist dabei die Senkung des Materialdurchsatzes, die Ausschleusung von Schadstoffen für Mensch und Umwelt aus dem Wirtschaftskreislauf sowie die effiziente Rückführung von Wertstoffen in diesen Kreislauf.

Diese Entwicklung spiegelt sich u. a. auch in der Ressourcenstrategie der Europäischen Union (RoHS, REACH) wie auch der nationalen Gesetzgebung wider.

Einsatzgebiete

Betriebliches Stoffstrommanagement

Ziele des betrieblichen Stoffstrommanagements in produzierenden Unternehmen sind die Minimierung von Schadstoffemissionen und Abfällen, die optimale Nutzung von Ressourcen sowie die Verbesserung der Energieeffizienz.

Stoffstrommanagement für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft

Ziele des Stoffstrommanagements für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft stellen die Maximierung der Erfassungsquoten von Wert- und Schadstoffen, die Steuerung der Stoffströme in geeignete Anlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung oder der umweltgerechten Beseitigung sowie die Verbesserung der Qualität von Sekundärrohstoffen dar.

Nutzen Stoffstrommanagement

Auf nationaler/regionaler Ebene:

  • Schonung der natürlichen Ressourcen
  • Schutz der Gesundheit der Bevölkerung
  • Langfristige Entsorgungssicherheit

Auf betrieblicher Ebene im produzierenden Gewerbe:

  • Einsparungen durch bessere Nutzung von Material und Energie
  • Kostensenkungen durch geringere Gebühren und Abgaben
  • Sichere Erfüllung gesetzlicher Anforderungen

Auf betrieblicher Ebene in der Entsorgungswirtschaft:

  • Maximale Erfassungs- und Verwertungsquoten für Wertstoffe
  • Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten für Sekundärrohstoffe durch höhere, gleichbleibende Qualität
  • Optimale Auslastung vorhandener Anlagen und Kontingente