Reverse Logistics

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

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Rücknahmesysteme, Re-use und Recycling

Im Zuge wachsenden Umweltbewusstseins, Klimaschutzmaßnahmen und abnehmender Verfügbarkeit »billiger« Rohstoffe gewinnen Rücknahmesysteme Reverse Logistics, Entsorgungslogistik und Recycling-Strategien immer mehr an Bedeutung. Die nationale wie auch die europäische Gesetzgebung haben vor diesem Hintergrund nach und nach die Industrie zu einer »erweiterten Produktverantwortung« verpflichtet und entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, z. B. die WEEE-Richtlinie, Batterierichtlinie oder Verpackungsrichtlinie.

Der Zwang zu einer verstärkten Reverse Logistics von Produkten bedeutet für produzierende Unternehmen, zunächst den gesetzlichen Auflagen zu genügen, gleichzeitig aber auch effiziente und schlanke Logistikstrukturen aufzubauen. Darüber hinaus müssen diese Logistiksysteme schnell und kostengünstig an die regelmäßigen Neuregelungen und Revisionen der bestehenden Gesetzgebung angepasst werden können. Das Fraunhofer IML liefert hier eine über 20 Jahre gewachsene Expertise und unterstützt Sie, Ihre Reverse Logistics gesetzeskonform, effizient, flexibel und umweltfreundlich zu gestalten.

Das Fraunhofer IML entwickelt produktindividuell angepasste, flexible Konzepte für eine optimale Abwicklung der Reverse Logistics unter den spezifischen Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens. Weitere Leistungen umfassen:

  • Nationale und internationale Marktstudien
  • Szenarienerstellung und -bewertung
  • Kostenabschätzungen
  • Simulationen und Prognosen

Retourenmanagement

Das Retourenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil sowohl im Einzelhandel als auch im Großhandel, im Ladenverkauf wie auch im Fernabsatz. Produkt-Service-Systeme finden überwiegend im B2B-Bereich Anwendung, z. B. bei der Bereitstellung von Druckern und Kopierern durch Hersteller oder Dienstleister. Die Austauscherzeugnisfertigung ist inzwischen ein etablierter Standard im Bereich mechanischer, teilmechanischer oder mechatronischer Produkte und Komponenten wie z. B. in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Die Rücknahme von End-of-Life Produkten durch den Hersteller oder einen beauftragten Dritten wurde in den letzten Jahren stark durch gesetzliche Rücknahmeverpflichtungen im Rahmen der erweiterten Produktverantwortung durch die Europäische Union forciert, als Beispiele sind hier die Batterie-Richtlinie, die WEEE-Richtlinie oder die Altfahrzeug-Richtlinie zu nennen.

Das Fraunhofer IML entwickelt produktindividuell angepasste, flexible Konzepte für eine optimale Abwicklung der Reverse Logistics unter den spezifischen Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens.

Weitere Einsatzgebiete der Reverse Logistics

  • Produktservicesysteme, überwiegend im B2B-Bereich (z. B. Bereitstellung von Druckern und Kopierern)
  • Austauscherzeugnisfertigung im Bereich mechanischer, teilmechanischer oder mechatronischer Produkte und Komponenten (z. B. Automobil- und Zulieferindustrie)
  • Rücknahme von End-of-Life Produkten durch den Hersteller oder einen beauftragten Dritten

Vorgehensweise

Beginnend mit einer Analysephase wird das zu erwartende Mengengerüst der Reverse Logistics aufgenommen. Dazu analysieren Mitarbeiter des Fraunhofer IML Werte wie

  • Verkaufszahlen der Vergangenheit,
  • Produktlebensdauer und die
  • Rückläuferquote.

Auf Basis der erfassten Daten werden produkt- und kundenindividuell Szenarien erstellt, die dem Kunden mehrere optimierte Konzeptvarianten bieten. Die entwickelten Szenarien beantworten u. a. folgende Fragen:

  • An welchen Orten wird das rückzuführende Produkt gesammelt? (Sammelstellen und Konsolidierungspunkte)
  • Wie und von wem wird das rückzuführende Produkt gesammelt? (Gewerbliche Sammlung, private Sammlung, Behälteranforderungen, …)
  • Wo und wie wird das gesammelte Material der weiteren Verwendung oder Verwertung zugeführt?

Im Ergebnis erhält der Kunde eine klare Handlungsempfehlung mit einer monetären und qualitativen Bewertung.

Nutzen von Reverse Logistics

  • Kunden- und produktindividuell angepasste Konzepte
  • Kostenoptimale Auswahl der bestmöglichen Dispositionsroute für Produktrückläufer
  • Sichere Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch eine schnelle und angemessene Reaktion auf einen Rücknahmewunsch
  • Hohe Verfügbarkeit von Gebraucht- und Austauschteilen