Baulogistik hilft, Kosten zu reduzieren
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
Vorteile für die Ver- und Entsorgung
Die Abläufe zum Transport, Umschlag und der Lagerung von Baustoffen sowie Bauhilfsstoffen auf dem Baustellengelände ist Untersuchungsgegenstand einer Baustellenlogistik. Neben diesen physischen Aspekten hat aber auch der begleitende Informationsfluss einen großen Einfluss darauf, ob die Materialien zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und Qualität am Einbauort sind. Ansatzpunkt für die Erstellung eines Baustellenlogistikkonzepts ist die prozessorientierte Betrachtung der Vorgänge, die für den Material- und Informationsfluss notwendig sind. Erfahrungen belegen, dass sich die Bewertungssystematik des Fraunhofer IML im Bereich der Entsorgungslogistik auch auf Versorgungsprozesse übertragen lässt.
Ein effektives Lagermanagement auf der Baustelle ist Voraussetzung dafür, dass die Waren bei Bedarf schnell wiedergefunden werden und der Bestand an Artikeln auf der Baustelle bekannt ist. Nicht zuletzt dient das Lagermanagement einer Qualitätssteigerung in bezug auf die gelagerten Waren, da häufig Beschädigungen und Verschmutzungen auf Baustellen zu Materialverlusten führen, die im Anschluss noch eine teure Entsorgung nach sich zieht. Darüber hinaus ist die Baustelleneinrichtung ein wichtiger Indikator dafür, wie viel Zeit die Arbeitnehmer damit verbringen, die Materialien über die Baustelle zu transportieren. Daher bietet sich der Ansatz der Logistikkostenrechung an, auf diesem Gebiet Klarheit über die Kosten zu erhalten, die sonst im Bauunternehmen nicht ermittelt werden.
Weiterer Anknüpfungspunkte zu besseren Versorgung der Baustelle sind automatisierte Warenübergabesysteme, die den Erhalt von bestimmten Werkzeugen rund um die Uhr gewährleisten. Aber auch andere technische Innovationen wie zum Beispiel Handhelds oder Barcodescanner können den Beteiligten helfen, ihre Arbeit effektiver durchzuführen.


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