Pressemitteilung
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
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Treffen des Kompetenzzentrum Baulogistik
Kraftwerksrückbau als baulogistische Herausforderung
Pressemitteilung 27.11.2011
Die energiepolitische Wende birgt nicht nur neue Chancen, sondern auch neue Herausforderungen. Für die Baulogistik bedeutet das zum einen, jene Aufgaben zu meistern, die sich beim Bau von Offshore Windanlagen oder auch bei der Errichtung neuer konventioneller Kraftwerke stellen. Zum anderen stehen sie aber auch vor der Frage, wie der Rückbau der abgeschalteten Kraftwerke organisiert werden kann. Denn hierbei entstehen Großbaustellen, von denen unter anderem enorme Materialmengen abtransportiert werden müssen.
Kein Wunder also, dass sich das »Kompetenzzentrum Baulogistik« am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund dieses Thema auf die Fahnen geschrieben hat. Das Netzwerk sieht sich als Initiator für innovative Forschung und Entwicklung zwischen den Fachgebieten Bauwesen und Logistik. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder zudem zum Austausch über aktuelle Entwicklungen. So führte Institutsleiter Prof. Dr. Uwe Clausen die Teilnehmer beim letzten Treffen des Netzwerks beispielsweise durch ein umfangreiches Programm, in dem die Logistikaufgaben beim Rückbau von alten Kraftwerken auf unterschiedliche Weise aufgezeigt wurden.
Darüber hinaus erläuterte Prof. Dr. Piotr Noakowski vom Exponent B.V. aus Düsseldorf welche Rolle die Tragwerksbegutachtung beim Rückbau spielt. Die Vielzahl der Anforderungen, die Umwelt, Politik und Wirtschaft an eine Rückbaumaßnahme stellen, präsentierte sein Kollege Markus Rost den Teilnehmern. Dass Platzmangel und Wanderfalken nur einen Bruchteil der Hürden eines solchen Projektes darstellen, konnte er bei einer Rückbaumaßnahme, die er selbst begleitete, schnell feststellen.
Des Weiteren gewährte Prof. Dr. Sascha Gentes vom KIT Karlsruhe den aktuellen Forschungsstand im Bereich Technologie und Management des Rückbaus kerntechnischer Anlagen. Abschließend lieferte Jörg Summer von der INTECO GmbH erste Lösungsvorschläge für das übergeordnete Projektmanagement und gab eine Anleitung zum Begreifen und richtigen Einsetzen von komplexen Softwarelösungen.
Das »Kompetenzzentrum Baulogistik« lädt im Frühjahr 2012 zu seinem nächsten Treffen ein und freut sich immer über neue Mitglieder.
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