InFo+ 2016:

Instandhaltung auf dem Weg zur Industrie 4.0

Pressemitteilung / 19.5.2016

In komplex vernetzten Industrie 4.0-Unternehmen reichen herkömmliche Instandhaltungskonzepte nicht mehr aus, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Deshalb beschäftigte sich das InstandhaltungsForum+ am 28. April 2016 mit dem Thema »Smart Maintenance«. Knapp 90 Teilnehmer folgten der Einladung von Prof. Michael Henke zur ersten Spin-Off-Veranstaltung des traditionsreichen InstandhaltungsForums (InFo) des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik LFO.

Diskussionsthemen waren vor allem die technologischen Anforderungen und organisatorischen Herausforderungen der »Smart Maintenance«. Verschiedene Workshops erarbeiteten konkrete Entwicklungsschritte für unterschiedliche Bereiche der neuen Instandhaltungskonzepte. Für die unternehmensspezifische Umsetzung von Technologien wie »Augmented Reality« oder »Predictive Analytics« konnten Rahmenbedingungen und Lösungsmöglichkeiten bestimmt werden.

Prof. Michael Henke stelle das acatech-Positionspapier »Smart Maintenance für Smart Factories« vor, bei dessen Entwicklung das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML federführend war.  Das Positionspapier beschreibt Handlungsempfehlungen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, deren Umsetzung eine zukunftsrobuste Instandhaltung ermöglicht.

Prof. Gausemeier, Vizepräsident der acatech, wies auf die Notwendigkeit einer Smart Maintenance für die Industrie 4.0 hin: »Damit Deutschland im internationalen Vergleich wieder führender Produktionsstandort wird, ist die Weiterentwicklung der Instandhaltung zur Smart Maintenance entscheidend. Intelligente Instandhaltung ist die treibende Kraft zur Gewährleistung des Erfolgs von Industrie 4.0«.

Dem pflichtete auch Dr. Andreas Weber von der Evonik AG bei: „Anfangen! - Mit Bezug auf die bestehenden Konzepte und Technologien kann bereits heute eine Vielzahl von bedarfsgerechten Lösungen zur Industrie 4.0 im Allgemeinen und der Smart Maintenance im Besonderen realisiert werden«.

Dr. Walther Pelzer vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen formulierte treffend: »Das Gütesiegel ‘Made in Germany‘ steht in der ganzen Welt für hohe Verfügbarkeit. Die Smart Maintenance stellt sicher, dass das auch in Zukunft so bleibt!«.

Um Unternehmen nachhaltig für die Entwicklung ihrer Instandhaltung hin zur Smart Maintenance zu wappnen, findet mit dem nächsten InstandhaltungsForum am 06. und 07. April 2017 eine Fortführung der Veranstaltungsreihe statt. Dort werden Best Practice-Beispiele der Smart Maintenance vorgestellt und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Aufgrund der positiven Resonanz auf die acatech-Position ist eine weiterführende Studie geplant. Diese soll  das Potential von Smart Maintenance für den Produktionsstandort Deutschland  untersuchen.

Weitere Informationen: http://www.lfo.tu-dortmund.de/instandhaltungsforum/instandhaltungsforum-2016

Zum Download des Positionspapiers: http://www.acatech.de/de/publikationen/publikationssuche/detail/artikel/smart-maintenance-fuer-smart-factories-mit-intelligenter-instandhaltung-die-industrie-40-vorantrei.html