Kompetenzzentrum Baulogistik

Forschungsnetzwerk für Logistik im Bauwesen

Das Kompetenzzentrum Baulogistik in Dortmund versteht sich als Initiator für innovative Forschung und Entwicklung zwischen den Fachgebieten Bauwesen und Logistik. »Die Baulogistik ist ein attratktives Feld für Dienstleistungen im Bauwesen« befanden 2004 die Teilnehmer der BauLog. Getragen von dieser positiven Einschätzung der Fachtagung förderte das Fraunhofer IML weitere Initiativen zum Thema Baulogistik – das Kompetenzzentrum Baulogistik war geboren.

Der Schwerpunkt wird auf die Region des Ruhrgebiets gelegt, in der die Bauindustrie und die Logistik besonders stark vertreten sind. Ziel ist es, die Netzwerkbildung bei den Teilnehmern zu unterstützen und auf diese Weise eine Win-Win-Situation für die Unternehmen aber auch für die Region zu schaffen. Dabei kommen Leuchtturmprojekte eine besondere Bedeutung zu, da sie in beeindruckender Weise die Kompetenz der Akteure demonstrieren. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Bemühungen um Wirtschaftsförderung, um die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen zu unterstützen.

Das Kompetenzzentrum Baulogistik arbeitet in enger Kooperation mit dem Institut für Transportlogistik zusammen.

Mitglieder und Kooperationspartner

Rückblick Netzwerktreffen des Kompetenzzentrums Baulogistik am 10. März 2015

Zum diesjährigen Frühjahrstreffen des „Kompetenzzentrum Baulogistik“ lud dieses Jahr das Fraunhofer IML mit seinem langjährigen Netzwerkpartner Adolf Würth GmbH & Co. KG nach Künzelsau ein.

Herr Heckmann - Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH und Herr Prof. Dr. Clausen eröffneten den Netzwerktag und gaben Einblicke in die Entwicklung der Würth-Gruppe und in die Forschung am Fraunhofer IML.

Die Entwicklung der Würth-Gruppe von einer „Schraubenfirma“ zu einem Systemlieferanten für alle Montageunternehmen wurde stets durch eine leistungsstarke Logistik untermauert. Eines der Herzen der logistischen Infrastruktur ist das Logistikzentraum am Standort Künzelsau Gaisbach, das erst kürzlich erweitert wurde. Im Rahmen einer Führung durch das Vertriebszentrum West wurde den Netzwerkmitgliedern die Entwicklung in der Material-Bereitstellung vorgeführt. Diese wandelte sich vom Handhubwagen zur automatisierten Kartonfaltanlage über Füllanlagen für Transportschaum bis hin zum RFID-Tag und ermöglicht eine hochdynamische und zuverlässige Logistik.

Schwerpunkt des Treffens war die Diskussion der Anforderungen des Bauwesens und Baustellen an die C-Teile Lieferanten. Das Fraunhofer IML zeigte die Bedeutung und die Schwierigkeiten auf dem Baufeld, die dazu führen, dass Mitarbeiter oftmals viel Zeit verlieren, da Materialien fehlen und die Ersatzbeschaffung dann umständlich in Eigenregie erfolgen muss. Als Systemlieferant stellte Würth Lösungen für C-Teile, Werkzeuge und Gefahrenstoffe vor. Die Umsetzung der Konzepte wurde bei einer Baustellenbegehung begutachtet und mit den Partnern diskutiert. Hierzu wurde der Neubau der Niederlassung am Standort Künzelsau in dem weit fortgeschrittenen Rohbau begangen.

Das Kompetenzzentrum Baulogistik trifft sich halbjährlich am Fraunhofer IML in Dortmund. Das nächste Treffen findet am 05.November 2015 statt. Zum Austausch über logistische Themen im Bauwesen lädt Joseph Dörmann (Leiter des Geschäftsfeldes Baulogistik) Interessierte gerne ein.

Rückblick: Netzwerktreffen des KBL am 03. Juni 2014

Mit dem Titel „Theorie trifft Praxis – Logistische Aufgaben im Bauwesen“ ging das Netzwerktreffen am 03. Juni 2014 im Fraunhofer IML in Dortmund in die 19. Runde. Nach der Begrüßung und einem kurzen Einblick in die aktuelle Forschung am Fraunhofer IML durch Prof. Dr. Clausen, begann Frau Anica Meins-Becker von der Bergischen Universität Wuppertal mit ihrem Vortrag „Baulogistische Prozesse digital unterstützen mit BIM und RFID“. Präsentiert wurden interessante Erkenntnisse aus Forschungsprojekte in dem Bereich der digitalen Begleitung von Bauprozessen. Anschließend stellte Herr Walz die innovativen Belieferungskonzepte der Tiramizoo GmbH in seinem Vortrag „Kurierdienste für Baumaßnahmen im urbanen Umfeld“ vor.

Herr Dr. Richter von Frankfurt Economics gab mit seinem Vortrag „Baulogistischer Einblick in die Planung der Modernisierung des Bettenhochhaus der Charité“ eine spannende Quick-View in die realen Baulogistikprozesse auf einem hoch komplexen innerstädtischen Baufeld. Den Abschluss machte Herr Romm von der Bietergemeinschaft ROMM/MISCHEK Bauabwicklung Aspern Süd mit seinem Vortrag „Nachhaltiges Massenstrom-Management - Wohnbau Seestadt Aspern Wien“. Im Zuge der Baumaßnahme am Stadtrand von Wien wurde ein hoch effizientes Konzept entwickelt, um anfallende Materialien direkt vor Ort auf dem Baufeld weiterzuverarbeiten und für den Bauprozess zu nutzen, wodurch sich ein enormes Einsparungspotenzial an An- und Abtransporten auf tat.


Ein Wiedersehen erfolgt beim nächsten Netzwerktreffen des Kompetenzzentrums Baulogistik noch im November dieses Jahres.