Projekt Optimierung Patiententransport

Analyse und Optimierung des Patiententransportes – Pius-Hospital Oldenburg

Mit 405 Betten, 13 Fach- und Spezialabteilungen und über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Pius-Hospital das größte katholische Krankenhaus im Nordwesten Deutschlands. Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung behandelt es seine Patienten u.a. in den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Augenheilkunde, Intensivmedizin, Orthopädie, Frauenheilkunde, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, internistische Onkologie, Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie.

Viele Funktions- und OP-Bereiche gehen mit einer Vielzahl von Patiententransporten zwischen diesen einher. Die Koordination dieser Transporte sowie die Zuweisung von Personalressourcen beeinflusst im Wesentlichen die Abläufe. Die Optimierung der Patiententransporte trägt erheblich zu einem reibungsloseren Ablauf bei und erhöht die Erfolgsaussichten im Hinblick auf Qualität, Zeit und Kundenzufriedenheit. Daher unterstützte das Fraunhofer IML das Pius-Hospital Oldenburg bei der Analyse der Patiententransporte und der Erarbeitung von Potentialen. Ziel des Projektes war die Entwicklung eines leistungsfähigen Gesamtkonzeptes für die sitzenden, liegenden und überwachten Patiententransporte innerhalb des Pius Hospital Oldenburg. Durch ein leistungsfähiges Gesamtkonzept können geplante Patiententransporte termingerecht durchgeführt sowie spontan anfallende Transporte ohne lange Wartezeiten durchgeführt werden. Hierdurch verbessert sich die für den Patienten sichtbare Qualität des Patiententransportes. Ein wesentlicher erlöswirksamer Aspekt für das Krankenhaus ist, dass im Zuge einer Optimierung der Patiententransporte Folgekosten aufgrund von verspäteten Transporten stark reduziert werden können.

Mit Hilfe der aufgenommen IST-Prozesse und einer Schwachstellenanalyse konnte SOLL-Prozesse für einen leistungsfähigen Patiententransport erstellt werden. Bei dem entwickelten SOLL-Prozess wurden verschiedene Szenarien berücksichtigt. Die einzelnen Szenarien haben sich in der Transporteurqualifikation sowie in der Dispositionsart (elektronisch vs. manuelle Selbststeuerung) der Transportaufträge unterschieden. Für den zu untersuchenden Zeitintervall wurden die anfallenden Patientenbewegungen (gehend, sitzend, liegend) hinsichtlich des SOLL-Konzeptes analysiert und anschließend wurde hierfür eine Ressourcenkalkulation (Personalkosten, Investitionskosten) durchgeführt.

Das Fraunhofer IML erarbeitete gemeinsam mit dem Pius Hospital ein leistungsfähiges sowie umsetzungsreifes Gesamtkonzept mit definierten Ressourcen. Für die Umsetzung bereitete das Fraunhofer IML eine Entscheidungsgrundlage auf Basis der einzelnen Szenarien inklusive der benötigten Ressourcen vor. Abschließend wurde eine Empfehlung für das Pius-Hospital abgegeben.

»Leistungsfähiger, IT-unterstützter Patiententransport optimiert Auslastung und Wartezeiten.«