Projekt Potentialanalyse und ganzheitliche Logistikstrategie

Potentialanalyse und aufbauende ganzheitliche Logistikstrategie für die Universitätsmedizin Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz (UMM) umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie eine Vielzahl von Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung. Mit etwa 6.500 Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin Mainz einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor.

Die Universitätsmedizin Mainz beauftragte das Fraunhofer IML, Abteilung Health Care Logistics, eine Potentialanalyse im Hinblick auf eine zukunftsfähige und ganzheitliche Logistikstrategie durchzuführen. Hierzu wurden verschiedene Personen- und Materialströme (Patiententransport, Materialbestellung, Ver- und Entsorgung, Aktenarchivierung, Speisenversorgung, etc.) ganzheitlich betrachtet. Durch die Aufnahme der einzelnen Ströme konnten diese sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet werden. Ebenso wurden für die Personen- und Materialströme Schwachstellen identifiziert. Konkrete Handlungsempfehlungen ließen sich aus der Schwachstellenanalyse ableiten.

Mit Hilfe der Ergebnisse der Potentialanalyse kann ein zukunftsfähiges Logistikkonzepte entwickelt werden. Die Herausforderung hierbei ist, dass durch die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lösungsbausteinen, sich die entscheidenden Kosten-, Zeit- und Servicevorteile nur durch ein abgestimmtes und ganzheitliches Gesamtsystem aus Prozessen, Ressourcen sowie Technologien, umsetzen lassen. Bei der Erarbeitung des Logistikkonzepts müssen die einzelnen logistischen Subsysteme ganzheitlich gemeinsam betrachtet werden.

Die Universitätsmedizin Mainz beauftragte somit das Fraunhofer IML, Abteilung Health Care Logistics, eine ganzheitliche und zukunftsfähige Logistikstrategie für ausgewählte Ströme, aufbauend auf den Ergebnissen der Potentialanalyse, zu entwickeln. Folge Ströme wurde u.a. betrachtet:

  • die Stationsversorgung mit Apothekenartikeln und Wäsche,
  • die Aktenarchivierung und Digitalisierung,
  • der interne Patiententransport,
  • der Prozess der Blutkonserven (inklusive Tracking und Tracing),
  • die Zentralisierung der Wareneingänge sowie
  • die Menüerfassung zur Reduktion der Speisenüberproduktion.

Mit Hilfe der Logistikstrategie und dem zukunftsfähigen Logistikkonzept ist eine nachhaltige ganzheitliche Logistik in der UMM für die ausgewählten Ströme realisiert worden.