E² Log – Energieeffizienz in Produktion und Logistik

Bestrebungen zur Steigerung der Energieeffizienz finden heute in vielen Bereichen statt. Logistik, die für die Versorgung von Produktionsstätten zuständig ist, hat als Stellhebel für Güterströme einen großen Einfluss auf die effiziente Energienutzung. So hat eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gezeigt, dass in der Produktion circa 40 % des Primärenergiebedarfs auf das Produktionsumfeld entfallen.

Die logistischen Einflussgrößen auf die Effizienz sind vielseitig und interdependent: Anlieferkonzepte werden durch die Anzahl und Lage der Netzwerkpartner ebenso wie durch das Produktionskonzept beeinflusst; das Produktionskonzept determiniert zudem das Fabriklayout, die innerbetrieblichen Materialflüsse und die entsprechende Fördertechnik.

Das Projekt E²Log beschäftigt sich deshalb mit der Frage, auf welche Weise das Logistiknetzwerk und das Produktionsumfeld mit dem Ziel einer ganzheitlichen Steigerung der Energieeffizienz besser aufeinander abgestimmt werden können. 

Ziel

Das Ziel, die Energieeffizienz im gesamten Produktionsnetzwerk unter Einbezug der Produktion selbst zu steigern, ist immer in dem Kontext der Logistikleistung und -kosten zu sehen. Ohne Berücksichtigung von Liefertreue, Servicegrad, Lager- und Transportkosten u.ä. findet die Dimension „Energie“ keine Akzeptanz. Deshalb sind zum einen Maßnahmen zu identifizieren, die eine Steigerung der Energieeffizienz grundsätzlich erlauben. Zum anderen ist eine Möglichkeit zu schaffen, welche die Beurteilung der Auswirkungen dieser Maßnahmen auf alle Zielgrößen erlaubt.

Somit ist das Ziel des Projektes E²Log, Methoden und Instrumentarien für die Planung und Gestaltung energieeffizienter Produktionsnetzwerke zu entwickeln. Aus der Anwendung in der Praxis werden grundsätzliche Gestaltungsempfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz abgeleitet. 

Innovation

Die Ergebnisse des Projektes erlauben sowohl kleinen und mittelständischen (kmU) als auch großen Unternehmen den Ist-Zustand ihres Liefernetzwerks unter Kosten-, Leistungs- und Energieaspekten szenarienbasiert zu analysieren und zu bewerten. Neben methodischen Erkenntnissen umfasst das Projektergebnis ein Software-Instrumentarium, das die praktische Anwendbarkeit gewährleistet:

Das simulationsbasierte Experten-Tool OTD-NETECO bietet gerade OEMs die Möglichkeit, Auswirkungen von Entscheidungen in der Produktion auf das Liefernetzwerk zu untersuchen und gezielt zu verbessern. Mit dem Produkt Ecoleano wird speziell für kmU eine einfacher zu handhabende, gekapselte Version entwickelt, mit der diese Unternehmen ihre Position in einem Liefernetzwerk beurteilen können. 

Partner

  • Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
  • DB Schenker
  • Klingele
  • Kuehne & Nagel
  • Uniwheels
  • Volkert
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge
  • Wilo
  • Wuppertal Institut  

© Foto Fraunhofer IML

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.