Verbundforschungsprojekt ResIH

ResIH - Ressourceneffiziente Instandhaltungslogistik

Bis heute werden in der Industrie Ressourcen, vor allem in Form von Energie und Material, unnötig verschwendet. Bisherige Bemühungen zur Verbesserung der Situation konzentrieren sich häufig auf die reinen Produktionsprozesse und auf das einzelne Unternehmen. Ansätze zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der Logistik beschränken sich in den meisten Fällen auf die Optimierung der Supply Chains oder auf den Neubau von automatisierten Hochregallägern. Dabei wird jedoch vernachlässigt, dass insbesondere im Bereich der Instandhaltung und der damit verbundenen Instandhaltungslogistik wesentliche Potenziale bisher noch gar nicht betrachtet wurden.

Im Verbundforschungsprojekt ResIH werden die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung am Beispiel der Instandhaltung und Logistik in Chemieparks untersucht.

Ziele des Verbundprojekts

Das Ziel des Verbundprojekts besteht in der Analyse des gegenwärtigen Ressourcenverbrauchs in der Instandhaltung und Logistik und der Ermittlung von Möglichkeiten, diesen nachhaltig zu reduzieren. Die dafür erforderlichen Maßnahmen sollen dargestellt und im Hinblick auf Mehr- und Mindereinsatz von Ressourcen bewertet werden. Ein hierzu erforderliches Instrumentarium zur Bewertung des Ressourcenverbrauchs, mit dessen Hilfe eine Bewertung des Mehrwerts, d.h. des entstehenden Nutzens, möglich ist, ist ebenso Gegenstand der Forschungsarbeiten wie die Entwicklung eines Konzepts zur standortübergreifenden Reduzierung der Bevorratungsmengen von Ersatzteilen.

Im Ergebnis soll in Zukunft mehr Leistung durch weniger Ressourceneinsatz möglich sein.

Leitthema Umwelt im Fokus

Das Verbundprojekt ResIH folgt dem Leitthema Umwelt im Fokus.

Die Verknappung von Ressourcen manifestiert sich auf verschiedenste Weise: Rohstoffvorräte schwinden, Ökosysteme sind aufgrund begrenzter Aufnahmekapazitäten überlastet, neue Wege zur Produktion werden gesucht. Für Unternehmen ergibt sich daraus ein Spannungsfeld, als dessen Resultat nicht nur steigende Energiepreise und klimapolitische Regulierung stehen, sondern auch gesellschaftliche Ansprüche. Die Herausforderung hierbei ist, ressourceneffizientes Wirtschaften sicherzustellen, gleichzeitig aber die Versorgung mit Gütern auf individuelle Bedürfnisse abzustimmen. In genau diesem Spannungsfeld steht das Leitthema Umwelt im Fokus und fokussiert die zentrale Frage, wie der Widerspruch zwischen Ressourceneffizienz und Individualität aufzulösen ist. Um die Individualität von morgen mit 75% der Ressourcen von heute zu schaffen, erarbeiten die unter dem Leitthema vereinten Verbundprojekte Methoden und Konzepte, auf deren Basis Unternehmen der Transport- und Logistikbranche ressourcenschonende Verfahren, Dienstleistungen und Techniken für eine ökoeffiziente Logistik etablieren können.

Neben ResIH gehören die Verbundprojekte Sustainable Sourcing Excellence, Green Logistics und TraCy Logistics for Urban Mining zum Leitthema Umwelt im Fokus.