Verpackungsbewertung

Bewertung von Verpackungssystemen

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Was eine Verpackung pro Stück kostet, ist leicht zu beantworten. Welche realen Kosten diese entlang der logistischen Ketten wirklich verursacht, ist dagegen schwer abschätzbar.

Materialkosten machen oft nur einen kleinen Teil der Verpackungskosten aus. Für die Ermittlung der Gesamtkosten einer Verpackung müssen alle entlang jeder Lieferkette anfallenden Kosten, die durch die Verpackung beeinflusst werden, beachtet werden.

Um einen ganzheitlichen Blick auf das Liefernetzwerk zu gewinnen, setzen wir Tools ein, die das Liefernetzwerk in seiner Gesamtheit mit Hilfe von Prozessketten abbilden. Auf dieser Weise werden Zusammenhänge und Wechselwirkungen der Verpackung mit ihrer Umwelt sichtbar, sodass Optimierungspotentiale aufgezeigt werden können. Ziel der betriebswirtschaftlichen Bewertung ist die Auswahl der ökonomischsten Lösung aus einer Menge von Verpackungsalternativen, die dem Kunden in technischer Hinsicht genügt.

Wir bieten einen aus unserer Erfahrung bewährten Analyse- und Bewertungsablauf, der sich in Sequenzen, wie bspw. Abstimmung der Aufgabenstellung und Zielstellung, Aufnahme der Ist-Situation, Ermittlung der Mengenströme und Kostenparameter sowie Erarbeitung möglicher Veränderungsszenarien gliedert.

Wir unterstützen Sie gerne bei der integrativen Bewertung unterschiedlicher Systemalternativen sowie bei der Wahl des kostenoptimalen Verpackungssystems oder aber auch bei der Reduzierung großer Artikelspektren. Sprechen Sie uns an.

Einweg oder Mehrweg - Was rechnet sich?

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Mehrwegsysteme bieten, unter konsequenter Nutzung der System- und Prozessorientierung, gute Voraussetzungen, die zentralen Zielgrößen der Optimierung, wie Leistung, Kosten, Zeit, Qualität und Service, zu realisieren. Allerdings steht die Verpackung in erheblichen Interdependenzen zum logistischen System und erfordert eine entsprechende integrative Berücksichtigung, da Ursache und Wirkung in der logistischen Kette häufig weit auseinander liegen.

Jede verpackungstechnische Gestaltungsmaßnahme muss daher hinsichtlich der Konsequenzen auf alle Aspekte des logistischen Systems analysiert und bewertet werden.

Palettensysteme

Viele Unternehmen setzen für Transport-, Umschlag- und Lagervorgänge aufgrund der günstigen Anschaffungskosten standardisierte Euro-Holzpaletten ein, welche im offenen Palettenpool jedoch zunehmend an Qualität verlieren und ersetzt werden müssen. Da die Qualitätsanforderungen aufgrund der Erhöhung des Automatisierungsgrades in den meisten Betrieben gestiegen sind, stehen Logistiker vor der Entscheidung, Euro-Holzpaletten oder alternative Ladungsträger einzusetzen. Eine Alternative zu Euro-Holzpaletten sind Mehrweg-Palettensysteme, die eine intelligente Rückführlogistik unterstützen. Den wesentlichen Vorteilen der Kunststoff- bzw. Metallpaletten, wie die hohe Maßgenauigkeit, insbesondere Formstabilität und die lange Lebensdauer, stehen allerdings die auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten entgegen.

Wir unterstützen Sie bei der Findung des optimalen Ladungsträgers für Ihr individuelles Distributionssystem. Dazu gehören u. a. die Erstellung eines Anforderungsprofils für Ladungsträger, die Auswahl der geeigneten Ladehilfsmittel, die Integration und Implementierung der Ladungsträger in die betrieblichen Strukturen, die Entwicklung eines Ladungsträgermanagements sowie die wirtschaftliche und ökologische Beurteilung verschiedener Ladungsträgeralternativen.

Interessiert? Sprechen Sie uns an.

Palettenstudie Schweiz

Der EUR/EPAL-Palettenpool ist schon seit langer Zeit erfolgreich etabliert ist. Dennoch werden zwischen den beteiligten Akteuren häufig kontroverse Diskussion geführt und vielfältige Kritikpunkte genannt. Die Kritikpunkte reichen von beobachteten Qualitätsunterschieden bei getauschten Paletten über hohe administrative Aufwände beim Palettentausch bis hin zu ansteigenden Kosten für Ersatzbeschaffungen und Reparaturen von EUR/EPAL-Paletten. Verlässliche Informationen zu den jeweiligen Ursachen, tatsächlichen Kosten und anfallenden Aufwendungen waren bisher jedoch nur unzureichend vorhanden.

Die "EUR/EPAL-Paletten-Markt­studie Schweiz" des Lehrstuhls für Logistikmanagement (LOG-HSG) der Universität St.Gallen stellt erstmalig für die Schweiz die Kosten eines Umlaufs einer EUR/EPAL-Palette dar und zeigt auf, wie sich die Kosten auf die beim Palettentausch beteiligten Akteure Versender, Transporteure und Empfänger verteilen. Eine Aufbereitung in Abstimmung mit dem Fraunhofer IML gewährleistet die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen der anderen Studien.

Basierend auf den Angaben von 123 Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistung, die über eine Online-Umfrage im Winter 2009/2010 schweizweit erhoben wurden, leistet die Studie damit einen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz im EUR/EPAL-Paletten-Tauschverfahren.

Halbpalettenstudie Deutschland

Die Halbpalette hat sich seit Jahren als Ladungsträger in der Handelslogistik etabliert und ist vor allem für die Distribution von Schnelldrehern, Aktionswaren und Getränken beliebt. Die mangelnde Qualität der sogenannten Düsseldorfer Palette und Beschädigungen schon nach den ersten Umläufen führen jedoch zu steigenden Kosten des Palettentausches. Aber wie hoch sind die Kosten für Ersatzbeschaffung und Reparatur tatsächlich? Welche weiteren, indirekten Kosten entstehen in Verbindung mit dem Tauschprozess?

Diesen Fragen hat sich das Fraunhofer IML in einer empirischen Studie zur Halbpalette gewidmet. Ziel der Studie war es, erstmals sämtliche Kosten eines Halbpalettenumlaufs transparent und verursachungsgerecht darzustellen. Befragt wurden dazu Unternehmen aus allen Stufen der Supply Chain von der Industrie, über Logistikdienstleister bis hin zum Handel.

Palettenstudie Deutschland

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Über die Höhe der Kosten eines Palettenumlaufs und die Verteilung innerhalb der logistischen Kette gibt es bis heute keine verlässlichen Zahlen. Um diese Kosten transparenter zu gestalten hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik im Jahr 2009 zwei Studien durchgeführt: Die erste Studie fokussiert die Kosten, die bei Logistikdienstleistern / Speditionen durch das Tauschverfahren mit EUR-Paletten entstehen. Daran anknüpfend wurde in Eigenverantwortung eine Erweiterung mit den Schwerpunkten Verlader und Empfänger durchgeführt. Ziel dieser empirischen Kostenanalyse war es, die gesamten Kosten eines Palettenumlaufs verursachungsgerecht abbilden zu können.

Palettenstudie Österreich

Die Ergebnisse der Palettenstudie Österreich 2011 im Auftrag der ARGE Palettenpool der Wirtschaftskammer Österreich und der GS1 Austria GmbH – Logistik Verbund Mehrweg - liegen vor. Diese Studie wurde bereits vom Fraunhofer Institut in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Somit liegen Vergleichswerte für die Ergebnisse aus Österreich vor. Mehr als 90 Unternehmen aus Industrie, Handel und der Transportbranche nahmen hieran teil und gaben ihre mit dem Tauschverfahren verbundenen Kosten an. Die Kosten eines Palettenumlaufs für Verlader, Spediteure und Frächter sowie Empfänger sind transparent ausgewertet. Darüber hinaus nannten die Teilnehmer ihre Erfahrungen mit der derzeitigen Tauschpraxis sowie Verbesserungsvorschläge für das Tauschverfahren. Gleichzeitig nahmen sie Stellung zu alternativen Systemen.