AutoID3

AutoID Systemintegration

AutoID3 ist die Middleware zur Integration von Sensordaten unterschiedlichster Quellen in die Prozesse ihres Unternehmens.

Die Erfassung und Identifizierung von Objekten mit Hilfe von Sensoren (AutoID) wird für Unternehmen immer wichtiger. Hierzu müssen die Sensordaten jedoch in weiterverarbeitende Systeme (ERP, PPS, WMS) übertragen oder zur maßgeschneiderten Verarbeitung in der szenariobasierten Planung und Steuerung mittels logistischer Assistenzsysteme bereitgestellt werden. Die Potenziale aus dem Einsatz einer AutoID-Technologie werden erst dann vollständig genutzt, wenn die waren- und sendungsbezogenen Daten den überlagerten IT-Systemen echtzeitnah zur Verfügung gestellt werden. Dies ist jedoch keine leichte Aufgabe, wirft man einen Blick auf die Vielzahl der AutoID-Hardwarelösungen, die am Markt vertreten sind.

Die Diversität der AutoID-Hardware (z.B. 1D- 2D Barcode, RFID) führt dazu, dass aufgrund von fehlenden Gerätetreibern nicht jede AutoID-Hardware mit den übergeordneten IT-Systemen kommunizieren kann. Auch ist der Austausch einer AutoID-Technologie durch eine andere, besser geeignete, erschwert und mit einem hohen Aufwand (und auch hohen Kosten) verbunden. Die Folge ist in vielen Fällen eine starke Abhängigkeit von einem bestimmten AutoID-Lieferanten. In extremen Fällen wird sogar auf den Einsatz z.B. der RFID-Technologie verzichtet, weil keine Hardware mit der bewährten und bestehenden Software eingesetzt werden kann.

Mit der Entwicklung der autoID3 durch das Fraunhofer IML zur Integration der AutoID-Technologie an unterschiedlichste Systeme wird dem Problem der fehlenden Kompatibilität nun eine Lösung gegenübergestellt. Das Fraunhofer IML hat in Kooperation mit führenden Herstellern von AutoID eine offene Plattform geschaffen, die als Abstraktionsschicht die unterschiedlichen Treiber für die AutoID-Hardware verschiedener Hersteller von überlagerten Softwaresystemen entkoppelt. Die autoID3 stellt den übergeordneten DV-Systemen eine definierte Schnittstelle zur Verfügung, so dass von Seiten dieser Systeme nur eine Schnittstelle bereit gestellt werden muss, um eine Vielzahl unterschiedlicher Hardware einsetzen zu können. Darüber hinaus können alle im System auftretenden Ereignisse (Rückmeldungen z.B. eines Transportleitsystems, Events von RFID-Readern etc.) genutzt werden, um den erforderlichen Workflow abzubilden.

Aufgabe und Kernkompetenz des Fraunhofer IML ist die Systemintegration von AutoID Technologien. Wobei sowohl die Auswahl als auch die Implementierung von Middlewaresystemen bis hin zur individuellen Anbindung an Unternehmenssoftware zum Aufgabengebiet gehören.

Als Teil des Frameworks der Logistischen Assistenzsysteme werden Sensordaten durch die Middleware autoID3 in die Assistenzsysteme integriert. Hier stehen sie der szenariobasierten Entscheidungsfindung in Planung und Steuerung zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund bietet das Fraunhofer IML den Kunden neben der Identifizierung, die dazu passenden IT-Systeme zur Steuerung und Planung des Materialflusses an.