PICK-BY-INK

PICK-BY-INK – KOMMISSIONIEREN MIT BEHÄLTERN UND FLEXIBLEN DISPLAYS

Als Alternative zum Pick-by-Light-Kommissio­nierverfahren, hat das Fraunhofer IML in Dortmund, basierend auf segmentierten ePaper Displays, das PICK-BY-INK-System entwickelt.

Ressourcenorientiert

Das PICK-BY-INK-System wurde zur Realisierung von Kanbansystemen mit ge­ringen Mehrkosten und für adaptive Kom­missioniersysteme entwickelt. Es lässt sich auch bei schwankenden Auslastungen und Peaks im Lager regulieren und weist einen erheblich geringeren Installationsaufwand als andere am Markt verfügbare Pick-by-Light-Kommissioniersysteme auf. Mittels eingesetzter ultra-low-power Elektronik, heterogenen kabellosen Kommunikationsverfahren und Energy Harvesting können mit dem PICK-BY-INK-System ein geringer Energieverbrauch und somit eine lange Lebensdauer und geringe Wartungsintervalle gewährleistet werden.

KANBAN im Fokus

PICK-BY-INK ist ein in sich abgeschlossenes System, bestehend aus kabellosen Kom­munikationsschnittstellen, einem segmen­tierten ePaper-Display, wieder aufladbaren Batterien und Buttons zur Interaktion mit dem Benutzer. Es ermöglicht, den Kommis­sionierer im Lager direkt mit dem Lagerver­waltungssystem (LVS) zu verbinden, sodass dieser bestmöglich in die Abläufe im Lager integriert werden kann. In Echtzeit erhält dieser Einsicht in den Lagerbestand und einen Einblick über aktuelle Ereignisse in der Fabrik. Jedes der flexiblen Module lässt sich in einem Standardkleinladungsträger einset­zen. Durch sein anpassungsfähiges und robustes Display, ist PICK-BY-INK optimal für den industriellen Einsatz geeignet. Mit einer Stand-by-Zeit von bis zu sechs Monaten pro Ladung werden der Wartungsaufwand des Systems erheblich reduziert und Kos­ten eingespart. Durch den hohen Kontrast zwischen den Segmenten wird der Einsatz unter normalen industriellen Lichtbedin­gungen sichergestellt. Zugleich kann durch einen schnellen Schwarz-Weiß-Wechsel der Hintergrundsegmente die Aufmerksamkeit des Kommissionierers auf ein einzelnes Modul gelenkt werden. Das aktuelle Modul verfügt über vier Buttons, welche sich unter dem Display befinden und in die Segmen­tansicht auf dem Display integriert sind, so­dass eine gute Bedienbarkeit gewährleistet wird.

Bereit für Industrie 4.0

Die Module kommunizieren im 868-MHz-Band in einem Netz in Sterntopologie mit dem zentralen Accesspoint. Das LVS kann sich über den Accesspoint mittels einer Standard-Web-Schnittstelle mit den Displays verbinden. Dieser übersetzt die empfangenen Informationen in Daten für die Module. Die einzelnen Module werden eventbasiert getriggert, um Informationen auf dem flexiblen Display über das Ani­mieren der verschiedenen Segmente dem Kommissionierer darzustellen. Jedes Modul lässt sich einzeln über die Standard-Web-Schnittstelle zum Accesspoint ansprechen und kann mit dem entsprechenden Produkt oder Behälter verheiratet werden.