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Die verschiedenen Identtechnologien weisen naturgemäß gewisse Unterschiede hinsichtlich ihrer funktionalen Ausrichtung auf. Die vergleichende Gegenüberstellung anhand von fünf wichtigen Bewertungskriterien fasst diese Unterschiede in einem sehr anschaulichen Stärken-/Schwächenprofil zusammen. Während sich der Barcode durch geringe Kosten auszeichnet, wird der 2D-Code in den übrigen Kriterien mit leichten Vorteilen zum Barcode gesehen. RFID wiederum weist mit Ausnahme der Kosten deutliche Vorteile gegenüber Barcode und 2D-Code auf. Gerade im Bereich der Zusatzfunktionalität, wird der RFID-Technologie gegenüber der reinen Identifikation die größte Stärke beigemessen. Hier ist der Vorsprung der Technologie vor Barcode und 2D-Code besonders groß. Für die zukünftige Marktentwicklung macht dies deutlich, dass der 2D-Code geringe Entwicklungssaussichten hat, da die RFID-Technologie in fast allen Kriterien überlegen ist und die Kostendifferenz nicht so hoch gesehen wird. Andererseits wird sich RFID gegenüber dem Barcode in der Massenanwendung nur dann durchsetzen, wenn die Kostendifferenz deutlich geringer wird.

Für die Zukunft wird von einem deutlich überwiegenden Anteil an passiven Systemen ausgegangen. Dies geht einher mit den niedrigeren Kosten für passive Transponder. Der Handel sieht für sich in der Zukunft ausschließlich passive Transpondersysteme. Konsumgüterhersteller und Dienstleister prognostizieren einen geringen Anteil an aktiven Systemen. In der Investitionsgüterindustrie wird jedoch von einer ungefähren Gleichverteilung aktiver und passiver Systeme ausgegangen. Je nach Anwendungsbereich ist davon auszugehen, dass sowohl aktive als auch passive RFID Systeme in verschiedenen Marktsegmenten Verbreitung finden werden. Bei den Investitionsgüterherstellern wird beispielsweise der Zusatzfunktionalität (z.B. Sensorik) ein relativ hoher Stellenwert beigemessen. Im Handel hingegen wird die reine Identifikation als Hauptanwendung gesehen.

Die favorisierten Frequenzbereiche in Deutschland sind 13,56 MHz und 860-930 MHz. Hierbei ist von einer gewissen Unsicherheit aufgrund der unklaren Situation seitens der EPC Initiative auszugehen. Die Beseitigung der offensichtlichen Unsicherheit muss oberstes Ziel der Standardisierungsbemühungen sein, um eine schnelle Markteinführung der RFID-Technologie nicht zu gefährden.
Der schwerwiegendste Hemmfaktor ist nach Ansicht der Befragten die fehlende Standardisierung. Diesen Umstand sehen etwa die Hälfte der Befragten als ein sehr bedeutendes Hemmnis an. Gerade dies führt bei den Unternehmen zu einer abwartenden Haltung, da die Befürchtung »auf ein falsches Pferd zu setzten« recht groß ist. Die erwarteten Investitionskosten sind naturgemäß ebenfalls ein gewichtiges Hemmnis genau wie die ungeklärten Fragen zum Datenschutz. Letzteres wird insbesondere von den Konsumgüterherstellern als Hemmnis angeführt, da ein Misstrauen der Konsumenten direkten Einfluss auf das Einkaufsverhalten hat. Investitionsgüterhersteller hingegen bewerten den Datenschutz als unwichtig. Sowohl der zu erwartende Installationsaufwand als auch Leistungs- und Sicherheitsbedenken wirken sich bei der RFID Einführung bei den Befragten weniger hemmend aus. Dies zeigt, dass die grundsätzliche Bereitschaft RFID einzuführen durchaus vorhanden ist.

Die Eintrittsschwelle für die Transponderanwendung wird sehr stark durch die Stückkosten der Transponder bestimmt. Differenziert nach Einsatzzweck lassen sich zwei Preiscluster hervorheben. Für Transponder zur Produktkennzeichnung liegt die Preisobergrenze der Befragten bei kleiner als 10 Cent. Bei Transpondern zur Kennzeichnung von Sammeleinheiten (Verpackung) liegt die Preisobergrenze etwa bei 50 Cent. Die Konsumgüterhersteller und der Handel sind insgesamt preiskritischer, Investitionsgüterhersteller sind hingegen eher bereit höhere Preise zu bezahlen. Dienstleister (insb. KEP Dienstleister) bewegen sich mit ihren Preisvorstellungen im Durchschnitt.

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